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Enge Kiste

eagles-südtirolFoto: Simone Femia

Am Donnerstag 4., Samstag 6. und Sonntag 7. Februar empfangen die Eagles Südtirol in der Eiswelle Aisulu Almaty aus Kasachstan.

Der Einzug in die Endrunde der diesjährigen EWHL steht vor den letzten drei Spielen gegen den kasachischen Meister auf Messers Schneide.

Es könnte passieren, dass die Eagles Südtirol nach drei Finalteilnahmen diesmal zuschauen müssen. Allerdings haben sie sogar auch noch die Möglichkeit auf den zweiten Platz vorzustoßen. Diese Fakten zeigen schon wie eng die Kiste hinter den unangefochten führenden Vienna Sabres ist. Vier Mannschaften streiten sich um zwei noch zu vergebende Finalplätze.

Drei Siege gegen Aisulu, praktisch gleichzusetzen mit der kasachischen Nationalmannschaft, würden den sicheren Einzug bedeuten. Allerdings gibt es auch einige andere Konstellationen, die den Einzug mit weit weniger Punkten gewährleisten.

Die Situation sieht also nicht so schlecht aus für die Eagles Südtirol. Den Spielerinnen ist aber durchaus bewusst, dass ihnen keine Rechenaufgabe bevorsteht, sondern dass es darum geht Beine und Kopf zu benutzen.

Wer sind aber die Gegnerinnen der Eagles Südtirol in diesem Alles-Oder-Nichts-Wochenende?

Aisulu Almaty aus der Millionenstadt Almaty, zu Sowjet-Zeiten Alma Ata, ist schon seit Jahren in beinahe derselben Zusammensetzung unterwegs und haben im Europapokal in Schweden 2014 schon gegen die Eagles Südtirol gespielt (4:1 Sieg der Kasachinnen). Trainer der Frauenmannschaft, die von der kasachischen Regierung finanziert wird, ist die russische Eishockey-Legende Alexander Maltsev (seit 1999 in die IIHF Hall of Fame aufgenommen).

Die absoluten Leistungsträgerinnen bei den Kasachinnen sind Zarina Tukhtieva und Alyona Fux, beide 28 und äußerst erfahren, und die 21-jährige Meruyert Ryspek. Im Tor steht mit der 28-jährigen Aizhan Raushanova ebenfalls eine erfahrene Spielerin, die zwar nicht mit Schnelligkeit gesegnet ist, aber mit 79 kg bei 165 cm Größe jene Masse mitbringt, die das Tore schießen nicht leicht macht. Schnelligkeit ist aber überhaupt nicht die Waffe von Aisulu, eher das beinahe blinde Verständnis und die überzeugende Torausbeute.

Eagles Südtirol-Coach Fredy Püls studiert seit Tagen Videos der Gegner, um ihre Schwächen ausfindig zu machen und entsprechend zu agieren. Der Schlüssel zum Erfolg liegt wahrscheinlich genau da: agieren, nicht reagieren.

Die Tatsache, dass mit Beatrix Larger (Fingerbruch) und Eleonora Bonafini (Bruch der Speiche im rechten Arm), zwei Leistungsträgerinnen fehlen, macht die Sache natürlich nicht einfacher. Die Rückkehr ins Team von Chelsea Furlani hat allerdings neue Kräfte freigesetzt.
Gerade in diesen wichtigen Spielen, brauchen die Eagles Südtirol natürlich die Unterstützung durch das Publikum besonders.

Die Spiele:
Donnerstag, 4.02.2016 – 20:15 h

Samstag, 06.02.2016 – 20:00 h

Sonntag, 07.02.2016 – 11:30 h

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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