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    Star-Sopranistin Anna Prohaska in Bozen

    Anna Prohaska: „Ich singe, wie mir die Schnauze gewachsen ist!“ (Foto: Schneider)

    Anna Prohaska: „Ich singe, wie mir die Schnauze gewachsen ist!“ (Foto: Schneider)

    Auf diese Künstlerin können sich die Zuhörer des Konzertvereins Bozen besonders freuen: am Mittwoch, 27. April kommt die Sopranistin Anna Prohaska zusammen mit hervorragenden Musikern nach Bozen.

    Anna Prohaska ist eine der auffallendsten Stimmen der Klassikwelt: Die Sopranistin betört mit Natürlichkeit, einer kraftvollen Stimme und einem erfrischenden Auftreten als Antidiva. Von dem üblichen Klassik-Getue mit Roben und Rüschen hält sie gar nichts, das ganze Etepetete der Klassikwelt kann ihr gestohlen bleiben. „Ich singe, wie mir die Schnauze gewachsen ist!“ sagt sie und legt gleich noch eine Schockwelle nach: Vor den grossen Komponisten müsse man nicht unbedingt immer nur auf die Knie fallen. Oder wenn, dann nicht mehr als beispielsweise vor Deep Purple. Oder auch den Beatles, die als Songschreiber für sie „auf einem Level mit Schubert“ stehen, sagt sie in dem Porträtfilm „Die Fabelwelten der Anna Prohaska“.

    Für solche handfesten Aussagen liebt die Klassikwelt Anna Prohaska, damit hat sie sich an die Spitze einer neuen Generation von Opernsängerinnen gestellt, die keine Diva sein wollen. 1983 in Neu-Ulm als Tochter eines österreichischen Opernregisseurs und einer irisch-englischen Sängerin geboren, studierte sie an der Hochschule für Musik „Hans Eisler“ Berlin. Ihr Debüt gab sie 2002 an der Komischen Oper in Harry Kupfers Inszenierung von Brittens The Turn of the Screw und trat dann in Willy Deckers Inszenierung von Albert Herring auf. Nachdem sie kurzfristig die Rolle der Frasquita in Carmen unter Daniel Barenboim an der Berliner Staatsoper Unter den Linden übernommen hatte, wurde sie dort als Ensemblemitglied engagiert. Bei den Salzburger Festspielen war sie erstmals 2008 in Rusalka unter Franz Welser-Möst zu hören, im Jahr darauf in Luigi Nonos Al gran sole carico d’amore, und 2010 sang sie dort ihre erste Zerlina.
    Neben der Gegenwartsmusik und dem Standardrepertoire widmet Anna Prohaska sich auch der Alten Musik und hat mit dem Innsbrucker Ensemble Modern Times_1800, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Concentus Musicus Wien und dem Concerto Köln gearbeitet. Sie arbeitet mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, Philippe Jordan, Ingo Metzmacher, Nikolaus Harnoncourt, Pierre Boulez, Mariss Jansons, Daniel Harding, Gustavo Dudamel und René Jacobs zusammen.

    Das Programm, das sie in Bozen singen wird, trägt den Titel „Come in ciel …“ und beinhaltet Werke von Henry Purcell, Agostino Steffani, Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Johann Joseph Fux, Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach, Reinhard Keiser und Dietrich Buxtehude. Begleitet wird sie von Marije Grevink, Violine, Stefan Schilli, Barockoboe, Hanno Simons, Violoncello, Marco Postinghel, Fagott, Daniele Caminiti, Theorbe, Peter Kofler, Orgel, Cembalo. Postinghel und Kofler sind Südtiroler.

    Termin: Mittwoch, 27. April um 20 Uhr, Konservatorium Bozen. Karten können unter concert.service.bz@gmail.com reserviert werden oder an den Kassen des Stadttheaters Bozen vorab gekauft werden.www.konzertverein.org

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