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    Kampf dem Suff

    In Südtirol wird das Alkohol-Ausschankverbot von 16 auf 18 Jahre angehoben. Was halten die Barkeeper und Gasthausbetreiber von dieser Maßnahme?

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    Kommentare (5)

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    • franz

      Ein großes Problem ist wohl der Alkoholkonsum vor den Lokalen, wie ein Lokalbetreiber meint abgesehen davon, dass nicht der Alkoholkonsum das größte Problem sein dürfte, gerade bei Jugendlichen ist wohl der Konsum von Cannabis Marijana und anderen Drogen das größte Problem.
      Wenn immer wieder Drogenhändler von Kokain Marijuana usw. festgenommen werden zeigt, dass es einen großen Bedarf von diesen Drogen gibt.
      Siehe die Drogenhändler ( Asylanten von Trient ) bzw vorbestrafte Clandestini die am 18/19 02.2016 in Trient- Bozen – Meran -Brenner- festgenommen wurden.
      Siehe Artikel “Einbrecher in Haft“
      http://www.tageszeitung.it/2016/02/20/einbrecher-in-haft-8/#comment-322101

    • lissnamol

      Der Landesverwaltung ist es mit kräftigem Zutun einiger Medien gelungen, die minderjährige Jugend als „saufende“, ja sogar „komasaufende“ Jugend darzustellen. Mit tun all jene Jugendlichen leid, welche täglich und vor allem an den Wochenenden ihre Erfüllung in den Vereinen (Sport, Kultur, Musik, Theater, Jugend, Soziales usw.) finden. Nur: Diese Jugend, die absolut in der Mehrheit ist, erhält kaum eine solche Aufmerksamkeit, wie einige „saufende“ Jugendliche. Offensichtlich muss man zur Flasche greifen, um medial transportiert zu werden bzw. vom Gesetzgeber wahrgenommen zu werden. Insgesamt haben die Landesverwaltung und die Medien der Sache damit einen Bärendienst erwiesen und offensichtlich haben die vielen Präventionsmaßnahmen nichts bewirkt. Zudem treibt das Ausschankverbot an unter 18-Jährige viele Jugendliche in den Untergrund (Keller, private Clubs, Feste, Bunker usw.), um dort ungestört durch Lokalbetreiber, Ordnungskräfte, Eltern usw. zu feiern und zu trinken. Ist dies besser?

    • anarchoseppl

      ???
      Wie funktioniert die Gesetzgebung im schönen Shittirol? Bin ich richtig in der Annahme, dass der Staat das Gesetz schon länger eingeführt hat, und unsere Landespollitiker, um natürlich uns arme Südtiroler Bevölkerung vor abrupten Alkohlabsatzproblemen zu schützen, die Gesetzesänderung noch Einundhalbjahre aufgeschoben hat?

      Echt?

      Langsam grausts mich!

      • snakeplisskien

        @anarchoseppl

        Jein!

        Vorweg gilt es zwischen dem strafrechtlichen 1) und dem verwaltungsrechtlichen 2) Aspekt zu unterscheiden. Außerdem kommen auch noch unsere autonomierechtlichen Befugnisse und verschiedene Kassationsurteile ins Spiel, dessen Erklärung allerdings einige Seiten beanspruchen würde.
        1) Vom Einheitstext der Gesetze über die öffentliche Sicherheit ist der Ausschank von alkoholischen Getränken an Jugendliche unter 16 Jahren seit jeher verboten und wird strafrechtlich geahndet.
        2) Dasselbe Verbot besteht auch lt. LG. 58/1988 (Gastgewerbeordnung) und ein Verstoß dagegen unterliegt einer Verwaltungsstrafe. Nachdem diese Verwaltungsstrafe unbeschadet der strafrechtlichen Aspekte zur Anwendung kommt, handelt es sich dabei um eine zusätzliche Sanktion.

        Der Staat hat dann im Jahr 2012 ein Verkaufs- und Verabreichungsverbot an Minderjährige unter 18 Jahren samt Verwaltungsstrafen eingeführt, aber den genannten strafrechtlichen Aspekt unverändert gelassen. Dies bedeutet, dass die Verabreichung an Jugendliche unter 16 Jahren schwerer geahndet wird, nämlich strafrechtlich, während die Verabreichung und der Verkauf an Personen zwischen 16 und noch nicht Volljährigen hingegen nur einer Geldbuße unterliegt. Bei Rückfälligkeit greifen allerdings zusätzliche Maßnahmen.

        Aus einem diesbezüglichen Rechtsgutachten geht hervor, dass die staatliche Maßnahme, welche die Verabreichung und den Verkauf an Minderjährige regelt, genaugenommen in Südtirol gar nicht angewandt werden müsste, falls dies politisch gewollt sein sollte. Es mag vielleicht stimmen, dass sich die Landesregierung zu dessen Anwendung bisher – wohl auf Drängen der Wirtschaft – nicht durchringen konnte, Tatsache ist jedoch, dass dies nun erfolgt ist.

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