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    Schutzherr Tommy

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    Spaßiges Wortgefecht im Landtag: Wie Präsident Thomas Widmann versuchte, dem Oppositionellen Walter Blaas die Angst vor dem Rechnungshof zu nehmen.

    von Matthias Kofler

    Auf der Regierungsbank machte sich Heiterkeit breit, auch Landeshauptmann Arno Kompatscher konnte sich ein leises Kichern nicht verkneifen. Die Abgeordneten im Hohen Haus staunten nicht schlecht, als sie Präsident Thomas Widmann hörten, wie er den Freiheitlichen Walter Blaas väterlich zurechtwies.

    Blaas wollte in einer Anfrage in Erfahrung bringen, warum die Homepage des Rechnungshofes im einsprachigen Format glänze. „Gemäß gültigem Autonomiestatut sollte dieser öffentliche Dienst, der auch in Südtirol tätig ist, der deutschen Sprache Rechnung tragen“, meinte der Freiheitliche. Blaas nutzte die Gelegenheit, um erneut Kritik an der Kontrolltätigkeit des Rechnungshofs zu den Fraktionsausgaben zu üben.

    Der Rechnungshof habe einen zu großen Interpretationsspielraum, er betreibe „Erbsenzählerei“. Der Freiheitliche forderte den Landtagspräsidenten auf, klar Stellung zu beziehen und sich schützend vor die Abgeordneten zu stellen. „Vor den Konsequenzen meiner Worte fürchte ich mich nicht“, schloss Blaas seine Ausführungen.

    Thomas Widmann – die Coolness in Person – replizierte augenzwinkernd, dass dem Antrag des Freiheitlichen auf eine Stellungnahme des Präsidenten nicht stattgegeben werden könne, da kein offizieller Antrag vorliege.

    Dann beruhigte der SVP-Politiker den Oppositionellen mit den Worten: „Herr Blaas, Sie brauchen keine Angst vor Konsequenzen seitens des Rechnungshofs zu haben. Ihre Worte verursachen keine Kosten. Da haben Sie also nichts zu befürchten.“

    Breites Gelächter im Landtag.

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