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Die Dottori

In Südtirol leisten derzeit 1.224 Ärzte und Zahnärzte ihren Dienst.  324 Ärzte besitzen keinen Zweisprachigkeitsnachweis.

Die Zweisprachigkeit im öffentlichen Dienst sei eine der wesentlichen Errungenschaften der Südtiroler Autonomie, schreibt Pius Leitner in einer Aussendung. Das Recht der Bürger auf Gebrauch der Muttersprache habe im Gesundheitswesen eine besondere Bedeutung. Gerade in diesem sensiblen Bereich sei es für Patienten und Angehörige wichtig, wenn nicht entscheidend, dass sie sich ausdrücken können und verstanden werden.

Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete sieht dieses Recht aufgrund des Ärztemangels zunehmend gefährdet und erkundigte sich in einer Landtagsanfrage, wie viele Ärzte in Südtirol keinen Zweisprachigkeitsnachweis besitzen.

Aus der Antwort von Landesrätin Martha Stocker geht hervor, dass derzeit 1.224 Ärzte und Zahnärzte in Südtirol Dienst leisten, 87 davon sind ausländische Staatsbürger. Insgesamt besitzen 324 der Ärzte und Zahnärzte keinen Zweisprachigkeitsnachweis.

Landesrätin Martha Stocker versichert in ihrer Antwort, dass die Landesregierung sehr darum bemüht sei, den Sanitätsbetrieb zu unterstützen, Fachärzte mit den vorgesehen Voraussetzungen der Zweisprachigkeit zu akquirieren.

Aufgrund des derzeitigen Mangels an Fachärzten schließe der Sanitätsbetrieb jedoch Vereinbarungen mit Sanitätseinheiten anderer Regionen zur Abstellung von Fachärzten oder direkt mit einzelnen Fachärzten entsprechende Werkverträge ab. In solchen Fällen könne nicht immer und flächendeckend in der Sprache des Patienten kommuniziert werden, so Landesrätin Stocker.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (1)

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  • andreas69

    Speziell bei der Behandlung von älteren Leuten, die in der 2. Sprache nicht so gut kommunizieren können, kommt es sehr oft zu fatalen „Fehleinschätzungen“ der Ärzte. Eine richtige Diagnose einer Krankheit kann nur über eine gute Kenntnis der Sprache des Patienten erfolgen. Der Arzt darf und kann sich nicht bei seiner Bewertung einzig und allein auf instrumentelle Untersuchungen verlassen.

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