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    Doros zweiter Streich

    Doros zweiter Streich

    Dorothea Wierer lief am Samstag in der Verfolgung in Antholz vor über 20.000 Zuschauern wieder aufs Podium. Karin Oberhofer kam unter die Top Ten.

    Zwei Tage nach dem Sprint-Erfolg von Olga Podchufarova steht mit Ekaterina Yurlova neuerlich eine Russin am Podium ganz oben. Die Dritte vom Freitag schoss lediglich beim ersten Liegendschießen ein Mal daneben und enteilte dann der gesamten Konkurrenz. Yurlova war der zweite Weltcupsieg in ihrer Karriere nicht mehr zu nehmen.

    Auch Dorothea Wierer musste irgendwann abreißen lassen.

    Doro Wierer beim Schießen (Foto: Manzoni)

    Doro Wierer beim Schießen (Foto: Manzoni)

    Sie bot zunächst neuerlich einen unwiderstehlichen Auftritt und schnappte sich rasch die Leaderposition. Zwei Fehler beim dritten Schießen warfen die Lokalmatadorin aus Rasen dann allerdings völlig aus der Bahn.

    Als sie später zum dritten Mal in die Strafrunde musste, waren ihre Siegchancen dahin. Auf den letzten Metern musste sie auch noch Selina Gasparin den Vortritt lassen. Wierer kam am Ende mit 18 Sekunden Rückstand ins Ziel. Mit ihrem zweiten Podium binnen drei Tagen – dem achten in dieser Saison – macht die Südtirolerin in der Weltcupgesamtwertung weiter Boden gut. Dort liegt sie nun hinter Gabriela Soukalova, die am Samstag den siebten Platz belegte, und der Französin Marie Dorin Habert an Position drei.

    Auch Oberhofer lässt aufhorchen

    Karin Oberhofer beim Schießen (Foto: Manzoni)

    Karin Oberhofer beim Schießen (Foto: Manzoni)

    Ein dickes Ausrufezeichen setzte neben Doro Wierer auch Karin Oberhofer, die ihr zweites Top-Ten-Ergebnis in Folge verbuchte.

    Der sechste Platz ist gleichzeitig auch das beste Saisonergebnis der Feldthurnerin. Am Schießstand zielte sie genauso, wie ihre Südtiroler Teamkollegin, drei Mal daneben, weshalb ihr am Ende 52,5 Sekunden Rückstand zu Buche standen. Lisa Vittozzi belegte den 34. Platz.

    Biathlon-Weltcup in Antholz (ITA):

    Verfolgung Frauen, 10 km

    1. Ekaterina Yurlova (RUS) 30:07,3 Minuten (1 Schießfehler)
    2. Selina Gasparin (SUI) +12,0 (1)
    3. Dorothea Wierer (ITA/Rasen) +18,0 (3)
    4. Tiril Eckhoff (NOR) +48,0 (3)
    5. Krystyna Guzik (POL) +51,9 (2)
    6. Karin Oberhofer (ITA/Feldthurns) +52,5 (3)
    7. Gabriela Soukalova (CZE) +54,6 (3)
    8. Olga Podchufarova (RUS) +55,8 (3)
    9. Valj Semerenko (UKR) +1:09,7 (2)
    10. Anais Bescond (FRA) +1:12,0 (5)
    1. Lisa Vittozzi (ITA) +2:10,9 (1)

    Stimmen zum Rennen

    Ekaterina Yurlova (RUS), Siegerin: Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass ich es heute noch einmal aufs Podium schaffe. Das Wetter hat sich schon sehr verändert. Der Wind war teilweise stark. Vor der Weltcup-Etappe in Antholz war ich ein wenig besorgt, weil ich mich in der Höhe sehr schwer tue. Aber heuer hat alles überraschend gut geklappt. Ich bin sehr glücklich.

    Selina Gasparin (SUI), Rang zwei: Nach einem Jahr Wettkampfpause stehe ich jetzt zum ersten Mal wieder auf dem Podium. Das kommt sehr überraschend, macht mich aber sehr froh. Mein Ziel heute war ein Ergebnis unter den besten zehn, 15. Aber ich wusste, dass ich mich weit nach vorne arbeiten kann, wenn ich gut schieße. Das ist mir gelungen. Meine weiteren Saisonziele? Ich möchte einfach nur Spaß an den Wettkämpfen und vor allem am Schießstand haben.

    Dorothea Wierer (ITA), Rang drei: Die zwei Fehler im dritten Schießen waren heute zu viel. Als ich zur letzten Schießprüfung kam, habe ich gesehen, dass Podchufarova drei Mal daneben gezielt hat. Ich wollte jetzt schnell schießen und fehlerfrei bleiben, habe aber leider einmal daneben geschossen. Und auf der letzten Runde ist Gasparin dann wie ein Blitz an mir vorbeigegangen. Trotzdem bin ich überglücklich, dass ich es neuerlich aufs Podium gepackt habe. Unsere Chancen in der Staffel? Natürlich haben wir eine. Aber dazu muss es allen im Team gut gehen, vor allem beim Schießen. Mal schauen, was passiert.

    Karin Oberhofer (ITA), Rang sechs: Der letzte Schuss liegend wurmt mich. Ich habe den Wind ein wenig gespürt und hätte warten müssen. Auch, weil ich liegend jetzt endlich im Griff habe. Ansonsten freut mich, dass ich beim letzten Schießen stehend fehlerfrei geblieben bin. Ob das Podium nur eine Frage der Zeit ist? Es wird schon noch kommen. Ich bin vor allem froh, dass ich hier in Antholz wieder eine gute Leistung gezeigt habe.

     

     

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