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Die Schock-Vorwürfe

sexuelle gewaltDie Staatsanwaltschaft Bozen wirft einem 42-jährigen Südtiroler vor, seine eigene minderjährige Tochter bei Wochenendbesuchen sexuell missbraucht zu haben.

(tom) Die Tochter wollte ihren getrennt lebenden Vater ab Ende des Jahres 2012 partout nicht mehr besuchen. Den Grund dafür nannte sie zunächst nicht. Der Vater wandte sich an das Bozner Jugendgericht, um sein Besuchsrecht geltend zu machen.

In dem dazugehörigen Verfahren brach das Mädchen im April 2013 ihr Schweigen: Sie berichtete von sexuellen Handlungen.

Die Staatsanwaltschaft am Landesgericht leitete ein Strafverfahren gegen den 42-jährigen Vater ein.

Der schockierende Tatverdacht: Schwerer sexueller Missbrauch an der eigenen Tochter.

Im Rahmen eines Beweissicherungsverfahrens wurde die Minderjährige im Spiegelsaal der Staatsanwaltschaft angehört, nachdem sie eine Psychologin für aussagefähig erklärt hatte.

Das Ergebnis: Die Tochter bestätigte die Vorwürfe gegen den Vater.

Demnach sei sie bei den Aufenthalten bei ihm an den vereinbarten Wochenenden mehrfach sexuell missbraucht worden. Tatzeitraum: Von 2009 bis Ende 2012.

Nun fand, nach mehreren Vertagungen, am Landesgericht die Vorverhandlung gegen den (anwesenden) Tatverdächtigen statt, der von Rechtsanwalt Hans Lunger verteidigt wird. Die Mutter und die Tochter haben sich über die Anwältin Giovanna Stabile als Zivilpartei in das Verfahren eingelassen.

Nach einer umkämpften Diskussion verfügte der Vorverhandlungsrichter die Einleitung eines Hauptverfahrens gegen den 42-Jährigen.

Es beginnt am 18. April vor einem Richtersenat am Landesgericht Bozen.

 

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