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    Treffen mit Vizekanzler

    LH Kompatscher ist in Innsbruck mit Vizekanzler Mitterlehner, LH Platter und Tirols Polizeidirektor Tomac zu einem Arbeitsgespräch zusammengetroffen

    LH Kompatscher ist in Innsbruck mit Vizekanzler Mitterlehner, LH Platter und Tirols Polizeidirektor Tomac zu einem Arbeitsgespräch zusammengetroffen

    LH Arno Kompatscher hat am Freitag mit dem österreichischen Vizekanzler Reinhold Mitterlehner über die Flüchtlingsfrage diskutiert.

    Die Bewältigung der Flüchtlingsbewegung sei eine der großen Herausforderungen der europäischen Politik – darüber sind sich Landeshauptmann Arno Kompatscher, der österreichische Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter und Landespolizeidirektor Helmut Tomac einig.

    Am Freitag sind sie in Innsbruck zu einem Arbeitsgespräch zusammengetroffen.

    „Wir müssen alles unternehmen, um eine Verlagerung der Flüchtlingsroute zu unterbinden und kritische Situationen am Brenner durch Grenzkontrollen zu vermeiden“, betonte bei der heutigen Aussprache Landeshauptmann Arno Kompatscher. Die Lösung, so LH Kompatscher, könne nur eine gesamteuropäische Strategie bringen: „Nur wenn alle Länder der Europäischen Union an einem Strang ziehen – sowohl bei der Aufnahme von Flüchtlingen, als auch, was die Hotspots in Nordafrika betrifft, – kann diese Herausforderung bewältigt werden.“

    „Obwohl derzeit wegen der Schließung der Balkanroute weniger Flüchtlinge nach Österreich kommen, warne ich davor, die Hände in den Schoß zu legen“, gab der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter zu bedenken. Die Zeit müsse genutzt werden, um, auch auf italienischer Seite, Vorbereitungen zu treffen. Dies gelte vor allem hinsichtlich der Tatsache, dass mit dem Weg über Italien und damit auch dem Brenner als naheliegende Ausweichroute der Flüchtlingsbewegung an Bedeutung gewinnen werde.

    Vizekanzler Mitterlehner beteuerte, er setzte sich auf allen Ebenen für eine europäische Lösung der Flüchtlingskrise ein. Das Vorgehen Österreichs bezeichnete er als eine „aktuelle Notwendigkeit“.

    „Österreich hat erreicht, dass die Politik des Durchwinkens über die Westbalkanroute beendet worden ist. Jetzt geht es darum, die Bildung von möglichen Ausweichrouten zu verhindern und stärker zu kontrollieren“, erklärte Mitterlehner gegenüber seinen Gesprächspartnern.

    Mitten in den Vorbereitungen zum Grenzmanagement befindet sich daher derzeit die Tiroler Polizei.

    „Wir haben in dieser Woche von der Innenministerin grünes Licht für die Maßnahmen zur Grenzsicherung bekommen und können auf die Erfahrungen von Spielfeld zurückgreife“, berichtete Landespolizeidirektor Helmut Tomac.

    Die infrastrukturellen Voraussetzungen sollen bis Ende nächsten Monats gegeben sein. Allerdings könne auch schon vorher mit den Grenzkontrollen begonnen werden. Darüber hinaus sei für die bestmögliche Aufrechterhaltung der beiderseitigen Interessen eine breite Kooperation auch von italienischer Seite notwendig, betonte Tomac.

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    Kommentare (1)

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    • franz

      Es liegt jetzt an Italien die Grenzschließung am Brenner zu verhindern.
      Im Gegensatz zu LH Kompatscher und der Regierung in Rom, hat Außenminister kurz bzw. Innenministerin Johann Mikl-Leitner, eine klare unmissverständlich Sprache.
      Wie absurd die Haltung der italienischen Regierung in der Flüchtlingsproblematik ist einfach nicht mehr nachzuvollziehen.
      Schon wie Kurz in Bozen unmissverständlich festgestellt hat werde Österreich ihre Haltung nicht ändern und ihre Grenzen schließen sollt Italien nicht ihren Aufgaben nachkommen und wie in der Vergangenheit weiter hin Flüchtlinge unkontrolliert aufnimmt bzw. weiterzuwinken versucht.
      Ähnlich äußerte sich auch Innenministerin Johann Mikl-Leitner, in Rom beim Inneministertreffen mit Innenminister Alfano -Italien.
      Alfano und seine Freunde sehen es natürlich immer anders bzw. versuchen es anders darzustellen.
      Die Behauptung Österreichs, 2016 würden voraussichtlich 300.000 Flüchtlinge über die Italienroute kommen sei einfach lächerlich .(……)
      Zahlen sprechen jedoch eine eindeutige Sprache . 2014 angekommene Flüchtlinge 175.000
      2015 angekommen Flüchtlinge 160.000 . 2016 bis Ende März angekommene Flüchtlinge 150.000
      90 % der angekommenen Flüchtlinge wurden weder registriert noch identifiziert und kein Mensch weiß wer sie sind bzw. wo sie sind und was sie gerade machen.
      Anstatt die Hausaufgaben zu machen, wirft Italien Österreich vor sich nicht an die EU-Vorgaben zu halten. Das Gegenteil ist der Fall.
      Nicht ohne Grund wurde gegen Italien ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet
      http://www.repubblica.it/cronaca/2015/12/10/news/migranti_eurostat_in_italia_91_prime_richieste_asilo-129161067/

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