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    „Autentico ist besser“

    shopping 3 mit kartonagenNoch ist „shopping³“ gar nicht angelaufen. In der Passerstadt sorgt die neue Einkaufskampagne des hds dennoch bereits für heftige Kritik.

    von Karin Gamper

    Werbetexter und -grafiker folgen ihrer eigenen Logik. Es kommt vor, dass ihre Welt unsanft auf jene der Adressaten prallt.

    Das passiert offenbar zur Zeit auch mit der neuen Einkaufskampagne des Handels- und Dienstleistervereins hds in Meran. Die landesweite Sensibilisierungsaktion namens „shopping³“ wird erst am Dienstag kommender Woche offiziell vorgestellt. Doch bereits jetzt sorgt die Initiative für heftige Kritik in der Passerstadt.

    Da ist zum einen die wenig ansprechende Platzierung der Werbesäulen neben Kartonhaufen und zugeparkten Fahrradständern, die wohl kaum zum Einkaufen anregt. „Ich möchte wissen, was sich die Kaufleute dabei gedacht haben“, wundert sich etwa der unabhängige Gemeinderat Kurt Duschek.

    Kurt Duschek

    Kurt Duschek

    Sprachliche Kritik kommt dagegen von der Süd-Tiroler Freiheit, die mit Werbeslogans wie „Cultura è einkaufen“, „Autentico ist besser“ oder „Zwischendurch un espresso“ wenig anfangen kann und offen fragt, weshalb die Stadt Meran einen solchen Unsinn unterstützt.
    Gemeinderat Christoph Mitterhofer hält diesen Sprachenmix jedenfalls für unverständlich:

    „Vorbeigehende Passanten sind über die Werbesprüche auf den Tafeln verwirrt. Kaum jemand versteht die kauderwelschen Botschaften.“

    Und was sagt man beim hds zur geharnischten Kritik aus Meran? Präsident Walter Amort: „Die Aktion soll auf die Besonderheiten und Einzigartigkeit des lokalen Handelsangebots aufmerksam machen“. Die dafür verwendeten Slogans bestünden aus zwei- oder dreisprachig vermischten Botschaften, „um Passanten zu überraschen, zu bewegen, zum Schmunzeln bringen, aber auch aufzuregen und wachzurütteln.“ Damit sollte laut Amort auch Offenheit bekundet werden.

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    Kommentare (1)

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    • wollpertinger

      Der Amort hat ja Recht: Die Passanten schmunzeln, wenn sie den Sprachenwirrwar lesen. Allerdings bestärkt das viele darin, doch lieber irgendwo einzukaufen, wo man keine Probleme mit der Abfassung korrekter Texte hat. Ob das der Sinn der Aktion war? Notfalls kann man ja die Dinger oben öffnen und als Abfallbehälter verwenden. Mehr als für den Müll taugen sie eh‘ nicht.

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