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    Teure Befragung

    flughafen airport kompatscherDie Landesregierung hat für die Ausgaben rund um die Flughafen-Volksbefragung 2,7 Millionen Euro reserviert. Das ist mehr Geld, als das Land jährlich in den Airport investieren will.

    von Heinrich Schwarz

    Direkte Demokratie kostet. Das beweist die für Juni geplante Volksbefragung zum Bozner Flughafen. Die Landesregierung hat im Haushalt 2,7 Millionen Euro für die anfallenden Ausgaben reserviert.

    Interessant: Die 2,7 Millionen Euro, die jetzt für die Ausgaben rund um die Volksbefragung reserviert sind, sind höher als der Betrag, den das Land bis 2022 jährlich maximal in den Bozner Flughafen stecken will – nämlich 2,5 Millionen Euro. Ebenso viel Geld – also 50 Prozent der Kosten – würde die Handelskammer Bozen beisteuern, falls sich das Volk für eine Fortsetzung der Flughafen-Finanzierung mit öffentlichen Mitteln ausspricht.

    Die Volksabstimmung über das Landesgesetz zur Direkten Demokratie am 9. Februar 2014 hat übrigens rund drei Millionen Euro gekostet.

    LESEN SIE DAS INTERVIEW MIT ARNO KOMPATSCHER IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG:
    Was der Landeshauptmann zu den hohen Kosten sagt. Und: Wie es um den Termin für die Volksbefragung steht.

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    Kommentare (18)

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    • criticus

      Wenn dieser Artikel stimmt, dann muss man sich schon fragen ob wir nicht von allen Geistern verlassen sind. wer entscheidet da im stillen Kämmerlein über solche Summen? Mit diesem Geld könnte man soziale Institutionen, Handwerksbetriebe und Industriebetriebe besser fördern. Da gibt es einen Sani-Direktor der gezwungen ist zu sparen, zu sparen und nochmals zu sparen und was macht man, man wirft Millionen vom Fenster hinaus. Also wenn die Zukunft unserer Firmen und somit unsere Arbeitsplätze wirklich an diesem Flugplatz hängen, dann Gute Nacht! Ich frag mich sowieso ob diese Herren (SVP, LVH, UVS, HGV und und und) überhaupt die Mehrheit ihrer Mitglieder in dieser Angelegenheit hinter sich haben?

      • andy

        frag dich was man mit den 120 Millionen Euro machen können, wenn man den Flughafen schon lange geschlossen hätte!
        seit dem Referendum vor 7 Jahren sind auch jedes Jahr mehrere Millionen Euro verschwendet worden, ohne Erfolg und Nutzen!
        mit jedem Tag den dieser Flughafen offen bleibt verlieren wir Geld, da ist die einmalige Ausgabe für das neue Referendum günstig!!

    • sepp

      criticus @ um das der flughafen ausgebaut wird wird alles getan auch der LB wendet alles an das die leute dafür wären bin mir auch sicher wen die Bevölkerung mit nein stimmt wird der flughafen eröffnet diese Herrn sind einfach nimmer glaubwürdig wie der LH und sei SVP gefolge

    • andreas

      Dass direkte Demokratie Geld kostet, kommt nicht wirklich überraschend.
      Dass manche etwas fordern und sie die Konsequenzen ihrer Forderung nicht berücksichtigen, ebenfalls.
      Aber vielleicht zahlt ja der zottelige Dissinger die Kosten, da er die Volksbefragung ja so vehement gefordert hat.

      • markp.

        Dass eine Umfrage kostet, ist mir bewußt. Aber du als Allwissender (der du dich immer wieder ausgibst, aber zumindest verhältst du dich) kannst mir sicherlich erklären, wie man auf einen so wahnwitzigen Betrag von 2.700.000 Euro kommt. Oder hat der Reporter falsche Zahlen in den Raum geworfen?

    • sepp

      Volksbefragung kimp billiger wie a Flugplatz der nie funktinieren wird dewegen olle gegen den Flugplatz

    • ahaa

      2.700.000 Euro ,das kostet auf die südtiroler Bevölkerung gute 5 Euro pro Kopf.
      Nehmen wir dann die Wahlberechtigten dann sind wir bei 12 Euro?
      Nehmen wir nur die wirklichen Steuerzahler sind wir bei 25 Euro?
      Kompatscher,
      nimm einfach das Geld und kauf dir die Stimmen die du brauchst!
      Machen andere Politiker doch auch.
      Wieviel kostete noch die Volksbefragung von der Sfh?
      Einfach nur lustig diese Vertreter!

    • philip

      Möchte hier eines deponieren…. Sollte die Volksbefragung mit NEIN ausgehen heißt das noch lange nicht, dass dieser geschlossen wird, sondern lediglich, dass das Land Südtirol aus der Finanzierung aussteigt (2,5 MIO Euro jährlich für den Airport – bei einem gesamten Mobilitätshaushalt von 186 MIO Euro – also nicht einmal 2%)..

      Die ENAC muss bei einem NEIN dann die Konzession europaweit ausschreiben und es liegt nicht mehr in unserer Hand was am Flughafen passiert sondern wahrscheinlich in der Hand von ausländischen Investoren….ist das wirklich sinnvoller?

    • yannis

      >>>es liegt nicht mehr in unserer Hand was am Flughafen passiert sondern wahrscheinlich in der Hand von ausländischen Investoren….ist das wirklich sinnvoller?<<<

      es ist kaum zu glauben das auch nur ein einziger "Ausländischer" Investor sich für einen defizitären Provinz Landeplatz interessiert, es sei denn er wirtschaftet so wie die Südtiroler Landesregierung.

      • roadrunner

        Yannis, von nix kimmp nix. Wenn man wirtschaften will, muss man auch handeln, aber mit geknebleten Händen lässt sich nicht wirtschaften! Jetzt wo das Land etwas unternimmt, ist man wieder dageben. So, wird der Flugplatz sich nicht aus den roten Zahlen kommen, muss er auch nicht. Wenn man auch nur den Deckungsbeitrag 1 erreicht, lohnen sich die Investitionen allemal.

    • sepp

      für den flughafen sein 2% schun zuviel

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