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    Hoffnung fürs Sorgenkind

    Bauarbeit Sicherheitskleidung HandwerkDie Talsohle ist durchschritten: Erstmals seit mehr als acht (!) Jahren gibt es im Baugewerbe einen deutlichen Anstieg der Beschäftigten. Freuen können sich aber eher die Kleinen als die Großen.

    von Heinrich Schwarz

    Konkurse, Firmenschließungen, Massenentlassungen: Kein Wirtschaftssektor in Südtirol hat in den letzten Jahren so gelitten wie das Baugewerbe. Die Beschäftigungszahlen sprechen für sich: Zu den besten Zeiten im Oktober 2007 zählte die Bauindustrie 8.900 Beschäftige, das Bauhandwerk 9.500. Seither ging es steil bergab. Acht Jahre danach – im Oktober 2015 – arbeiteten nur mehr 7.000 Personen in der Bauindustrie, 8.270 Personen im Bauhandwerk.

    Während sich die Südtiroler Wirtschaft insgesamt seit Frühjahr 2015 im Aufwärtstrend befindet – im April gab es erstmals seit Jahren wieder einen Beschäftigungszuwachs –, war für das Baugewerbe im Vorjahr erst ein kleines Licht am Ende des Tunnels zu erkennen.

    Beschäftigung im Bauwesen: Prozentuelle Veränderung zum jeweiligen Vorjahresmonat

    Beschäftigung im Bauwesen: Prozentuelle Veränderung zum jeweiligen Vorjahresmonat

    Jetzt allerdings gibt es eine positive Nachricht: Im Januar gab es im Baugewerbe erstmals seit Jahren einen deutlichen Anstieg der Beschäftigungszahlen. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres steht in der aktuellen Erhebung ein Plus von 158 Personen.

    Richtig freuen kann sich derzeit jedoch nur das Bauhandwerk mit einem Plus von 245 Beschäftigten (+3,2 Prozent). In diese Kategorie fallen die kleinen Handwerksbetriebe. Noch nicht erholt hat sich die Bauindustrie (-87; -1,3 Prozent), also die größeren Player mit einer Mitarbeiteranzahl im zwei- und dreistelligen Bereich.

    LESEN SIE IN DER FREITAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG:
    – Zwei Arbeitsmarkt-Experten über die Gründe der positiven Entwicklung und die weiteren Aussichten
    – Und: Das Interview mit dem Baukollegiums-Präsidenten Markus Kofler. Er spricht von einer weiterhin kritischen Ertragslage und sehr tiefen Preisen.

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