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    Geheimes Liebesverhältnis?

    Ein 28-jähriger Mann aus der Vinschgau ist am Landesgericht wegen Vergewaltigung einer 17-Jährigen verurteilt worden. Im Berufungsverfahren bemühen sich seine Anwälte nun um einen Freispruch. 

    Von Thomas Vikoler

    Die Verteidiger Beniamino Migliucci und Paolo Corti sprechen von einem „widersprüchlichen Urteil“ und „fehlenden Beweisen“. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sie es im Namen ihres Mandanten, einem 28-jährigen Vinschger, angefochten haben.

    Dieser war 2014 am Landesgericht Bozen von einem Richterinnen-Senat unter Vorsitz von Carla Scheidle (Beisitzerinnen: Maria Christina Erlicher und Ulrika Ceresara) zu drei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden.

    Wegen Vergewaltigung und Nötigung einer 17-Jährigen am Rande einer Jugendparty im Vinschgau im Frühjahr 2009. Dem mutmaßlichen Opfer wurde eine Anzahlung von 20.000 Euro auf das Schmerzensgeld zugesprochen.

    „Eigentlich hätte unser Mandant, auch angesichts der erschwerenden Umstände, zu einer mindestens doppelt so hohen Strafe verurteilt werden müssen“, lautet die paradoxe Einschätzung von Verteidiger Paolo Corti. Die erstinstanzlich verhängte Strafe fiel mit drei Jahren und fünf Monaten Haft für dieses Tatprofil tatsächlich eher niedrig aus.

    Dagegen ist Corti überzeugt, dass der Mann aus dem Vinschgau die ihm vorgeworfene Tat nicht begangen hat und voll freigesprochen werden müsste. Gestern hätte am Oberlandesgericht die Berufungsverhandlung zu diesem Fall stattfinden sollen, sie wurde aus technischen Gründen auf Dienstag kommender Woche vertagt.

    In ihrer Berufungsschrift behaupten die Verteidiger, dass zwischen dem mutmaßlichen Täter und dem Opfer ein Liebesverhältnis bestand, das allerdings als „geheim“ bezeichnet wird. Niemand habe davon – wegen der Minderjährigkeit der jungen Frau – erfahren sollen. Es sei zwischen beiden am Rande der Party – einvernehmlich – zu sexuellen Handlungen gekommen, aber zu keinem kompletten Geschlechtsverkehr.

    Beleuchtet wird in der Berufungsschrift auch die Rolle des Opfers nach der mutmaßlichen Tat. Sie habe weitere zwei Stunden auf der Party verbracht und sich später der eigenen Schwester anvertraut. Übernachtet hätte sie aber bei einer Freundin.

    Neue Beweismittel bringen die Verteidiger in die Berufung keine ein. Als Schuldindiz werteten die erstinstanzlichen Richterinnen die Aussage einer Freundin, die während eines Telefonats mit dem mutmaßlichen Opfer im Hintergrund die Stimme des Täters vernommen haben will: „Sag ja nichts“. Diese Aussage habe sich auf die versteckte Liebesbeziehung bezogen, sagen die Verteidiger.

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    Kommentare (11)

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    • latemarbz

      Eines verstehe ich nicht: warum sollte ein einvernehmliche Beziehung – auch sexuell – zwischen einer 17-jährigen und einem Volljährigen verboten sein?! Das gesetzlichen Schutzalter liegt bei 16.
      Verboten wäre Sex gegen Bezahlung oder wenn der Mann irgend eine Lehrer, Vorgesetzter, Trainer oder so etwas dieser Frau wäre.

      • markp.

        Es gib ja auch andere Leute/Umstände, vor denen man ein Liebesverhältnis geheim halten will. Es muss also nicht das Gesetz sein. Selbst wenn gesetzlich alles okey ist, können ja die Eltern dagegen sein, ihre 17jährige Tochter mit einem 28jährigen zu sehen.
        Der Interpretationsphantasie ist hier keine Grenze gesetzt….

        …aber unterm Strich geht es darum herauszufinden: fand eine Vergewaltigung statt oder war der Verkehr einvernehmlich. Ein schweres, manchmal auch unmögliches Unterfangen.

      • sonet

        Sorry, aber das ist so nicht korrekt.

        Altersgrenze diesbezüglich liegt bei 14. Zwischen dem 14. und 16 Lj gilt das Verbot sexueller Beziehungen mit Personen die einen Erziehungsauftrag haben (Lehrer, Trainer, Erzieher…). Ab 16 gilt keine solche Einschränkung mehr.
        Nur die Sache mit der Bezahlung trifft immer zu. Die ist grundsätzlich verboten.

    • gerecht

      Vielleicht hat der 28 jährige nicht den „richtigen“ Beruf!
      oder hat ein schräges Auge … roten Fleck auf der Wange …
      usw
      dann ist es ein leichtes jemand was anzulasten, um den loszuwerden …
      wir waren alle bei der Zweisamkeit nicht dabei…

    • tottele

      Wieviele Mädchen in diesem Alter haben eine Beziehung zu einem z.B.20 jährigen ? Wer hat welche Interpretation ? Wer hat davon einen Profit .
      Wenn man nur das weiß was hier zu lesen ist dann hat weder Mann noch Fräulein Unrecht oder Recht . Man muss Fakten haben !

    • tottele

      @markp
      Wieso sollte es nicht Fakten geben ? Es ist auch logisch , dass Spekulationen nichts damit zu tun haben .
      Zählen dürfte nur die Wahrheit , aber mit der wollen viele Leute nichts zu tun haben !

      • markp.

        Weil die Wahrheit nur 2 Leute wissen, das bleibt Fakt. Oder vielleicht Gott weiß noch was 100%ig passiert ist. Kein Reporter, kein Bekannter den man die Geschichte anvertraut, wird zu 100% die Wahrheit kennen.
        Wäre dem so, müßte man ja vor Gericht nicht Monate oder jahrelang rumstreiten. Fakt. Punkt.

    • tottele

      Logisch wissen nur zwei Leute die Wahrheit , aber einer der beiden lügt . Was allerdindiegs das Gericht betrifft das zieht sich immer über Jahre hinweg , außer es wird eine Person bei der Tat erwischt .
      Mit ca.4-5 Jahren muss man immer rechnen , außer eine Person ist geständig und das ist eben so !!

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