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Die Zuckerle-Paula

paula bacherDie Brixner Stadträtin Paula Bacher ist für jeden Spaß zu haben. Seit Jahren verteilt sie am Unsinnigen Donnerstag Süßigkeiten an die Grundschulkinder. Das hat sich herumgesprochen: Wie viele Bonbons sie heuer aus dem Fenster des Rathauses geworfen hat.

TAGESZEITUNG Online: Frau Bacher, seit wann ist es Tradition, dass Sie Bonbons aus dem Rathaus werden?

Paula Bacher: (lacht) Es ist das zehnte Jahr, seit ich im Stadtrat bin. Die Kinder selbst haben die Aktion zur Tradition gemacht. Ich habe vor meinem Eintritt in die Stadtregierung in der Grundschule unterrichtet. Im ersten Jahr als Stadträtin hat der Umzug mit den Kindern auf dem Domplatz haltgemacht.

Die Kinder haben dann geschrien: „Paula, Paula, Paula!“ Damals hatte ich gerade ein paar Bonbons bei mir. Ich bin zum Fenster und habe die Süßigkeiten zu den Kindern hinabgeworfen. Im Jahr darauf sind die Schüler wiedergekommen, auch damals war ich noch nicht vorbereitet. Seitdem kaufe ich immer genügend Süßigkeiten ein.

Wie viele Kinder warten auf dem Domplatz auf die Süßigkeiten?

Zuerst kamen nur die deutschen Grundschulkinder. Rund 300 Schüler haben sich auf dem Domplatz positioniert. Voriges Jahr gesellten sich erstmals auch die Schüler der italienischen Grundschule dazu. Weil ich damit nicht gerechnet hatte, hatte ich wieder zu wenige Süßigkeiten.

Ich habe dann alle aufgefordert, gleichzeitig um 9.30 Uhr auf den Domplatz zu kommen. Heuer haben sich 400 Kinder vor dem Rathaus versammelt. Ich habe acht Kilo Bonbons aus dem Fenster geworfen.

Gab es auch schon mal eine Missstimmung?

Ich bin selbst immer wieder erstaunt: Obwohl die Kinder auch sonst Bonbons erhalten, macht es ihnen große Freude, wenn sie von mir welche bekommen. Voriges Jahr hat eine Lehrerin mit ihren Schülern früher den Domplatz verlassen und ist weitergezogen. Die Kinder waren sehr unglücklich, dass sie nicht dabei sein konnten.

Sie sind bekannt dafür, dass Sie für jeden Spaß zu haben sind. Sind Sie die Einzige, die verkleidet ins Rathaus kommt?

DSC00105(Lacht) Eigentlich schon. Der Ausschuss hat wenig Zeit. Am Faschingsdienstag gehen wir gemeinsam auf die Plose zum Skifahren. Das ist unsere Faschingsfeier. Den Spaß mache dann ich.

Wie feiern Sie in der Gemeinde Fasching?

Die Angestellten erhalten einen Faschingskrapfen. Verkleidet kommen sie nicht, auch weil am Nachmittag des Unsinnigen Donnerstags die Gemeinde geschlossen ist.

Wie verkleiden Sie sich heuer?

Ich habe seit Jahren schon meinen Hut und meinen Schal. Früher, in der Schule, war ich zu Fasching immer maskiert. Als meine Kinder klein waren, habe ich mich und sie oft verkleidet und auch Faschingskostüme selbst genäht.

Bei den früheren Faschingsumzügen der Vereine bin ich immer mitgegangen. Seit meine eigenen Kinder größer sind, verkleide ich mich aber nicht mehr oft. In den nächsten Tagen stehen die Faschingsrevues in Neustift, Vahrn und Milland Faschingsrevues auf dem Programm, die ich besuche.

Interview: Erna Egger

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