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    „Die Konzerne haben gewonnen“

    theiner bUmweltlandesrat Richard Theiner zeigt sich enttäuscht vom Ausgang des Referendums – und attackiert die Aussagen von Ministerpräsident Matteo Renzi.

    Tageszeitung: Herr Landesrat, Sie hatten sich im Vorfeld dafür ausgesprochen, die Bohrungen in Küstennähe einzustellen – also mit Ja zu stimmen. Sind Sie vom Ausgang des Referendums enttäuscht?

    Richard Theiner: An meiner Haltung zum Thema hat sich überhaupt nichts geändert. Dass das Quorum nicht zusammenkommt, war spätestens dann klar, als Matteo Renzi aufrief, sich nicht am Referendum zu beteiligen. Genauso lächerlich finde ich, dass er jetzt hergeht und sagt, die Arbeiter auf den Bohrinseln hätten gewonnen. Er sollte lieber sagen, dass die Konzerne gewonnen haben, anstatt die Arbeiter vorzuschieben.

    Beim Referendum ging es indirekt auch um die Frage, ob Italien auf erneuerbare Energiequellen umstellen soll. Glauben Sie, dass die Abkehr von fossilen Brennstoffen jetzt weiter hinausgezögert wird?

    Klarerweise gehen jetzt die ganz falschen Signale hinaus. Viele Bürger waren sich nicht bewusst, was das Referendum bedeutet. Es gibt eine riesige Lobby, die will, dass fossile Energie weiter zur Verwendung kommt. Diese Vertreter fühlen sich jetzt alle bestärkt und werden dafür sorgen, dass sich der Ausstieg von fossiler Energie verzögert. Auch wenn die Energiepreise derzeit niedrig sind: Niemand darf sich der Illusion hingeben, dass dies so bleibt. Mittelfristig wird der Preis fossiler Brennstoffe wieder sehr stark ansteigen. Deshalb ist mehr denn je eine weitsichtige Politik gefragt. Und eine solche sieht den Ausstieg von fossiler Energie vor – wie auf der Klimakonferenz in Paris beschlossen wurde.

    Südtirol hat mit 17,61 Prozent die niedrigste Wahlbeteiligung in ganz Italien. Überrascht?

    Nein. Man hat das Thema so dargestellt, als hätte es mit Südtirol nichts zu tun. Das ist eine Illusion. Die Leute haben nicht verstanden – und gewisse Interessensgruppen wollten es nicht so darstellen –, dass vom Referendum ein politisches Signal ausgeht.

    Interview: Heinrich Schwarz

    LESEN SIE IN DER DIENSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG:
    – Was Richard Theiner zur Äußerung von SVP-Obmann Philipp Achammer sagt, wonach die SVP zum Referendum keine Empfehlung geben werde, „weil uns das Thema nicht wirklich betrifft“.
    – Die Wahlanalyse und die miserable Wahlbeteiligung in Südtirol
    – In welcher Gemeinde gerade einmal 5 Prozent zur Wahl gingen
    – In einer Südtiroler Gemeinde gab es eine Mehrheit für das Nein

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    Kommentare (5)

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    • guyfawkes

      „Die Leute haben nicht verstanden“ – Vielen Dank für die Wählerbeleidigung.
      Ich für meinen Teil habe mich im Vorfeld über das Referendum so gut wie möglich informiert und habe bewusst entschieden nicht hinzugehen.

      „dass vom Referendum ein politisches Signal ausgeht.“ – das übrigens ein großer Fehler der Befürworter: wenn man eine konkrete Fragestellung mit einer politischen Aussage verknüpft um mehr Aufmerksamkeit zu erhalten, darf man sich anschliessend nicht wundern wenn die Taktik nicht aufgeht.

      • yannis

        >>>Ich für meinen Teil habe mich im Vorfeld über das Referendum so gut wie möglich informiert und habe bewusst entschieden nicht hinzugehen<<<

        ich auch, bin aber hingegangen und nun ist die Wahl trotzdem nach unser beiden Willen beendet worden.

    • steve

      Herr Theiner hat doch einen dicken fetten Dienstwagen der eine ganze Menge Öl verbraucht nicht?!
      Solange wir alle mit dem Auto unterwegs sind oder unterwegs sein müssen ist es doch konsequent auch Öl zu fördern.
      Das Elektroauto ist halt noch nicht soweit!!

    • haimostaffler

      Ich nix verstanden…….

    • iceman

      ich auch nix verstehen……wenn Theiner Interviews gibt. 🙂

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