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    „Schlechter Scherz“

    „Schlechter Scherz“

    Der Freiheitliche Pius Leitner spricht sich gegen das Vorhaben von Bildungslandesrat Philipp Achammer aus, die Schulnoten abzuschaffen.

    Es war Landesrat Achammer selbst, der jüngst die mangelnde Qualität der Lehrerausbildung auf die politische Tagesordnung gesetzt hat.

    „Dies ist umso bemerkenswerter, als sonst die landeseigenen Einrichtungen immer als die besten gelobt und gepriesen werden. Mit der Notwendigkeit einer eigenen Ausbildungsstätte für die Lehrer wurde seinerzeit ja die Uni Bozen begründet. Der Wink mit dem Zaunpfahl, im Falle anhaltender Mängel andere Bildungsinstitutionen mit der Ausbildung zu betrauen, wird seine Wirkung hoffentlich nicht verfehlen. Andererseits fragt man sich, wo die personellen Konsequenzen bleiben”, schreibt der freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner, in einer Aussendung.

    „In diesem Zusammenhang klingt der Vorschlag, die Schulnoten abschaffen zu wollen, widersprüchlich und eher als schlechter Scherz denn als Schritt zu einer Qualitätssteigerung. Soll das die ‘buona scuola’ werden? Wieder einmal erleben wir eine Diskussion, die in Deutschland bereits vor Jahren geführt wurde. Auch dort waren und sind es die Linken von Grünen und SPD, die in naiver Romantik einer Gefälligkeitspädagogik den Weg ebnen wollen”, so Leitner.

    „Es ist erwiesen, dass die meisten Schüler und Eltern mit den Noten kein Problem haben. Für beide sind sie ein Gradmesser für die aktuelle Leistungsbilanz sowie Orientierungshilfen für notwendige Konsequenzen. Nur wenn sich Eltern immer wieder darüber informieren, welches der Leistungsstand ihrer Kinder ist, nur wenn sie Anteil nehmen an der schulischen Entwicklung ihrer Kinder, hilft man ihnen wirklich: ohne eine Erziehungsoffensive kann eine Bildungsoffensive nicht erfolgreich sein”, ist Leitner überzeugt.

    Leitner abschließend: „Die Schule hat nicht die Aufgabe, die Kinder auf eine Wohlfühlgesellschaft vorzubereiten, sondern auf die Herausforderungen einer Leistungsgesellschaft. Noten sind sowohl für höhere Schulen als auch für Unternehmer ein klares Kriterium. Der Verzicht auf Noten würde das Gegenteil von dem bewirken, was die Befürworter deren Abschaffung vorgeben zu wollen. Für Kinder aus Familien, die sich um das schulische Weiterkommen wenig kümmern, sind gute Noten die beste Grundlage dafür, dass sie eine weiterführende Schule besuchen können.”

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    Kommentare (3)

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    • franz

      Da hat Pius Leitner wiedereinmal vollkommen recht.
      Achammer und seine Genossen von SVP/PD sind einfach nur mehr lächerlich und beängstigend.
      Anstatt sich um mehr Sicherheit bzw. mit der illegalen Einwanderung zu beschäftigen, kommen sie mit solchen dummen Vorschlägen.

    • george

      Ihr führt Schule und Bildung ad absurdum. Da fehlt nur noch, dass ihr die Schüler gleich schon promoviert noch bevor das Schuljahr um ist, unabhängig davon, welche Kompetenzen sie aufzeigen oder sie gewillt sind sich in ihren Fähigkeiten weiter entwickeln. Kein Wunder, wenn immer mehr Universitäten und Fakultäten Aufnahmeprüfungen einführen und dazu auch eigene Eintrittskompetenzen abfragen, wenn ihr es versäumt das zu tun. Das praktische Leben verlangt Prüfungen und Nachweise von Kompetenzen auf alle Fälle und kennt darin meist keine Schonung. Und wieviele knicken dann dabei ein, wenn sie nie darauf eingewöhnt worden sind?

    • morgenstern

      Noten haben etwas Eindeutiges, sie sind der Filter, die Gesellschaft vor akademische Blindgänger zu schützen und somit Schaden vom Volk abzuwenden.

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