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    Stimmen-Kauf im Landtag?

    Stimmen-Kauf im Landtag?

    Im Trentiner Landtag bahnt sich ein neuer Politiker-Skandal an: Hat der Fraktionssprecher des PATT, Lorenzo Baratter, bei den Schützen Tausende Wählerstimmen eingekauft?

    Riccardo Fraccaro

    Riccardo Fraccaro

    (mat) Riccardo Fraccaro spricht von einem „erschütternden Skandal“ und von einem „Hohn auf die Demokratie“.

    Wie die Trentiner Tageszeitung „L’Adige“ am Donnerstag berichtete, soll der Fraktionssprecher der Regierungspartei PATT, Lorenzo Baratter, im Vorfeld der Landtagswahlen 2013 Stimmen bei den Schützen eingekauft haben.

    Laut dem „Adige“ gibt es zwischen Baratter und den Trentiner Schützen ein Wahlabkommen: Demnach verpflichtet sich der PATT-Politiker, im Falle einer Wahl in den Landtag monatlich 500 Euro an den Schützen-Verband zu überweisen.

    Im Gegenzug sicherten ihm die Schützen ihre volle Unterstützung im Wahlkampf zu.

    Baratter zog mit 3.693 Stimmen in den Landtag ein.

    „Diese Schande darf nicht unbestraft bleiben“, meint Fraccaro, Kammerabgeordneter des Movimento 5 Stelle und kündigt eine Eingabe bei der Staatsanwaltschaft an. Der Grillino fordert den sofortigen Rücktritt des Abgeordneten Baratter und die Auflösung des gesamten Landtags.

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    Kommentare (2)

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    • wollpertinger

      500 Euro im Monat sind schon eine ungeheuerliche Summe. Trotzdem: Wie konnten damit Tausende von Schützenstimmen gekauft werden, obwohl es derzeit im Trentino insgesamt nur 500 Schützen gibt?. Noch dazu ist dieser Baratter ja gerade in Schützenkreisen extrem unbeliebt, er ist immer wieder und wohl zu Recht, kritisiert worden war. Wie sollten man dann die vielen Baratter-kritischen Schützen dazu bewogen haben, diesen Mann zu wählen? Mit einem Euro pro Kopf?

      • andreas

        500 Euro ist jetzt nicht die Welt, mit dem Gehalt locker zahlbar.

        Er hat ja nicht alle 3.693 Stimmen von den Schützen bekommen.

        Etwas dämlich ist solche fixen Vereinbarungen über einen längeren Zeitraum auszumachen.

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