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    „Autonomie der Menschen“

     

    Bürgermeisterin Angelika Wiedmer

    Bürgermeisterin Angelika Wiedmer

    Die SVP-Vizes Angelika Wiedmer und Zeno Christanell nahmen am Südtirol-Konvent teil. Wie die Autonomie auf Trab gebracht werden soll.

    Der langerwartete Autonomiekonvent hat seinen Startschuss erhalten und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nützen die erste Gelegenheit, um in der EURAC beim so genannten Open Space dabei zu sein und mitzureden. „Das war ein sehr guter Auftakt, die Menschen wollen die Zukunft ihrer Heimat mitgestalten, der Konvent ist dafür die richtige Plattform“, sind Angelika Wiedmer und Zeno Christanell überzeugt.

    Der Südtiroler Volkspartei, als die Autonomiepartei, ist der Konvent natürlich ein großes Anliegen. Deshalb ließen es sich die beiden SVP-Parteiobmannstellvertreter Angelika Wiedmer und Zeno Christanell nicht nehmen, am Samstag dabei zu sein. Ihre Eindrücke sind durchwegs positiv. „Der vor allem von der SVP initiierte Konvent hat seine Feuertaufe gut überstanden. Viele Menschen haben sich engagiert, interessiert und konstruktiv in den insgesamt 35 Arbeitsgruppen eingebracht. Der Konvent kann so durch die Bürger zu einer wichtigen Idee- und Zukunftsschmiede werden. Schon allein der Prozess, die breite Auseinandersetzung mit unserer Autonomie, ist ein Erfolg“, meinen Wiedmer und Christanell.

    Der Autonomiekonvent ist die evolutive Fortsetzung der Selbständigkeitspolitik der Südtiroler Volkspartei. Alles was in den letzten Jahrzehnten im Autonomiebereich erreicht worden ist, ist über den Verhandlungsweg gelungen. Dies hat vielen Generationen in Südtirol eine gute Zukunftsperspektive gegeben, zu großem Wohlstand und vor allem zu einem friedlichen Zusammenleben geführt. Die Rahmenbedingungen haben sich seit 1972 aber wesentlich verändert: Österreich ist erst 1995 der Europäischen Union beigetreten, seit 1997 besteht der Schengen-Raum, seit 2002 haben wir mit dem Euro eine Einheitswährung, im Jahre 2011 wurde die Europaregion Tirol als Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit gegründet. Ganz zu schweigen davon, dass die Europäische Union zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, indem zentrale Bereiche durch Richtlinien und Verordnungen der EU beeinflusst werden. All dem muss das Autonomiestatut heute auch Rechnung tragen.

    „Natürlich sind wesentliche Säulen des Autonomiestatutes für uns nach wie vor aktuell und für den Fortbestand der deutsch- und ladinischsprachigen Minderheit absolut notwendig, wie zum Beispiel die Proporzbestimmungen oder der muttersprachliche Unterricht“, erklärt Angelika Wiedmer. Zudem werden alle Maßnahmen auch mit Österreich abgestimmt werden.

    „Gleichzeitig muss sich das Statut im Sinne einer lebendigen Autonomie auch an die aktuelle Realität anpassen lassen. Wir wollen die größtmögliche Eigenständigkeit im Rahmen der Autonomie – sämtliche Zuständigkeitsbereiche, welche das Land wahrnehmen kann, sollen schrittweise an das Land Südtirol übergehen“, attestiert Zeno Christanell. Auch wenn der Konvent ergebnissoffen ist, sieht die SVP den Zukunftsweg sicherlich im europäischen Kontext einer Europaregion Tirol. Auf jeden Fall werden alle Bürgerinnen und Bürger ersucht sich am Konvent zu beteiligen und bei den weiteren acht Open Space Veranstaltungen dabei zu sein. Alle wichtigen Informationen sowie die Resultate des ersten Treffens finden sich auf der Homepage.

    „Wir sind überzeugt, dass die Zukunft Südtirols den Menschen ein großes Anliegen ist, deshalb ist dieser Prozess sehr wichtig. Wir laden alle zum Mitdenken ein“, rufen Wiedmer und Christanell auf.

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