Du befindest dich hier: Home » Südtirol » Arzt am Berg

    Arzt am Berg

    Mit Landschaftsbildern und blau lackierten Fingernägeln geht das Land auf Ärztesuche – online, „low budget“ und im persönlichen Gespräch. Ob diese Anstrengungen reichen? DAS VIDEO.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (6)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • markusgufler

      Nun für sich alleine wird es das ständig stringentere Problem wohl nicht lösen aber einen kleinen positiven Beitrag könnte es leisten. Ein NEIN bei der Flughafen-Befragung würde mit ziemlicher Sicherheit deutlich mehr bewirken … in die umgekehrte Richtung.

      • andy

        Arztsuche mit Flughafen verbinden? hast gerade den Preis für den dümmsten Kommentar gewonnen!
        Bekommst eine SVP Mitgliedschaft, falls du die nicht eh schon hast!
        Gratulation!

        • markusgufler

          Weißte was Andy? Du meldest Dich bei mir mit Klarnamen, dann versuchen wir 20 zufällig ausgewählte Ärzte in Zentraleuropa zu befragen, ob ein Flughafen ihre Entscheidung für einige Jahre nach Südtirol zu kommen in irgend einer Form beeinflussen würde. Das Ergebnis posten wir dann hier. Was sagst Du dazu?

          • mairwalter

            @markusgufler
            Wir brauchen keine Ärzte aus Zentraleuropa! Schauen sie einmal auf die Warteliste bei den Einschreibungen und die Auslese an, dann wissen Sie wie viele Südtiroler Jugendliche Medizin studieren. Das Problem liegt in der Unfähigkeit der Politik, den Jungärzten ihren Beruf in Südtirol schmackhaft zu machen. Da würde auch ein Flughafenausbau daran nichts ändern! Übrigens: Erklären Sie mir mal den Zusammenhang von Flughafen und Ärzte! 🙂

            • markusgufler

              Ganz einfach: Diese Werbekampagne mit Landschaftsbildern ist mit ziemlicher Sicherheit nicht an jene Südtiroler Jungärzte gerichtet, die sie schon von ihrer Jugend auf kennen, sondern versucht den Standort Südtirol auch auswärtigen Fachkräften schmackhaft zu machen. Die könnten sich davon überzeugen lassen, wenn sie auch eine gute Möglichkeit sehen, die Strecke in ihre Heimat mehrmals pro Jahr relativ einfach zurück zu legen. Stichwort: Erreichbarkeit.

              Natürlich ist das für sich alleine kein Allheilmittel, denn der Ärztemangel ist ein mindestens europaweites Phänomen welches sich nur durch deutlich mehr Investitionen in deren Ausbildung lösen lässt. Bis das großflächig politisch beschlossen ist und die Jungärzte das Studium und die Ausbildung abgeschlossen haben werden mindestens 12-15 Jahre umgehen. Das ist also keine kurzfristige Lösung welche die vielen, kurz vor der Pension stehenden Hausärzte noch ausbügeln könnten.

              In der vergangenen Jahren gab es sowohl in Deutschland wie auch in Österreich begrenzte Studienplätze (Numerus clausus oder Aufnahmetests wo nicht einmal jeder Zehnte eine Stelle ergattern konnte: http://derstandard.at/2000018531094/Mehr-als-11000-Bewerber-wollen-Medizin-studieren) Das ist aber nicht wegen des fehlenden Bedarfes sondern weil die Ausbildung an den Universitäten und Kliniken Geld kostet das bisher schlichtweg nicht genehmigt wurde. Es herrscht also zweifellos ein europaweiter Wettbewerb der vorhandenen Kompetenzen.

              Vielleicht hilft uns ja ein Blick auf http://www.planetmedizin.com/ der Südsterne weiter. Das sind zwar keine externen Ärzte die eventuell zu uns kommen, sondern lokale die sich bereits andernorts haben anwerben lassen. Deren Einschätzung zum Thema Erreichbarkeit könnte aber doch sehr interessant sein. Wenn man sich einfach mal die Referenten der vergangenen Jahre anschaut, sieht man praktisch durchwegs Wirkungsstätten mit sehr guter Erreichbarkeit.

    • mairwalter

      @markusgufler
      Ihre Argumente überzeugen mich keineswegs! Soll das Fass ohne Boden wegen weniger Ärzte,die ein paar Mal im Jahr nach Hause fahren, weiterfinanziert werden? Auch ihr zweites Argument, nämlich, dass sich hiesige Ärzte anderswo anwerben haben lassen, sticht nicht ! Es ist unser marodes und veraltetes Gesundheitssystem und die mangelnden Perspektiven, die sie in die Ferne treibt. Fachausbildungen sowie Arbeit, sind auf Universitäteskliniken wesentlich besser, um sich das nötige know-how anzueignen. Sie bleiben, wenn es keine wesentlichen fachliche Perspektiven und Vorteile im heiligen Land Tirol gibt, einfach dort, wo man effizient und wissenschaftlich arbeiten kann. Nicht dort, wo wie bisher zwei verschiedene EDV Programme angewendet worden sind und somit die eine Hand nicht weiß, was die andere macht. Was das alles mit dem Flughafen zu tun hat, bleibt mir weiterhin ein Rätsel….

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen