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    Die Evviva-Kurse

    Bildschirmfoto 2016-04-06 um 11.49.03In Südtirol sind 928 Patienten von Diabetes Typ I und 20.479 Patienten von Diabetes Typ II betroffen.

    „Es gibt kaum eine Erkrankung, bei der die Betroffenen durch eine Änderung ihrer Lebensgewohnheiten so viel selbst zu einem günstigen Verlauf beitragen können wie Diabetes“, war die Botschaft der LRin Stocker bei einer PK anlässlich des Weltgesundheitstages am Mittwoch.

    Bei den „Evviva“-Kursen lernen chronisch kranke Menschen, wie sie ein gesundheitsbewusstes Leben führen können.

    Die sogenannte „Zuckerkrankheit“ gehört zu den größten Gesundheitsproblemen der Industrieländer:

    Die WHO schätzt, dass Diabetes im Jahr 2030 zu den sieben weltweit am meisten verbreiteten Todesursachen gehören wird und hat den Weltgesundheitstag 2016 dieser Krankheit gewidmet.

    In Südtirol waren laut dem jüngsten Landesgesundheitsbericht im Jahr 2014 insgesamt 928 Patienten von Diabetes Typ I (8 Prozent der Fälle) und 20.479 Patienten von Diabetes Typ II (mehr als 90 Prozent der Fälle) betroffen. „

    „Diabetes ist eine jener chronischen Erkrankungen, bei der betroffene Patienten ganz viel selbst tun können“, unterstrich Gesundheitslandesrätin Martha Stocker die Bedeutung der Kurse für Selbstmanagement „Evviva“.

    Kursleiterin Lucia Nones und Teilnehmerin Heidi Morandell berichteten anlässlich der Pressekonferenz über das Angebot für Diabetiker „Evviva-D“. „Es handelt sich dabei um keinen Frontalunterricht“, erläuterte Nones den Kursablauf. „Vielmehr geben wir den Teilnehmern die Instrumente für eine Änderung der persönlichen Lebensgewohnheiten und einen verbesserten Gesundheitszustand in die Hand.“

    Dabei stecken sich die Betroffenen selber konkrete Ziele, die sie im Laufe einer Woche erreichen möchten, z.B. zehn Minuten Bewegung täglich.

    „Dank der Evviva-D-Kurse konnte ich mir selber vieles beibringen: das Etikettenlesen beim Einkaufen, die richtige Ernährung, die tägliche Bewegung“, berichtete Morandell über ihre persönlichen Erfahrungen. „In der Gruppe fällt es auf jeden Fall leichter, man kann sich austauschen“, so die Diabetikerin, für die die Umstellung der Lebensgewohnheiten nach 40 Jahren nicht immer einfach und auch von Rückschlägen geprägt war. „Wenn man dann aber den Erfolg sieht, dann baut das auf.“

    Der Präsident des Südtiroler Diabetikerbundes Stefano Nervo ging bei der Pressekonferenz auf die Bedeutung des so genannten Empowerments der Patienten ein.

    „Die Patienten sorgen selber für sich: Dies geschieht selbstverständlich nicht unabhängig von ihrem behandelnden Arzt, sie übernehmen aber Verantwortung und können unterstützend mitwirken“, so Nervo. Der Diabetikerbund biete den Patienten zusätzliche Unterstützung an, etwa durch die Organisation von Kochkursen für Betroffene und ihre Familien. Derzeit, erinnerte Nervo, gibt es in Südtirol zwei Verbände: den Verein junger Diabetiker und den Südtiroler Diabetikerbund, die ihre Kräfte bündeln wollen und einen Zusammenschluss vorbereiten.

    Informationen zu den Evvia-Kursen des Südtiroler Sanitätsbetriebes für chronisch Kranke und ihre Angehörigen gibt es im Internet unter www.sabes.it/evviva und unter den Rufnummern 320 4389213 (Bozen), 0473 496746 (Meran), 0472 813690 (Brixen) und 0474 586503 (Bruneck).

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