Du befindest dich hier: Home » News » Pralinen und Rabatte

    Pralinen und Rabatte

    alperia stromDie Kunden von Alperia erhalten günstigeren Strom. Mit diesen Angeboten will man die Südtiroler auf den freien Markt locken – und sie von der italienischen Konkurrenz abwerben.

    von Heinrich Schwarz

    Vor kurzem kam die Ankündigung von Energielandesrat Richard Theiner, dass der überwiegende Teil der Südtirol dank Alperia künftig weniger für Energie bezahlen muss. Im Zuge der Fusion von SEL und Etschwerke zu Alperia wollte man dazu kein Versprechen abgeben, da man Zweifel hatte, dieses halten zu können – doch jetzt haben sich die Rahmenbedingungen geändert. Alperia hat in den letzten Wochen intensiv an einem neuen Tarifmodell gearbeitet.

    Der TAGESZEITUNG liegen jetzt die neuen Angebote von Alperia vor. Das zentrale Produkt für Privatkunden im Strombereich nennt sich „Alperia Welcome“. Und der neue Energieriese zögert nicht zu kommentieren: „Das derzeit günstigste Angebot auf dem freien Markt“.

    Sieht man sich die Konditionen an, scheint Alperia tatsächlich nicht zu viel zu versprechen: Vorgesehen ist ein garantierter Rabatt auf den Energiepreis des geschützten Marktes. Es ist dies die einzige Komponente des Strompreises, auf die man Einfluss nehmen kann. Der Rabatt soll im ersten Jahr 20 Prozent betragen, im zweiten Jahr 15 Prozent und ab dem dritten Jahr zehn Prozent. Bisherige SEL- oder Etschwerkekunden erhalten laut Produktbeschreibung zudem einen Bonus von 20 Euro. Und: „Zum monatlichen Preis von nur 1 Euro garantieren wir die Lieferung von Energie, die zu 100 Prozent aus Südtiroler Wasserkraft stammt.“

    Das verlockende Angebot versüßt man noch mit dem „Alperia Welcome Kit“: „Ein exklusives Willkommensgeschenk bestehend aus hochwertigen Schokolade-Pralinés.“

    Unter anderem mit Pralinen bewirbt die Gesellschaft in öffentlicher Hand auch das Produkt „Alperia Welcome Plus“. Dieses richtet sich an Kunden, die die verfügbare Leistung von 3,3 Kilowatt erhöhen wollen. Für die Erhöhung erhalten sie einen Bonus von 150 Euro – und können gleichzeitig von einem garantierten Rabatt von zehn Prozent auf den Energiepreis des geschützten Marktes profitieren.

    Die Angebote sprechen eine klare Sprache: Zum einen will Alperia die Südtiroler von anderen Stromanbietern abwerben und unter ein Dach bringen. Dieses Ziel wird durch die Tatsache bekräftigt, dass die Angebote exklusiv Haushalten innerhalb der Landesgrenzen vorbehalten sind. Heute hat unter anderem die ENEL noch mehrere 10.000 Kunden in Südtirol.

    Zum anderen will man die Südtiroler vom geschützten zum freien Markt locken. „Viele glauben, dass sie im geschützten Markt besser dran sind und einen besseren Tarif haben. Das Gegenteil ist der Fall. Denn im freien Markt kann man einen Skonto auf den Energiepreis des geschützten Marktes geben“, stellt Alperia-Pressesprecher Stefan Stabler klar.

    Bei der SEL gab es immer nur Angebote auf dem freien Markt gegeben. Die bisherigen Etschwerkekunden hingegen sind zum Teil noch im geschützten Markt. Die Liberalisierung erfolgte erst im Jahr 2007.

    Ob die neuen Alperia-Produkte günstiger sind als die bisherigen Tarife? „Derzeit kann ich nur soviel sagen: Der überwiegende Teil kommt bei einem Wechsel günstiger davon“, so Stabler. Die Statistiken werden noch ausgewertet.

    Für die Geschäftskunden wurde das Produkt „Alperia Business Power“ ausgearbeitet. Es orientiert sich an der Idee der Etschwerke, wonach in den Zeiträumen mit dem höchsten Stromverbrauch die größeren Rabatte gewährt werden.

    Im Gasbereich – die Produkte heißen „Alperia Gas“ und „Alperia Business Gas“ – ist ein Rabatt von sieben Prozent auf die Komponente Rohstoff Gas vorgesehen.

    Clip to Evernote

    Kommentare (8)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • itler

      > Es orientiert sich an der Idee der Etschwerke, wonach in den Zeiträumen mit dem höchsten Stromverbrauch die größeren Rabatte gewährt werden.

      Welchen Sinn macht es die höchsten Rabatte zu geben wenn der Strom am teuersten ist?

      • gerecht

        so machen es Verkäufer auch …
        Preis multiplizieren ..
        Rabatte oder Skonto geben …
        dann ist es der „Beste“ Imageverbessert …
        … obwohl der erlaubte Preis viel niedriger ist …
        wenn es alle so machen, fällt es keinen Kunden auf …
        obwohl es Betrug für eigene Tasche ist …

    • morgenstern

      Ich lach mich krumm,…. „Energieriese“!!!! im Vergleich zu ENEL kaum mehr als ein Fliegenschiss.

      • meintag

        Wenn man denkt dass Alperia Ablesungen und Rechnungszustellung für andere kleine Stromlieferanten Südtirols macht nur weil diese sich Programme nicht leisten können. Die Rechnungen hierfür übersteigen aber übers Jahr die Einkaufskosten solcher IT Anschaffungen und der Endverbraucher hat so das Nachsehen in unserem mafiaähnlichen System.

    • franz

      Hier scheint einiges nicht zu stimmen. und im völligen Widerspruch zu stehen.
      1.) Erste Behauptung (…..)Sieht man sich die Konditionen an, scheint Alperia tatsächlich nicht zu viel zu versprechen: Vorgesehen ist ein garantierter Rabatt auf den Energiepreis des geschützten Marktes. Es ist dies die einzige Komponente des Strompreises, auf die man Einfluss nehmen kann.
      2.) Alperia Welcome Plus“. Dieses richtet sich an Kunden, die die verfügbare Leistung von 3,3 Kilowatt erhöhen wollen. Für die Erhöhung erhalten sie einen Bonus von 150 Euro – und können gleichzeitig von einem garantierten Rabatt von zehn Prozent auf den Energiepreis des geschützten Marktes profitieren.
      3.) Widerspruch ? Für die Geschäftskunden wurde das Produkt „Alperia Business Power“ ausgearbeitet. Es orientiert sich an der Idee der Etschwerke, wonach in den Zeiträumen mit dem höchsten Stromverbrauch die größeren Rabatte gewährt werden. (……) jeder weiß, dass der Strompreis am günstigsten ist wenn am wenigsten Strom verbraucht wird z. Nachts oder Sonntags wenn die Fabriken still stehen. ( Angebot und Nachfrage ) Strompreis wird auf der Strombörse gestaltet wird. Davon abgesehen , dass Kernkraftwerke langsam regulierbar sind und zum Spitzenstrom teurer Strom von Wasserkraftwerken kommt.
      “Energie, die zu 100 Prozent aus Südtiroler Wasserkraft stammt.“ (…….) was wenn nicht genügend Wasser vorhanden ist um den Strombedarf mit Wasserkraftwerken in Südtirol zu versorgen ? ( Beispiel – im Winter bei langer Trockenperiode +++
      4. Zum anderen will man die Südtiroler vom geschützten zum freien Markt locken. „Viele glauben, dass sie im geschützten Markt besser dran sind und einen besseren Tarif haben. Das Gegenteil ist der Fall. Denn im freien Markt kann man einen Skonto auf den Energiepreis des geschützten Marktes geben“, stellt Alperia-Pressesprecher Stefan Stabler klar. (……..)
      4 die Liberalisierung erfolgte erst im Jahr 2007.
      in der Tat die Liberalisierung des Strommarktes erfolgte 2007 und wird jetzt von der Strombörse vom Netzwerkbetreiber TERNA ( Tochtergesellschaft von Enel ) betrieben
      decreto legislativo n. 79 del 16 marzo 1999, noto come decreto Bersani, e il successivo decreto-legge n.73/07, basati entrambi sulle direttive del Parlamento dell’Unione Europea sull’argomento (direttiva UE 96/92/CE).
      Dal 1° Luglio 2007 la posizione dell’Italia al riguardo si è allineata al resto dell’Unione Europea, completando la liberalizzazione del mercato dell’energia elettrica, a sostituzione del sistema di monopoli
      http://tariffe.segugio.it/guide-e-strumenti/mercato-energia.aspx
      Wann kostet Strom weniger ?
      http://www.hikaru.it/quando-l-energia-elettrica-costa-meno.html

    • besserwisser

      wartet mal auf die bilanz liebe tageszeitungsleser. da wird euch hören und staunen vergehen …
      dann wird man sehen wie das geht mit den preisen …

    • franz, hast du dazu einen link?

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen