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    „Wir gehen heim“

    „Wir gehen heim“

    Die SVP ist (fürs Erste) mit der Wahlrechtsreform gescheitert – obwohl Sepp Noggler bereit war, „dafür mein letztes Hemd auszuziehen“.

    Von Matthias Kofler

    Um kurz nach 19 Uhr sind die Würfel gefallen: Chiara Avanzo erklärte die alles entscheidende Fraktionssprechersitzung für beendet. Die Müdigkeit und Erschöpfung war den Abgeordneten deutlich anzusehen.

    Im Plenum ergriff Josef Noggler das Wort. Es war eine Abrechnung: „Ich bin sehr enttäuscht“, sagte der Regionalassessor, „enttäuscht von Ihnen, Herr Blaas, weil Sie Ihr Wort nicht gehalten haben, und enttäuscht von Ihnen, Herr Pöder, weil Sie zusammen mit Walter Blaas dieses Gesetz blockieren.“

    Noggler unternahm einen letzten Anlauf, um die beiden Oppositionspolitiker noch zum Einlenken zu bringen. Er sei „bereit, das letzte Hemd auszuziehen“. Die SVP werde die Bestimmung, wonach die Gemeinden die Zahl der bezahlten Referenten aufstocken können, aus dem Gesetz streichen – so wie es die Opposition immer gefordert hatte.

    Doch Andreas Pöder und die Freiheitlichen blieben stur. Sie beharrten bis zum Schluss auf die Reduzierung der Gemeinderäte. „Die SVP ist vor Alessandro Urzì eingeknickt.“

    Da die Opposition nicht bereit war, ihre 5.000 Abänderungsanträge zurückzuziehen, blieb Sepp Noggler nur mehr ein Ausweg: „Wir gehen heim“, sagte der Assessor gegenüber der TAGESZEITUNG. Eine Verabschiedung des Gesetzes sei unter diesen Umständen nicht mehr möglich.

    Damit ist die groß angekündigte Wahlreform für Bozen (vorerst) gescheitert.

    Chiara Avanzo hat den Regionlarat aber für Freitag nächster Woche erneut einberufen, um einen allerletzten Versuch zu starten.

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    Kommentare (7)

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    • einereiner

      Wenn man die deutsche Opposition jahrelang verarscht darf man sich dann nicht wundern mal etwas davon zurück zu kriegen, allerliebste SVP.

    • sepp

      typisch SVP wen nett alles nach ihren kopf geht die beleidigten spielen so ist es halt wen man immer gegen die Opposition ist

    • sepp-f

      Gut so Opposition. Es ist einfach zu einfach, sich alles so wie früher alles so zurecht zu biegen, wie man es halt, so von früher mit einer sehr schwachen Opposition, gewohnt war. Es kann auch sein, dass sein letztes Hemd gar nicht so viel Wert ist.

    • george

      Viel Gezank um wenig Wolle! Das Wesentliche wäre wirklich die Anzahl der Gemeinderäte auf maximal 35 zu senken und die Gemeindereferenten ebenfalls in einer streng notwendigen Anzahl (7) einzustellen, worin sie eine wirklich ordentliche und effiziente Verwaltung der einzelnen Ressorts zu führen imstande wären. Nur dann könnte Bozen eine halbwegs stabile Verwaltung erreichen.
      Kleinere Gemeinden in Südtirol sollten an angrenzende größere Gemeinden angeschlossen werden. Unter 2000 Einwohnern sollte eigentlich keine selbständige politische Gemeinde mehr geführt werden.

    • sepp

      so ischs wen man ongscht um wahlen hat und typisch SVP immer die Gesetze zu ihren Gunsten zu machen i wünsch ihnen lei das in bozen ols daneben geht schaug mo noa was herr steger und achhammer tien

    • andy

      ja geht doch endlich heim und bleibt am besten für immer dort!
      dann richtet ihr SVPler wenigstens keinen Schaden an!

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