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    Südtirol sagt JA

    Südtirol sagt JA

    Im Jahr 2015 gaben sich 2103 Paare das Jawort, 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus der jüngsten Mitteilung des Landesinstituts für Statistik hervor. 

    Heiraten ist eigentlich nicht mehr angesagt. Aufgrund des allgemeinen Wertewandels ziehen es immer mehr Paare vor, ohne Trauschein zusammenzuleben. Außerdem tragen die längeren Bildungswege, die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die finanzielle Belastung, die der Gründung eines eigenen Hausstandes im Weg steht, dazu bei, dass zahlreiche junge Menschen länger in der Herkunftsfamilie verbleiben. In Südtirol leben derzeit fast 20.000 unverheiratete Menschen im Alter ab 30 Jahren im Elternhaus. Zwei Drittel der „Nesthocker“ sind Männer.

    Nichtsdestotrotz zieht die Zahl der Eheschließungen in Südtirol wieder leicht an.

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    Im Jahr 2015 gingen in Südtirol 2.103 Paare den Bund der Ehe ein, 3,2% mehr als im Vorjahr. Die Eheschließungsrate beträgt nunmehr 4,0 Hochzeiten je 1.000 Einwohner und ist somit im Trend der vergangenen zwei Jahrzehnte. Die Rate liegt deutlich über dem gesamtstaatlichen Mittelwert von 3,1‰, der an- sonsten nur von den süditalienischen Regionen übertroffen wird.

    Im Bezugsjahr wurden hierzulande im September die meisten Hochzeiten gefeiert (320). Aber auch im Juni (298) sowie im Mai (290) haben zahlreiche Paare geheiratet.

    In der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern, im Raum Schlanders, Lana und Bruneck sowie in den ladinischen Tälern traten mehr als 4 von 10 Paaren vor den Traualtar. In den Städten Bozen und Meran wollten hingegen nur noch rund 15% der Brautleute den kirchlichen Segen, während sich der Löwenanteil der Paare standesamtlich trauen ließ.

    Der Rückgang der kirchlichen Trauungen lässt sich durch die fortschreitende Säkularisierung, aber auch durch die Zunahme der Zweitehen und interkonfessionellen Hochzeiten erklären.

    Im Bezugsjahr wurden 296 Ehen eingegangen, bei denen entweder der Bräutigam oder die Braut einer ausländischen Nationalität angehört. Das entspricht einem Anteil von 14,1% an den gesamten Eheschließungen.

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