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    Die Enttäuschung

    geld schereUnterm Strich nichts übrig? Das Land stellt zwar 90 Millionen Euro für Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst in Aussicht, will gleichzeitig aber die Mensakosten erhöhen sowie Vergütungen und Zulagen kürzen. Jetzt drohen Protestmaßnahmen.

    von Heinrich Schwarz

    In der letzten Verhandlungsrunde vor einem Monat legte das Land den Gewerkschaften ein klares Angebot auf den Tisch: Der bereichsübergreifende Kollektivvertrag im öffentlichen Dienst wird auf drei Jahre ausgelegt. An Geldmitteln für Lohnanpassungen werden 15 Millionen Euro für 2016 sowie jeweils weitere 15 Millionen für 2017 und 2018 bereitgestellt. Macht in Summe 90 Millionen Euro.

    Das Angebot des Landes bedeutet einen durchschnittlichen jährlichen Lohnanstieg von 20 Euro pro Monat. Nach drei Jahren wären es also 60 Euro. Gefordert hatten die Gewerkschaften weit mehr.

    Gestern fand die nächste Verhandlungsrunde statt. Dabei haben sich die Gewerkschaften genauer über die Pläne des Landes informiert. „Das Land hat die Summe nicht erhöht. Im Gegenteil: Man hat uns einige Bedingungen im normativen Bereich gestellt, sodass in der Nettobilanz sogar weniger herauskommt als man heute hat“, sagte SGB-Cisl-Gewerkschafter Günther Patscheider im Anschluss an die Sitzung.

    ALLE DETAILS UND WIE ES JETZT WEITERGEHT, LESEN SIE IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

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    Kommentare (6)

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    • andreas69

      In Deutschland fordern die öffentlichen Bediensteten satte 6% Lohnerhöhung und sollte dies nicht erfolgen, erwägen die dortigen Gewerkschaften einen totalen Streik auszurufen. Was wird hier in Südtirol von den GEW. in den Verhandlungen gefordert? Meiner Meinung sind die hiesigen Gewerkschaften nicht wert als „Gewerkschaften“ bezeichnet zu werden; außerdem haben keine Schneid und ihre kleinlichen Forderungen sind Vorlagen für die Gegner um noch mehr Einschnitte gegenüber der Arbeiterschaft zu machen. Dieser Vertrauensverlust gegenüber diesen kuriosen Typen, die in den Gewerkschaften die Führung beanspruchen, überträgt sich natürlich auch auf die Streikbeteiligung. Keiner geht mehr streiken, weil ihnen niemand mehr glaubt. Kämpft endlich!

      • meintag

        So wie es der Wähler in Südtirol nicht verstanden hat wie er sowohl von der SVP als auch der Oposition verarscht wird so ist es auch hinsichtlich der verschiedenen Gewerkschaftsbünde. Da wird Jahrelang unter Diesen geschritten ohne auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Man nehme hier nur die zwei Grössten ASGB und CGIL her. Hier wird auf Teufel komm raus jedes Jahr um Mitglieder geworben ohne die Mitglieder und deren Probleme im Auge zu haben. Da müssen Delegierte in Abstimmungen für etwas dafür stimmen nur um der anderen Gewerkschaft eins auszuwischen. Ein Weiteres ist das Streikrecht. In der BRD und anderen europäischen Staaten hat der Arbeiter das Recht zu streiken hat aber keinen Abzug beim Streiktag. Hier haben die Gewerkschaften bereits vor Jahrzehnten die Entscheidung der Politik überlassen und geglaubt wenn ihre Oberen in den Landtag oder Parlament gewählt werden werden Diese es schon richten. Die Herrschaften und Damenschaften haben aber monetär nur auf sich und ihr Umfeld geschaut. Somit ist das Streikrecht zum Schämen verurteilt welches die Gewerkschaften auf die Fahne schreiben können. Wenns bei den Gewerkschaften ums Geld geht ist es höchtens beim Laborfonds aber auch hier soll der Arbeitnehmer nur einzahlen dass einige Wenige Spielgeld zu Verfügung haben. Der Arbeiter und Angestellte hat keinen Zugriff ausser er kündigt oder er wird pensioniert. Aber auch dann wird ein grosser Teil als Steuern einbehalten. Sumsumarum die Politik weiss dass Gewerkschaften für die Katz sind kein Politker wird es aber zugeben weil nur deren persönlicher Vorteil zählt. Genau hier ist aber auch der Überdruss an Politik zu finden weil die Leute stuff sind für jede Kleinigkeit zu kämpfen und nur angelogen werden.

    • martinsenoner

      Die Mensa wird anscheinend nur für Sanitätsbediensteten teurer, aber die Änderungen sind trotzdem insgesamt abzulehnen!

    • hugo

      Ich finde es eine schweinerei wie das Land mit seinen Angestellten umgeht
      Lohnerhöhung bei Politiker ist an der Tagesordnung
      Ich werde sicher streiken ,wenn es so weit ist
      6 Jahre und 20 Euro
      Danke
      Danke
      Danke

    • es ist eine schweinerei wie die politik ihre gehälter gegen das montigesetz auf biegen und brechen verteidigt, aber die arbeiterschicht nach 5 jahren verfassungswidrigen lohnstopp mit ein paar euro abspeisen will. wo sind denn die arbeitnehmervertreter im landtag? bisher kein wort von denen. diesen namen haben sie jedenfalls nicht verdient.. die arbeiterschicht auch die private hat noch nicht begriffen wieviel macht sie eigentlich hat. wir sind die 99%!! möchte mal sehen was passiert wenn 2-3 wochen alles lahm gelegt wird……

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