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Der Tempo-„Schwachsinn“

Die BürgerUnion ist gegen die Einführung eines Tempolimits auf der Brennerautobahn. So etwas könne nur „Bürokraten auf geheizten Bürotischen einfallen“.

Als Bremsmanöver für Südtirol und seine Betriebe wertet die BürgerUnion das Tempolimit von 100 km/h auf der A22.

„Nur wer selbst nicht auf Autobahnen arbeitet, wer nicht zu Kunden oder Lieferanten muss, wer nicht täglich um sein finanzielles Überleben kämpfen muss, kann die Dynamik solcher Entscheidungen dermaßen falsch einschätzen. Es kann nur Bürokraten auf geheizten Bürotischen einfallen, dass eine Temporeduzierung von 30% der Wirtschaft nicht schadet,“ so der Sprecher für Wirtschaftsfragen, Dietmar Zwerger in einer Ausendung der BürgerUnion.

Dietmar Zwerger

Dietmar Zwerger

Die Reduzierung des Tempolimits auf 100 bedeutet laut BürgerUnion zäheren Verkehr, längere Anfahrtszeiten und entlaste die Autobahn zu keinem Zeitpunkt.

„In der heutigen Zeit ist Geschwindigkeit und Kundenservice von größter Bedeutung. Auch liegen Auftragsort und Wohnort bzw. Firmensitz immer weiter entfernt.

Hier die Anfahrtszeiten um 30% zu erhöhen bedeutet eine Steigerung der Kosten, eine Verschlechterung der Dienstleistung, Erhöhung der Arbeitszeiten und als Ergebnis all dieser Faktoren Umsatzeinbußen, welche besonders die bereits überbelasteten Klein- und Mittlebetriebe vor finanziell und strukturell unüberwindbare Schwierigkeiten stellen werden.

So muss man als Kleinunternehmen entweder mehr Arbeitszeit investieren oder neue Arbeitskräfte einstellen, um dieselben Ergebnisse zu erzielen. Andernfalls hat man automatisch mit Verlusten aufgrund logistischer Minderleistungen zu rechnen,“ so Zwerger, seines Zeichens selbst aus Arbeitsgründen viel auf der A22 unterwegs, weiter.

Zur Verbesserung der Luftqualität könnte laut BürgerUnion mit anderen Mitteln beigetragen werden.

„Höhere Förderungen von neuen, umweltfreundlichen Autos wären eine Möglichkeit. Höhere Steuern für Stinker eine andere. Auch über nach Verbrauch gestaffelte Tarife könnte man nachdenken. Diese könnten natürlich nur bei telematischer Bezahlung verrechnet werden. Die meisten Vielfahrer und Unternehmer sind jedoch bereits heute mit solchen unterwegs,“ schlägt Zwerger vor.

Laut BürgerUnion müsste man die Schreibtischtäter selbst um ihre Aufträge und Einkünfte kämpfen lassen, dann würden sie verstehen , welchen Schaden sie mit ihren weltfremden Verbesserungsvorschlägen anrichten. „Wer für Bürokratie und deren Auswüchse bezahlt wird, versucht diese natürlich zu erhöhen. Die Schikanen müssen aber ein Ende haben, wenn man den Südtiroler Klein- und Mittelbetrieben das Wasser nicht endgültig abgraben will,“ schließt Zwerger die Aussendung der BürgerUnion.

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