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    NPD in Bozen

    NPD in Bozen

    Zu einem rechtsextremen Aufmarsch gegen Flüchtlingszelte soll es am Samstag in Bozen kommen. Erwartet wird ein führender Politiker der deutsch-nationalistischen NPD.

    Von Anton Rainer

    Auch eine Partei, die mit Verbotsverfahren kämpft, schafft es noch zu expandieren. Die deutschnationale NPD hat sich in Bozen nach Freunden umgesehen – und sie bei der rechtsextremen „Forza Nuova“ gefunden. Am kommenden Samstag, den 2. April wird der führende NPD-Funktionär Uwe Meenen gemeinsam mit dem wegen „Zugehörigkeit zu einer illegalen Vereinigung“ verurteilten Neofaschisten und FN-Chef Roberto Fiore in Bozen gegen ein vermeintliches „Zeltlager“ in Südtirols Landeshauptstadt demonstrieren. Beide sind hierzulande keine Unbekannten: Mit einem Auftritt im städtischen Kolpinghaus hatte Fiore im vergangenen Juni für Aufregung gesorgt. Die Vermietung der Veranstaltungsräume, so die Verantwortlichen damals, sei ein Versehen gewesen. „Es ist uns halt passiert“, gab Geschäftsführer Josef Almberger gegenüber der TAGESZEITUNG zu.

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    Die Verbindungen des deutschen Rechtsextremen Uwe Meenen nach Südtirol wurden hingegen im Zuge der Festnahmen von 16 Südtiroler Neonazis im Frühjahr 2008 bekannt. So hatte der einschlägig bekannte „Bund Frankenland“ sogar kurzzeitig ein Spendenkonto für die inhaftierten Südtiroler Nationalisten bei der Sparkasse Mainfranken Würzburg eingerichtet. Der „Bund Frankenland“ wurde 1992 als Verein registriert, zu den Vorstandsmitgliedern gehörte zu diesem Zeitpunkt: Uwe Meenen.

    Eine weitere Behauptung mit Bezug auf italienische Geheimdienstquellen verbreitete der Bayrische Rundfunk im November 2012. Demnach hätte Meenen bei einem gemeinsamen Treffen mit dem mutmaßlichen Unterstützer der terroristischen NSU-Gruppe Ralf Wohlleben im Jahr 2009 rund 20.000 Euro nach Südtirol gebracht – um, diesen Eindruck erweckte der Bericht des BR, Terrorangriffe und „die NSU-Strategie nach Italien zu exportieren.“ Meenen klagte gegen den Bayrischen Rundfunk, der sich schlussendlich freiwillig dazu verpflichtete, die Behauptung nicht länger zu verbreiten, da sie sich nur durch als streng geheim eingestufte Dokumente beweisen ließ. Verurteilt wurde Meenen in anderer Causa im selben Jahr, der Vorwurf der Volksverhetzung brachte ihm eine Bewährungsstrafe von acht Monaten ein.

    Diese Vorwürfe dürften am kommenden Samstag keine Rolle spielen: Gemeinsam mit den Partei-Freunden von Forza Nuova stellt NPD-Vertreter Meenen die Flüchtlingskrise und die damit verbundenen „Zeltstädte in Bozen“ in den Mittelpunkt. Demonstriert wird auf dem Siegesplatz um 16:00 Uhr, Gegendemonstrationen werden erwartet.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (12)

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    • erbschleicher

      OH MEIN GOTT!!
      DAS KANN JA (NUR) LUSTIG WERDEN!! 🙁

    • rota

      Niemand erzählt denen vom Kastelruther Spatzenfest , sonst gibt es kein Zelt mehr!!!

    • iceman

      der Guggi und die blauen Schlümpfe werden in der ersten Reihe stehen und applaudieren.

      Könnte man bitte bereits am 1. April den Brenner schließen um uns vor solchen Individuen zu schützen ?

      • franz

        Nährboden dieser rechtsextremen Gruppen ist die falsche Willkommenskultur der Linken und Grünen die zu Rassismus führt.

        • yannis

          @franz
          31. März 2016 um 10:44

          so ist es ! nur den LInken und Grünen scheint diese Tatsache nicht in ihr gewaschenes Gehirn zu gelangen.

          • zz-flop

            @franz und yannis
            Rassismus ist im Grunde Angst, Angst, dass man selber auf der Strecke bleibt, Angst, dass man den eigenen Standard nicht aufrecht halten kann usw. Nicht die Willkommenskultur ist das Problem, das Problem ist, dass es erst zu Fluchtverhalten kommt und wir sollten uns fragen, welche Rolle spielt der Westen dabei? Kann es sein, dass auch wir mitverantwortlich dafür sind, dass diese Menschen von ihren Ländern fliehen müssen?
            Die NATO (zu der auch wir gehören) übersät Länder des Nahen Ostens wie Syrien, Irak, Afghanistan, Libyen usw. mit Bombenteppichen. Mit den Drohnen die unter anderem in Pakistan eingesetzt werden, sterben unzählige Zivilisten, also unter diesen Umständen würde ich auch fliehen. Der IS ist ein Produkt des Irakkriegs von 2003 (kann man sehr gut nachlesen im Buch: „Wer Wind sät“ von Michael Lüders). Bei diesem Krieg hat Italien fleißig Truppen geschickt. Die Lega (ja genau die Lega, die heute am lautesten gegen Flüchtlinge hetzt) war damals in der Regierung und hat für die Intervention im Irak gestimmt. Wenn ihr keine Flüchtlinge wollt, dann macht es wenig Sinn, von der Politik zu fordern die Grenzen zu schließen oder gegen die Willkommenskultur zu protteln. Die Flüchtlinge werden trotzdem kommen. Es wäre viel sinnvoller von der Politik zu fordern, diese Länder in Ruhe zu lassen, dann käme es gar nicht zu diesem Fluchtverhalten. Wenn die gesamte Energie die dafür aufgebracht wird gegen Flüchtlinge zu hetzen, dafür verwendet wird, von der Politik zu fordern, keine Angriffskriege zu führen, denn genau das ist es was wir tun, auch wenn es natürlich nicht als solche bezeichnet werden, müssten diese Menschen auch nicht ihre Heimat verlassen.

            • zz-flop

              Noch als kleine Anmerkung:
              die NATO ist in diesen Ländern nicht um Freiheit und Demokratie zu bringen oder den Terrorismus zu bekämpfen, die NATO ist da um Ressourcen zu erbeuten, v.a. Erdöl. Was wir seit Jahren machen ist ein Ressourcenfeldzug unter dem Deckmantel von Demokratie. Wer glaubt, dass Terrorismus mit Bomben bekämpft werden kann, ist naiv. Krieg fördert geradezu den Terrorismus. Seit 9/11, als der Krieg gegen den Terror begann, ist der islamistische Terrorismus erst richtig in Schwung gekommen.

      • franz

        Den Brenner schließen wird Österreich wohl um sich vor Unkontrollierten einreisen von Clandestini ( Immigranten die in Italien eingereist und nicht registriert wurden ) Jihadisten – Terroristen und anderen Kriminellen ihre Bürger zu schützen im Gegenteil zu Italien die alle einreisen lässt ohne sie zu registrieren.Beispiel Cagliari vor einigen Tagen. 730 Immigranten, alles junge kräftige Afrikaner angekommen, wohl keine Kregsflüchtlinge, davon haben sich 9 registrieren lassen, die andern verweigerten ihre identität. und lösen sich in Luft auf.
        Für iceman sind natürlich alles Mittmenschen.
        Idioten, Terroristen, Fanatiker, rechte Hetzer – aber mehrheitlich vor allem Nachbarn, Freunde, Kollegen, … MITMENSCHEN 🙂

    • gerecht

      NPD in Bozen NEIN, die bekommen kein Aufenthaltsrecht
      bin gegen alle kriminelle Leute
      (aber da sind nicht immer Flüchtlinge ) …

    • franz

      Dass sich unter Immigranten auch Jihadisten und Terroristen befinden ist kein Geheimnis.
      Auch, dass in Italien Jihadisten nicht viel zu befürchten haben während man italienische Staatsbürger mit Steuern und Equitalia massakriert.
      Jihadisti d’Italia, è caos: arrestati con l’accusa di terrorismo, uno su 4 è scarcerato
      31 marzo 2016
      HANNO SCARCERATO PERSINO “HITLER”. Così infatti gli amici chiamavano il curdo iracheno Ibrahim Jamal: pericoloso jihadista per i carabinieri del Ros, vittima di un incredibile errore giudiziario secondo il pubblico ministero di Trento. Dopo che a novembre nome e soprannome di Jamal avevano fatto il giro del mondo per definire l’uomo di punta del gruppo del mullah Krekar, predicatore che dalla Norvegia reclutava mujaheddin per Al Ansar al Islam, i magistrati hanno annullato l’arresto di “Hitler” e quello di altri 7, su 17 catturati nell’operazione che aveva sgominato «una pericolosa associazione terroristica» a Merano. Un caso, questo, che racconta il cortocircuito del sistema giudiziario italiano in materia di terrorismo: il 20 per cento degli arrestati nello scorso anno è già stato liberato.
      DETENUTI PER IL 270 BIS
      http://www.repubblica.it/cronaca/2016/03/31/news/jihadisti_d_italia_e_caos_arrestati_con_l_accusa_di_terrorismo_uno_su_4_e_scarcerato-136588742/?ref=HREC1-6

    • yannis

      Natürlich bemerken die Kritisierer dieses Treffens (man kann darüber denken wie man will) nicht dass die „Einladung“ dazu indirekt von den Links Grünen Weltverbessern erstellt wurde.

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