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    „Wichtiges Zeichen“

    „Wichtiges Zeichen“

    Der Senat hat am Donnerstag das Gesetz zur Homo-Ehe verabschiedet. Warum SVP-Senator Hans Berger trotz anfänglicher Skepsis am Ende mit Ja gestimmt hat.

    TAGESZEITUNG: Herr Senator, der Senat hat am Donnerstag endlich das Gesetz zur Homo-Ehe verabschiedet. Ihre Reaktion?

    Hans Berger: Nach meinem Interview mit der TAGESZEITUNG, wo ich meine Vorbehalte geäußert hatte, wurde das Gesetz jetzt wie gefordert abgeändert. Die umstrittene Adoption ist rausgenommen worden, auch der Passus zur „fedeltà“, auch wenn dieser aus meiner Sicht durchaus drinnen hätte bleiben können.

    Sie haben sich mit Ihrer Linie durchgesetzt?

    Viele waren auf meiner Linie, teilweise wurde auch eine noch extremere Linie vertreten. Für mich bedeutet die Herausnahme der Adoption, dass der Familie im ursprünglichen Sinne ein Wert eingeräumt wurde. Das ist ein wichtiges Zeichen. Als Befürworter einer rechtlichen Regelung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften habe ich dem Gesetz zugestimmt. Dieses Gesetz sieht gegenseitige Rechte und Pflichten der Partner vor, ihnen werden Erb-, Pensions- und Privacyrechte zugestanden. Zudem können die Partner sich nun auch im Krankenhaus besuchen.

    Interview: Matthias Kofler

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (7)

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    • franz

      Zwar nicht gerade die feine demokratische Art Gesetze mit der Vertrauensfrage zu verbinden. Und mit einer Umbesetzung bzw. Neubesetzung einiger Ministerposten sich auf dieser Weise eine neue Mehrheit zu verschaffen.
      http://www.ilfattoquotidiano.it/2016/01/28/governo-al-via-mini-rimpasto-costa-agli-affari-regionali-e-dorina-bianchi-ai-rapporti-parlamento/2414800/
      Mit Hilfe der Verdiniani (Alleanza Liberalpopolare-Autonomie (AL-A), und der Autonomie – Gruppe Zeller und Genossen hat Renzi vorerst einmal einen Teilerfolg erzielt.
      Senator Zeller meint zwar “Das primäre Interesse ist das Wohl des Kindes und nicht der Anspruch der Lebenspartenerschaften auf eine Adoption. “ (……..)
      Als Verfassungsrechter und Senator weiß er sicher , dass mit dieser Entscheidung hinsichtlich Adoption Tür und Tor geöffnet wurden.
      Wie Zeller selbst meint. (…..) Die künftige Entwicklung ist somit auch in Italien bereits vorgezeichnet, und zwar unabhängig davon, ob das Parlament aktiv wird oder nicht. Das einzig wichtige ist, dass die Überprüfung der von Seiten der Gerichte im Einzelfall gewährleistet wird, d.h. eine strenge Prüfung erfolgt, ob im Einzelfall die Voraussetzungen für eine Adoption gegeben sind und dass dabei einzig und allein die Belange des Kindes berücksichtigt werden. ))
      (…….)“ Via stepchild e obbligo di fedeltà. Dopo le ultime trattative fra Pd e Ncd, la norma sulla stepchild adoption è stata stralciata. Ma è stata salvata almeno l’ultima parte dell’articolo 3. Quella che fornisce alle coppie gay un paracadute sulle adozioni, lasciando ai giudici la facoltà di decidere con le sentenze i casi in cui ammettere l’adozione agli omosessuali del „figlio del partner“. ))
      Senator Zeller Senator Berger und Genosssen haben dabei wohl vergessen, dass Kinder auch Rechte haben. Jedes Kind hat ein Recht auf Mutter und Vater. In der Struktur einer homosexuellen „Familie“ wird dieses Recht dem Kind geplant und bewusst verwehrt. Das ist eine grundlegende Verletzung des Kindesrechts.
      Ein Kind, das in dem Bewusstsein aufwächst, seine beiden Eltern seien zwei Frauen oder zwei Männer, wird in seinem Wissen um seinen zweigeschlechtlichen Ursprung manipuliert. Das wird sich negativ auf seine Identitätsbildung auswirken.
      http://www.dijg.de/homosexualitaet/adoptionsrecht/recht-mutter-vater/

    • melina

      Was spricht dagegen?
      Wie beeinflusst es das Leben anderer?
      Warum sollen Heterosexuelle besser als andere Menschen sein?

    • franz

      Was spricht dagegen.
      Na ja da gibt es einiges .
      Vorausgeschickt, dass Homosexuelle grundsätzlich keine schlechte Menschen sein müssen, gibt es jedoch einige wesentliche Unterschiede die für einer Gleichstellung dagegen sprechen.
      Wie schon geschireben haben Kinder auch Rechte, wie z. B das Recht auf einen Papi und einer Mami.
      Abgesehen davon, haben Homosexuelle Im Gegensatz zu Hetero-Partnerschaften den Nachteil, dass ihre sexuellen Aktivitäten hinsichtlich Fortpflanzung folgenlos bleiben und so gesehen keinen Beitrag für den Fortbestand der Menschheit leisten, was natürlich schwerwiegende Folgen für die Gesellschaft bzw. für den Fortbestand haben würde wenn es nur Homosexuelle geben würde.
      An dieser Tatsache wird sich auch durch Gesetze wie das “ddl cirinna “ nicht ändern.
      Wenn Schwule oder Lesben nicht auf ein eigenes Kind verzichten wollen, gibt es immerhin die Möglichkeit sich therapieren zu lassen. Zu empfehlen wäre eine Therapie bei den Psychotherapeut aus den USA von Joseph Nicolausi
      Seine Spezialität ist es, Leute mit homosexuellen Neigungen so zu therapieren, dass sie sich in die heile Welt der heterosexuellen Beziehung einfügen können, deren Happy End und Krönung ja bekanntlich die Ehe mitsamt dem ihr entsprießenden Nachwuchs ist.
      Vorbei sind die Zeiten, in denen Homosexuellen nichts anderes übrigblieb, als mit ihren pathologischen Neigungen zu leben oder dem Tipp des Herrn Freud zu folgen, der meinte, Homosexuelle täten am besten daran, ihre fehlgeleiteten Triebe zu sublimieren. Seine Vorschläge dazu, wie diese Sublimierung von statten gehen könnte, waren ja durchaus konstruktiv. Der männliche Homosexuelle – so meinte er – könnte sich zum Beispiel als Herrenschneider betätigen und bei dieser Tätigkeit seine Triebe auf eine der Gesellschaft nützliche Weise befriedigen.

      • melina

        1) Kinder haben Recht auf Eltern, ja. Alleinerziehende Mütter müsste dann nach dieser Begründung das Kind genommen werden. Heißen Sie das für vernünftig?
        Die Natur hat uns nicht nur die Familienkonstellation „Vater-Mutter“ gegeben. Es gibt viele Arten von Familien und alle funktionieren auf die gleiche Art und Weise. Was gibt ein Vater was eine Mutter nicht geben kann (und umgekehrt)?

        2) Viele Partnerschaften haben nicht die Möglichkeit, Kinder zu bekommen. Paare wo ein Partner unfruchtbar ist, Paare die über 50 Jahre alt sind usw. können alle keine eigenen Kinder bekommen. Darf jetzt eine 62-Jahre alte Frau nicht mehr ihren Freund heiraten, da die Ehe kinderlos bleiben wird? Wenn Sie so denken, dann müssen Sie auch diesen Menschen die Ehe vorenthalten.

        3) Homosexualität ist keine psychische Störung. Würden Sie die 6 Kriterien, die man zur Diagnose von psychischen Krankheiten braucht, kennen, so würden Sie wissen, dass Homosexualität in keiner Weise diese Kriterien erfüllt. Soll ich Sie Ihnen noch einmal aufzählen?

        Wenn Sie der Meinung sind, man müsse aufgrund dieser zwei Tatsachen Homosexuellen die Ehe (sowie Adoption) verweigern, dann bitte sprechen Sie auch Alleinerziehenden, sowie unfruchtbaren Paaren Ehe und Kind ab. Oder wollen Sie sich der Doppelmoral schuldig machen?

    • franz

      1. Niemand sagt, dass eine alleinerziehende Mutter oder ein alleinerziehender Vater nicht einen neuen Partner finden bzw. mit ihn zusammenleben oder sogar heiraten darf.
      2.Wieso sollte man Alleinerziehenden Frauen oder Männer ihr Kind endziehen, abgesehen davon , dass jedes Kind eine biologischen Pappi und eine biologische Mami hat kann ein Kind das ihre Mami oder ihren Vater verliert ( wie auch immer ) bleibt dieser Elternteil ihr Vater oder ihre Mutter. Wenn Vater oder Mutter tragischerweise fehlen wie etwa bei Alleinerziehenden, hat das Kind die Möglichkeit, diesen Verlust zu betrauern und konstruktiv zu bearbeiten. Wenn dem Kind dagegen vermittelt wird, eine homosexuelle „Familie“ sei eine vollständige, nur eben alternative Familienform, verhindert dies, dass das Kind den realen Verlust von Vater oder Mutter betrauern kann. Damit bleibt der Verlust abgespalten und wird sich destruktiv auf die psychosoziale Entwicklung des Kindes auswirken.
      http://www.dijg.de/homosexualitaet/adoptionsrecht/recht-mutter-vater/
      Ob Homosexualität eine psychische Störung ist, darüber sind sich Psychologen nicht ganz einig. S. Freud hatte dazu seine Meinung wie schon geschrieben. oder eben der Psychotherapeut aus den USA Joseph Nicolausi. der anscheinend schon viele erfolgreich therapiert haben soll. ein Versuch würde ja nicht schaden.
      Darf jetzt eine 62-Jahre alte Frau nicht mehr ihren Freund heiraten, da die Ehe kinderlos bleiben wird? (……) niemand sagt, dass diese Frau ihren Freund nicht heiraten darf, mit den Kinderkriegen dürfte es allerdings problematisch sein. Männer hingegen können auch noch mit 80 noch ein Kind zeugen.
      Wenn es so wäre wie sie meinen, dann wär dies auch ein Art Diskriminierug von der Natur.
      Ganz zu schweigen vom Thema Leimutterschaft, was so etwas wie Menschenhadel ist, Naturgesetze kann man nicht ändern auch nicht mit einen ddl -cirinna.

      • melina

        1. In der Zeit, in der diese/r Mutter/Vater keinen Partner hat, ist er oder sie ALLEINERZIEHEND (sagt ja schon das Wort). Dann dürfte sich das Kind in dieser Zeit sich nicht bei dem einen Elternteil aufhalten, da es ja ein „Recht“ auf Mutter UND Vater hat (wo auch immer das ein „Recht“ sein soll, steht auf jeden Fall nicht unter den Kinderrechten) und es in dieser Zeit bei dem ALLEINERZIEHNDEN Elternteil dieses Recht nicht bekommt. Dann muss das Kind weg, bis das Elternteil eine/n Partner/in gefunden hat.

        2. Ja und? Glauben Sie, dass Kinder von homosexuellen Paaren keine biologischen Eltern haben?
        Nein hat es nicht, da genau so der Fall sein kann, dass Vater/Mutter weggefallen sind, als das Kind noch gar nicht hier war. Das Kind wird nicht einer Situation nachtrauern, die es nicht kennt.

        3. Psychologen waren sich darüber bis SPÄTESTENS 1993 nicht einig, ab da fiel es aber sogar aus der Liste des ICD-10. Die einzigen „Psychologen“, die Homosexualität als psychische Störung ansehen, sind die Psychologen, die Patienten mit noch mehr Problemen entlassen. Die Unterdrückung der eigenen, sexuellen Orientierung (die bei jenen als Ziel gilt) führt zu Sexualstörungen. Kein seriöser Psychologe therapiert so etwas.

        Eine psychische Störung ist ausschließlich mit einem Leidensdruck verbunden, der den/die Betroffene/n davon abhält, einen normalen Alltag zu führen. Dies trifft hier nicht zu (und falls doch, so geht es immer von der Gesellschaft aus).

        4. Ja. S. Freud, der Begründer der „Alle Menschen sind Bisexuell-Lehre“ hat Homosexualität als psy. Störung deklariert. Das glauben Sie doch selbst nicht. Ich zitiere „Ich folgere aus Ihrem Brief, dass Ihr Sohn homosexuell ist. Ich bin höchst beeindruckt von der Tatsache, dass Sie diesen Begriff in Ihren Informationen über ihn nicht selbst erwähnen. Darf ich Sie fragen, warum Sie ihn vermeiden? Homosexualität ist sicher kein Vorteil, aber sie ist nichts, dessen man sich schämen müsste, kein Fehler, keine Entartung; sie kann nicht als Erkrankung eingeordnet werden; sie ist eine Variation der sexuellen Funktion…“

        5. Und über diesen so erfolgreichen Nicolausi findet man ja auch nicht viel. Informieren Sie sich doch bitte erst mal über psychische Störungen, bevor sie Menschen einfach grundlos stigmatisieren.

        6. „niemand sagt, dass diese Frau ihren Freund nicht heiraten darf, mit den Kinderkriegen dürfte es allerdings problematisch sein“

        Sie haben gesagt, Homosexuelle dürfen NICHT heiraten WEIL sie keine Kinder bekommen können. Dann darf diese Frau in diesem Fall aber auch nicht heiraten. Ansonsten gilt ja Ihre Begründung nicht mehr!

        7. Die Erfindung der Leimutterschaft und des Samenspendens wird fast ausschließlich von Heterosexuellen benutzt.

        8. „Warum macht man nicht ein Referendum nach demokratischen Regeln?“ Wo kämen wir da hin, wenn Ignoranz die Welt regiert?

    • franz

      Warum macht man nicht ein Referendum nach demokratischen Regeln über dieses Thema abzustimmen, nachdem man mit diktatorischen Mitteln und ein paar Postenvergaben im Senat erst einmal einen Teilerfolg erzielt hat.
      Ein Referendum wie z. in Slowenien. Davon haben die Linken Kommunisten wohl Angst, wie der Teufel das Weihwasser, die mit Unterstützung der Verdiani ex FI. und der Zeller Autonomie -Gruppe erst einmal diesen Teilerfolg verbuchen können. Noch ist jedoch längst nicht das letzte Wort gesprochen.
      Ein Referendum wie Slowenien : Slowenen schaffen Homo-Ehe ab In Slowenien dürfen gleichgeschlechtliche Paare heiraten und Kinder adoptieren. Das passte der konservativen Opposition und der katholischen Kirche nicht: Sie erzwangen eine Abstimmung – und setzten sich durch.
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/homo-ehe-slowenen-stimmen-gegen-gleichgeschlechtliche-ehe-a-1068840.html

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