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    Günstige Tarife

    06-suedtirol-passSüdtirols Arbeitnehmer erachten die Tarife für den Südtirol Pass als angemessen, sagen „Ja“ zur Einführung einer Schwerverkehrsabgabe auf der A22 – und nur „Jein“ zu einer Passmaut.

    „In der aktuellen Umfrage des AFI-Barometers haben wir die Arbeitnehmer nicht nur zum Bozner Flughafen befragt, sondern auch zu anderen Brennpunkten von Verkehr und Mobilität in Südtirol”, sagt Forscherin Irene Conte, die im Institut das AFI-Barometer betreut.

    Die erste Frage zur Mobilität betrifft den Südtirol Pass, also das Jahres-Abo, mit dem alle öffentlichen Verkehrsmittel des Landes genutzt werden können. „Das Ergebnis: 74% der befragten Arbeitnehmer halten den Preis für angemessen, 21% finden den Südtirol-Pass zu teuer, 5% sagen, er koste zu wenig“, so Conte.

    Keine Unterschiede in der Beurteilung des Südtirol-Pass konnte das AFI zwischen Pendlern und Nicht-Pendlern feststellen, ebenso wenig zwischen jenen, die mit Zug und Bus zur Arbeit fahren und jenen, die ihren Arbeitsplatz zu Fuß, mit Fahrrad oder Auto erreichen.

    Graf DEU

    Als Zweites nimmt das AFI-Barometer zu Verkehr und Mobilität eine heikle Frage auf. Seit Jahren schon wird in Südtirol darüber geredet, eine Maut auf den viel befahrenen Passstraßen einzuführen. Wie sehen das Südtirols Arbeitnehmer? Ähnlich wie in der gesellschaftspolitischen Debatte stehen das Für und das Wider nahe beisammen. 55% der Befragten sind für eine Passmaut, 45% dagegen.

    Auffallend sind die Unterschiede nach Alter der Befragten. Die Mehrheit der Unter-30jährigen (61%) ist gegen eine Passmaut, bei den älteren Arbeitnehmern kehrt sich das Verhältnis um.

    Die dritte Frage hat aktuellen Stellenwert. Mit einem Einvernehmensprotokoll wurde den beiden Landeshauptmännern Arno Kompatscher (Südtirol) und Ugo Rossi (Trentino) von der Regierung die Konzession der Brennerautobahn auf weitere 30 Jahre zugesprochen. Unter anderem sieht das Einvernehmen im Hinblick auf Verkehrsfluss, Sicherheit und Umweltbelastung durch Lärm und Abgase die Möglichkeit vor, Mautpreise zu staffeln.

    Das AFI-Barometer hat die Arbeitnehmer gefragt, ob sie grundsätzlich für oder gegen die Einführung einer Schwerverkehrsabgabe sind: 69% stimmen dem zu, 31% sind dagegen. Auch in dieser Frage gibt es ein Altersgefälle. Bei den Unter-30jährigen geht es knapp her: 54% sind für eine höhere Maut für Fernlastwagen, 46% dagegen. Bei den älteren Arbeitnehmern hingegen ist die Sache klar: Eine höhere Maut für LKWs befürworten 72% der Befragten.

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