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    Die BBT-Aufträge

    (v. l.) Martin Ausserdorfer, Michl Ebner, Arno Kompatscher, Raffaele Zurlo

    (v. l.) Martin Ausserdorfer, Michl Ebner, Arno Kompatscher, Raffaele Zurlo

    In der Handelskammer Bozen fand am Montag eine Tagung für die Unternehmer zum BBT statt. Dabei ging es um die wirtschaftlichen Aspekte des Baus: Ausschreibung, Vergabe, Subaufträge.

    Am Montagvormittag fand in der Handelskammer Bozen eine Tagung für die Unternehmer/innen zum Brenner Basistunnel statt. Im Vordergrund standen die wirtschaftlichen Aspekte des Baus. Es wurde über die Ausschreibungs- und Vergabemechanismen gesprochen und über Subaufträge beziehungsweise die Vergabe von Arbeiten, die indirekt zum Tunnel gehören. Diese Themen sind besonders für die kleineren und mittleren Unternehmen in Südtirol von Interesse.

    Der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, begrüßte die Teilnehmer in der Handelskammer und unterstrich dabei wie wichtig große Infrastrukturprojekte für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes sind: „Es ist uns ein Anliegen, dass möglichst viele Aufträge, die indirekt mit dem Tunnelbau zusammenhängen, an die Südtiroler Unternehmen vergeben werden. Deshalb organisiert die Handelskammer immer wieder Informationsveranstaltungen zu diesem Thema.“

    Bereits im Juni 2015 hat die Handelskammer Bozen in Zusammenarbeit mit der Handelskammer Trient eine Tagung zum BBT in der Festung Franzensfeste arrangiert. Damals stand die Veranstaltung unter dem Motto „Bau von Großprojekten – Chancen für KMU’s“.

    Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte in seinen Grußworten, dass an die Politik immer wieder eine stärkere Beteiligung und Einbindung der lokalen Wirtschaft beim Bau des BBT herangetragen wurde: „Die Adressaten für diese Forderung sind aber in erster Linie die Verantwortlichen der BBT SE. Die Tagung ist die Gelegenheit, gemeinsam mit den Interessenvertretern Möglichkeiten und Maßnahmen zu klären. Ich begrüße es sehr, dass die Handelskammer die Plattform dazu zur Verfügung gestellt und die Initiative aufgegriffen hat.“

    Die Tagung begann mit der Vorstellung der bisherigen Ausschreibungen und der weiteren Vorgehensweise. Anschließend wurden die Tagungsteilnehmer über die Maßnahmen der BBT SE, die Errichtergesellschaft des Brenner Basistunnels, für Transparenz bei den Vergaben und Subaufträgen informiert. Der BBT ist ein Bauprojekt von europäischer Dimension und dementsprechend komplex sind die Ausschreibungsmechanismen.

    „Die BBT SE achtet darauf, dass alle Informationen zur Vergabe von Aufträgen transparent aufliegen, sodass alle Unternehmen darauf zugreifen können und die Möglichkeit haben, beim Auswahlverfahren mitzumachen“, sagen Raffaele Zurlo, Vorstandsdirektor der BBT SE und Martin Ausserdorfer, Direktor der Beobachtungsstelle zum Bau des BBTs und des Südzulaufs.
    Von den einheimischen Wirtschaftstreibenden wird jedoch bemängelt, dass sie beim Bau des Brenner Basistunnels nur am Rande beteiligt sind.

    Dazu Markus Kofler, Präsident des Kollegiums der Südtiroler Bauunternehmer: „Die Südtiroler Baubranche ist überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit der BBT SE noch verbessert werden kann, sodass mehr einheimische Betriebe die Möglichkeit bekommen, von dieser einmaligen Gelegenheit zu profitieren.“

    Der Brenner Basistunnel wird voraussichtlich im Jahr 2026 in Betrieb genommen und ist dann mit seinen 64 Kilometern der längste unterirdische Eisenbahntunnel der Welt. Er bildet das Herzstück der Nord-Süd-Hochleistungseisenbahnachse zwischen Berlin und Palermo.

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    Kommentare (1)

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    • george

      Wie oft werden wir noch angelogen? Zuerst wurde der BBT mit 54 km vorgegeben, später mit 55 km und jetzt soll er bereits 64 km lang sein und 2026 in Betrieb gehen. Wer glaubt wird selig. Ich glaube denen schon lange nichts mehr. Die Schweizer haben für den Bau des Gotthardbasistunnels mit 54 km Länge inzwischen 26 Jahre gebraucht.

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