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    Lex Lügenpresse

    Die Freiheitlichen fordern einen Rundfunkrat für Rai Südtirol, um „linkem Systemjournalismus“ ständige Kontrolle entgegenzusetzen.

    Die Auseinandersetzung mit den Medien hat für die Freiheitlichen seit einigen Monaten in gewisser Weise Tradition: Nach Millionenklagen gegen Redakteure der TAGESZEITUNG und Eingaben gegen „widerliche“ Artikel von Online-Portalen haben die Blauen weitere Beanstandungen anzubringen. Diesmal bei Rai Südtirol.

    Der Sender habe, so die Freiheitlichen, immer wieder die nötige Objektivität vermissen lassen, etwa bei dem von Chefredakteur Wolfgang Mayr spöttisch kommentierten Sonder-Landtag zur öffentlichen Sicherheit.

    „Das“, so der Abgeordnete Stocker, „ist etwas, was ich einfach nicht akzeptiere.“ – und: „Die Medien sind in links-grüner Hand, das kann man durchaus betonen.“

    Pius Leitner

    Pius Leitner

    Um diese vermeintliche Parteilichkeit (oder ganz im PEGIDA-Duktus: „Lügenpresse“) in Zukunft zu unterbinden bzw. kritisch zu kontrollieren, schlagen die Freiheitlichen einen Rundfunkbeirat nach deutschem und österreichischem Vorbild vor. Dieser solle auch, aber nicht mehrheitlich, von Parteien bestellt werden und ansonsten aus Künstlern, Journalisten, Verbandsvertretern (etwa LVH, Unternehmerverband etc.) und anderen Repräsentanten des öffentlichen Lebens gebildet werden.

    Dass der Beschlussantrag von den Freiheitlichen nun in die aktuelle Sitzungswoche vorgezogen wurde, liege dabei an der Aktualität der Debatte. Erstmals darüber diskutiert wurde im Landtag bereits im Jahr 2013, damals auch unter Beteiligung von Vertretern des ORF, SRF und des Bayrischen Rundfunks.

    In welche Richtung sich die Berichterstattung von Rai Südtirol durch diese Kontrolle im Idealfall bewegen möge, erklärte der Freiheitliche Fraktionssprecher Pius Leitner gestern: „Jeden Tag zeigt die Tagesschau einen positiven Beitrag zur Integration von Migranten“, so Leitner, „mir fehlt die andere Seite der Medaille.“

    Der Ratschlag für die anwesenden Journalisten, sehr frei nach Immanuel Kant: „Habe Mut und benutze deinen Verstand.“ Durchaus passend: Die letzten 15 Jahre seines Lebens verbrachte Kant im ständigen Konflikt mit den Zensurbehörden.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (8)

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    • wollpertinger

      Das Problem bei RAI Südtirol ist nicht, dass die Journalisten links/grün bevorzugen, sondern dass sie im Auftrag des Staates arbeiten (es kommen ja nur italophile Staatsdiener bei der RAI unter, journalistische Kenntnisse sind weniger gefragt) und deswegen immer wieder gezielt Propaganda für die Interessen des Staates machen. Dabei schrecken sie vor Falschmeldungen nicht zurück, z.B. zum Thema doppelte Staatsbürgerschaft, wo sie ihre Hörer mit einem wahren Trommelfeuer an Falschmeldungen eingedeckt haben, um so Stimmung zu machen. Ich glaube kaum, dass ein Rundfunkbeirat daran etwas ändern kann.

    • franz

      Ganz unrecht hat Pöder nicht, wenn er meint, „Jeden Tag zeigt die Tagesschau einen positiven Beitrag zur Integration von Migranten“, so Leitner, „mir fehlt die andere Seite der Medaille.“ (…..)
      Wobei die Rai da nicht alleine ist, es scheint eher dass besonders staatliche kontrollierte Medien eben nur das berichten dürfen was der linken Willkommenskultur von Merkel oder Renzi in deren Kram passt.
      Beispiel Renzi versucht mit allen Mitteln unabhängige Zeitungen wie “Il Fatto quotidiano“ das schreiben zu verbieten, was Marco Travaglio ( il Direttore del fatto quotidiano ) schreibt, übrigen ohne Erfolg, Gott sei Dank.
      Wie gelogen wird wenn es um das Thema Flüchtlinge und Willkommenskultur geht zeigen immer wieder Schlagzeilen wie “vom Toten Flüchtling“ Die Geschichte vom toten Flüchtling ist frei erfunden
      Alles nur ausgedacht. Ein freiwilliger Helfer, der vom Tod eines Flüchtlings in Berlin berichtet hatte, hat zugegeben: Seine Geschichte ist nicht wahr.
      http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-01/berlin-lageso-fluechtling-gestorben
      +++++++
      Der Sündenfall im Flüchtlingsmärchen: Lügenpresse lässt Kölns »nordafrikanischen« Sex-Mob links liegen
      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/markus-maehler/der-suendenfall-im-fluechtlingsmaerchen-luegenpresse-laesst-koelns-nordafrikanischen-sex-mob-link.html
      +++++++
      oder erinnern wir uns an das Flüchtlingmädchen Reem,Die Tränlein flossen, die Kanzlerin streichelte, die Story war perfekt: Reem, die 14-jährige gelähmte Palästinenserin heulte sich durch nahezu alle Medien, mehrfach und in Schleife. Ein Flüchtlingsschicksal.
      Nun hat sich “die WELT“ noch einmal mit dem Mädchen beschäftigt, das die deutschen Medien so gierig für ihre Zwecke benutzt haben. Und im Gespräch mit ihr kommt dann Folgendes zutage, was man getrost den allermeisten Arabern als Sichtweise auf Israel und die Juden unterstellen kann:Ist Deutschland schon deine Heimat? „Nein, meine Heimat ist Palästina.“ [..]
      Aber was heißt eigentlich Palästina? Von welchem Gebiet spricht sie? „Alles“, sagt Reem. Aber da ist Israel. „Ja, noch, aber meine Hoffnung ist, dass es irgendwann nicht mehr da ist, sondern nur noch Palästina.“ Wie soll das gehen? „Das Land sollte nicht mehr Israel heißen, sondern Palästina.“ [..]
      http://www.pi-news.net/2015/07/heulboje-reem-will-israel-verschwinden-lassen/

      • josef.t

        Um was es dem Mädchen damals ging; Frau Merkel zu beweisen,
        wie gut sie die deutsch Sprache beherrscht, was immer Voraussetzung
        für Integration war, dafür einem Kind mit so einer Antwort vor den Kopf
        zu stoßen, dazu war die Kritik auch verständlich !
        Eine solche Antwort, wäre eher für einen ausländischen
        Regierungsvertreter angebracht gewesen.
        Das Palästinenser gegen einen Staat sind, der Jahrzehnte lang mit
        modernsten Waffen gegen Steinewerfer vorgeht und ganze Wohnblöcke
        zerbombt mit tausenden von Toten, auf fremden Gebiet Siedlungen baut,
        alles vor den Augen der westlichen Regierungen……..
        Man kann natürlich alles von seiner Seite aus sehen……..
        Das Thema Köln wurde wochenlang in der Presse diskutiert …….
        Vom brandschatzenden Mob und den tausenden Übergriffen an
        Flüchtlingen und das seit Jahren, da will man die Rechten wohl
        eher schützen ???

    • latemarbz

      Ich würde die Rai-Journalisten nicht Partei-politisch einstufen, sondern eher Gesellschafts-politisch- Liberal, fortschrittlich, feministisch,Gewalt und rechte Ideologien ablehnend, usw. Und so waren sie schon, als noch SVP-Chef-Redakteure den Nachrichtendienst leiteten. Jetzt ist zum ersten mal kein SVP-ler Chefredakteur. Einzelne Redakteurinnen sind zugezogenen Österreicherinnen oder Deutsche und haben daher eine andere Sicht der Dinge.
      Ja die Blauen, solange sie bei einem Medium Liebkind sind, ist das selbstverständlich: Beispiel Tageszeitung. Aber Kritik oder Ironie vertragen sie nicht, und so kam es wie es jetzt ist.
      Als noch alle Journalisten konservativ oft mit rechten Einschlag waren und vor allem Regime-treu, war die politische Farbe kaum ein Thema. Magnago, Benedikter, Zelger und Co. freuten sich. Die anderen hatten das Blatt für deutsche Leser im AA, Südtiroler Volkszeitung und dann war bald Schluss.

    • franz

      Dann versuch mal etwas geistreiches zum Thema zu schreiben, sepp ! 🙂

    • george

      Durch die Errichtung eines rechts-braunen oder rechts-schwarzen oder mitterechtsgrünen Rundfunkbeirates, oder wie man die Farben auch immer benennen möchte, wird es nicht anders. Jegliche Parteilichkeit gehört aus einem öffentlichen Rundfunk bzw. aus öffentlichen Medien verbannt, egal welcher Farbe. Wenn nun die Freiheitlichen einen Rundfunkbeirat von politischer Seite bestellen möchten, schütten sie bereits im vorhinein “ das Kind mit dem Bade aus“. Dann dürfen sie aber auch nicht den anderen eine linksgrünen Einfluss nachsagen.

    • martinsenoner

      Alle einsperren, diese Journalisten, die sich erlauben den Kopf einzuschalten bevor sie einen Beitrag verfassen!

    • franz

      Wenn es um das Thema Flüchtlinge geht ist festzustellen, dass man bei deutschsprachigen Medien in Südtirol allgemein zurückhaltend ist. Auf den selben Rai -Sender “rai- Südtirol “ wird längst nicht alles preisgegeben was bereits eine halbe Stunde vor her auf TGR- Rai 3 kundgegeben wurde.
      Diesbezüglich ist auch die “südtiroler Tageszeitung“ ziemlich zurückhaltend. Beispiel “clochard“ vor Hotel Alpi . Erfährt der Leser auf der Südtiroler Tageszeitung weder den Namen von diesen armen “clochard“. Während der “alto adige“ schreibt dass es sich bei den vor den “Hotel Alpi“ erfrorenen Mann um den arbeitslosen Cesare Murroni, 57 aus Sardiniern handelt.
      Wohl die Bürger nicht zu verärgern, schließlich ist es ein Schande, dass ein italienischer Staatsbürger vor den Hotel Alpi erfrieren und verhungern muss, während im Hotel , die Gäste aus Afrika gut verpflegt bei Heizung guten Essen in warmen Betten schlafen können.
      http://altoadige.gelocal.it/bolzano/cronaca/2016/02/01/news/bolzano-il-clochard-operaio-morto-sotto-i-cartoni-1.12880071?ref=hfaabzec-6

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