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    Das verwaiste Auto

    unfallauto vorneEin stark beschädigtes Fahrzeug, das in Tschötsch von der Fahrbahn abgekommen ist, gab der Brixner Stadtpolizei Rätsel auf: Der Besitzer war anfänglich nicht auffindbar.

    von Erna Egger

    Anrainer hatten die Stadtpolizei Brixen verständigt: Sie hatten gestern ein stark beschädigtes Fahrzeug in einer Wiese nahe des Ortszentrums in Tschötsch bei Brixen entdeckt. Es gab keine Verletzten, der Besitzer war verschwunden.

    „Wir rätseln, was passiert ist. Das Fahrzeug ist vollkommen zerstört, der Fahrer nicht auffindbar, auch telefonisch konnten wir ihn nicht erreichen“, berichtete Egon Bernabè von der Stadtpolizei gestern Vormittag.

    Laut Stadtpolizei hat der Kleinbus mit einheimischen Kennzeichen die Leitplanken durchbrochen. Nachdem er sich einmal überschlagen hatte, blieb er im Weinberg stehen.

    Eine Vermutung: Das Fahrzeug wurde am Straßenrand abgestellt, die Handbremse hat sich dann gelöst, bzw. war nicht richtig angezogen. Infolgedessen hat sich der Kleinbus rückwärts in Bewegung gesetzt.

    „Dass sich aber der Fahrer nicht in der Umgebung aufgehalten hat, verwundert uns. Wir ermitteln nun die Umstände“, so der Stadtpolizist. Bernabè fügt hinzu: „Wichtig ist, dass sich niemand verletzt hat. Weder im Bus noch auf der Wiese hat sich jemand aufgehalten. Auch keine Fußgänger waren unterwegs. Denn so etwas könnte natürlich schlimm ausgehen.“

    Die TAGESZEITUNG hat den Besitzer am Nachmittag erreicht: „Zum Glück hat sich niemand verletzt“, ist Siegfried Salcher aus Brixen erleichtert.

    unfallauto-hintenSeine Erklärung: „Ich habe mein Fahrzeug auf dem Parkplatz eines befreundeten Mechanikers in Tschötsch abgestellt, der mir manchmal Reparaturen durchführt. Dann bin ich nach Meran gefahren.“

    Der Mechaniker habe ihn am Vormittag angerufen. Zum Vorgefallenen: „Er hat mir berichtet, dass er das Auto in die Werkstätte fahren wollte. Er hat das Fahrzeug vor dem Garagentor abgestellt, stieg aus, um das Tor zu öffnen. Den Motor ließ er aber laufen, die Handbremse hatte er jedoch angezogen. Diese muss er auch gezogen haben, sonst wäre er bei dieser steilen Straße gar nicht vom Auto hinaus gekommen. Trotzdem hat sich das Auto dann in Bewegung gesetzt und ist den Abhang hinunter. Als sich der Mechaniker umdrehte, war das Auto schon weg“, beschreibt Salcher.

    Der Busbesitzer sei dann sofort nach Brixen gefahren. Auf der Fahrt sei er von der Stadtpolizei kontaktiert worden.

    Damit hat sich das Rätsel rund um den Besitzer gelöst. „Das Auto hat einen Totalschaden. Es hatte noch einen Wert von rund 20.000 Euro“, beklagt Salcher, der mittlerweile die Versicherung verständigt hat.

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