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    „Solidarität geradebiegen“

    „Solidarität geradebiegen“

    Der Bozner Bauernbund-Ortsobmann Helmuth Alessandrini über landwirtschaftliche Nachteile des Flughafens – und den Krach von Düsenjets.

    TAGESZEITUNG: Herr Alessandrini, in der Vergangenheit zählten Sie zu den schärfsten Kritikern des Flughafenausbaus. Hat das Kompatscher-Konzept Ihre Meinung geändert?

    Helmuth Alessandrini: Nein, auf keinen Fall. Das gilt nicht nur für mich persönlich, sehr viele Leute im Bauernbund bezweifeln, dass die Landwirtschaft vom Flughafen profitiert. Für unsere Berufsgruppe ist der Flughafen nicht erfolgversprechend, er bringt nur Nachteile. Da wäre etwa die Umwelt, in Zukunft könnte bei Belastung die Produktsicherheit unserer Erzeugnisse beanstandet werden. Dann gibt es Einschränkungen technischer Natur, die Umgebung des Flugplatzes unterliegt nach einem Ausbau strukturellen Auflagen.

    Die Landesregierung argumentiert mit dem Tourismus.

    Da sprechen wir von einem Plus von einem Prozent, das steht in keinem Verhältnis zu den Kosten. Aber das ist nicht das einzige Argument: Die Bauern in Bozen, Überetsch, Unterland und Jenesien werden noch Augen und Ohren machen, wenn die Düsenjets kommen, bis jetzt hatten wir ja nur Propellermaschinen. Das gibt einen Riesenkrach, da werden die Touristen nicht bleiben wollen. Der Flughafen bedeutet eine gewaltige Einschränkung und massive Verluste in der Landwirtschaft.

    Teilen die übrigen Bezirke des Bauernbundes Ihre Einschätzung?

    Je weiter man von Bozen weg ist, desto weniger sieht man das Problem. Das Hemd liegt einem eben näher als der Rock. Hier müssen wir die Solidarität geradebiegen. Während wir uns mit den Flügen beschäftigen, schauen die Wipptaler, Pusterer und Vinschger auf die Gülle, den Abtrieb, die Beiträge. Das ist verständlich, muss sich aber ändern.

    Interview: Anton Rainer

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    Kommentare (40)

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    • sepp

      die üdtiroler und südtirolerinrn werden woll sovl gscheide sein und gegen den Flugplatz stimmen schaugen wos er noa mocht der LB

    • andreas

      Herr Alessandri, nicht alle Südtiroler sind Bauern und trotzdem gibt es bei diesen einige, welche den Bauern etwas gönnen, auch wenn sie keinen Vorteil daraus ziehen.

      Ihre Argumente sind maßlos überzogen oder versuchen sie doch mal zu erklären, warum die Landwirtschaft massive Verluste hätte.

      Die Interessen der Gesellschaft sind ihnen also egal, das Einzige was sie interessiert ist ihr eigener Vorteil und so viele Beiträge wie möglich, auf Kosten der Steuerzahler, zu kassieren.

      Mit ihrem peinlichen Opportunismus schaden sie dem Ansehen der Bauern mehr als es die paar Flugzeuge je könnten.
      Ich werde den nächsten Bauer den ich treffe mal fragen ob er diesen Egoismus seines Obmanns teilt.

      • latemarbz

        „die paar Flugzeuge “ das war gestern! In Zukunft sollen die Flüge vervielfacht werden!
        Erklären doch Sie, welches die Vorteil eines ausgebauten Flughafen für die Südtiroler Gesellschaft sind, die nicht auch egoistisch sind!?
        Haben Sie gester die „Z“ gelesen?, Den Beitrag des ukrainischen Oligarchen, der die Ruhe im Sarntal sucht und dort längere Zeit verbringt. Mit seinem Privatjet – wird schon ein großer sein – in Innsbruck gelandet ist. Viele Privatjets und Flugtaxis können jetzt schon in Bozen/St. Jakob landen.

        • pantone

          Bezüglich Ihrer Aussage „die paar Flugzeuge“ das war gestern! In Zukunft sollen die Flüber vervielfacht werden, versuche ich mal nachzurechnen.

          Bereits 2014 gab es 65.000 Passagiere mit Maschinen bis zu 50 Passagieren, bzw. 70 mit den Sommerflügen durch Austrian Airways. Um auf die 170.000 jährlich, dank Pistenverlängerung, zu kommen, sind 105.000 Passagiere mehr nötig.
          Angenommen, es handelt sich dabei um Charterflugzeuge, so haben diese etwa 100 Sitzplätze, bei der neuen Pistenlänge eh nicht mehr. Das wären dann 1.050 Flieger, die 100 Leute bringen und diese 100 Leute auch wieder wegfliegen, bzw. umgekehrt. Es sind dann 525 Flieger die am selben Tag landen und starten, bei 365 Tagen etwa 1,5 Flieger täglich die mit jeweils insgesamt 150 Passagieren landen und starten. Also 300 Passagiere täglich.

      • saustall_kritiker

        @Andreas: Ich frage mich schon, wer da mehr den eigenen persönlichen Vorteil im Auge hat, die ganz wenigen Wirtschaftshanseln, die um Biegen und Brechen dieses kleine Flugplätzchen auf Steuerzahlerkosten (wohlgemerkt nicht ihre eigenen Kosten, denn sie wissen aus der Vergangenheit, dass da alles in den Sand gesetzt wird) ausbauen wollen oder die viel zahlreicheren Bauern!
        Denn so ein kleines Flugplätzchen wie Bozen hat keine Zukunft, wo es doch auf halber Strecke zwischen Innsbruck und Verona liegt und zudem noch größte Probleme beim Anflug hat. Nachdem die stets pünktlichen und schon fast im Zweistundentakt verkehrenden Hochgeschwindigkeitszüge in 4 Stunden von Bozen ins Zentrum Roms düsen, sind sogar die bisherigen Romflüge definitiv passè und allenfalls ein Thema für Nostalgiker. Ich komme mit dem Zug ab 25-30 Euro von Bozen ins Zentrum nach Rom, wenn ich früh genug buche. Da gibt es KEINE Fluggesellschaft, welche damit nur annähernd konkurrieren kann. Der Egoismus und die Verblendung der Flughafenbefürworter muss da schon enorm sein. Korrigiert also zuerst euren verblendeten Egoismus, bevor ihr die berechtigten Argumente des Bauernbundes und der Anrainer als Egoismus darstellt! Denn diese Argumente sind wesentlich wichtiger und ernster zu nehmen als die von ein paar ganz wenigen marktschreienden Wirtschaftshanseln!!!!!

        • andreas

          Infrastrukturprojekte werden größtenteils vom Steuerzahler finanziert, was hättest da gerne erklärt?

          Was soll jemand der nach Norden möchte in Rom machen, auch wenn er in 4 Stunden für 30 Euro dort wäre?
          Sparfüchse sind gar nicht die Zielgruppe, es gibt auch Menschen, welche nicht unbedingt auf jeden Euro schauen müssen.

          • saustall_kritiker

            Es stimmt, nicht jeder wird ein Sparfuchs sein (wollen). Es wird sicher einige geben, die zum Erreichen des gleichen Zielpunkts etwas mehr ausgeben können oder wollen (vor allem wenn es andere bezahlen 🙂 ). Aber dass, wie hier am Beispiel Bozen – Rom, ein Reisender für den Flug das 10fache bezahlt wie für die viel bequemere Fahrt mit dem Zug, um damit den 10mal schlechteren Service (Stress mit Warten, Checkin, getrennte Anreise ins Zentrum) mit dem Flugzeug zu haben, wage ich schon sehr zu bezweifeln. Da wird die Bereitschaft mehr zu zahlen wohl nur mehr sehr eingeschränkt auf ein paar Verblendete da sein, die die Zeichen und die Entwicklung der Zeit noch nicht begriffen haben….
            Daher wird es schon mal die Linienflüge von Bozen nach Rom sicher mangels Fluggesellschaft nicht mehr geben…. Und Richtung Norden muss nur noch der Zug verbessert werden, das Potential ist da…Die Züge Italo des Ferrari-Auto-Herstellers sind schon in München gesichtet worden…. sollte Trenitalia dort nicht wollen.
            Aber gerade dank Trenitalia gibt es kaum noch einen Fluggast, der von Mailand nach Rom fliegt!!!!! 🙂 🙂 🙂 . Der wäre ja schlicht dumm und allenfalls ein Südtiroler Flugplatzbefürworter, wo die Fahrtzeit mit Trenitalia zwischen den zwei Städten jetzt 2 Stunden beträgt (360 kmh). 🙂

            • andreas

              Die Flügen in den Süden sind weniger relevant.
              Das Ziel wäre wohl eher Touristen aus dem Norden zu uns zu holen.
              Vergiß mal den Zug, wenn jemand von Hamburg oder Berlin kommt, ist dieser uninteressant.

              Südtirol braucht keine Million Fluggäste, es reichen 200.000 – 300.000 welche ein paar Euros mehr ausgeben um in BZ zu landen und es ist nicht so abwegig, dass man diese auch findet.

              Schau dir mal die Durchschnittspreise der Spitzenhotel im anderen Artikel an, glaubst Du wirklich dass jemand der 250-300 Euro die Nacht zahlt, sich nicht auch ein Flugticket leisten kann?

          • george

            Was heißt hier Infrastrukturprojekte werden größtenteils vom Steuerzahler finanziert? Der Bozner Flughafen gehört nicht zu den notwendigen und grundlegenden Infrastrukturprojekten. Wieso sollen wir einen weiterhin nicht funktionierenden Flughafen finanzieren, der nur ein paar privilegierten Nichtsparfüchsen dient. Die Allgemeinheit zahlt und die paar anderen, die es sonst sich leisten können, auch von anderswo wegzufliegen bzw. die paar Kilometer Anweg mehr auf sich nehmen könnten, sollen wir auch noch „durchfüttern“ und noch dazu für das umweltschädlichste Transportmittel schlechthin? ‚andreas‘, zahlen Sie ich ihren Luxus selber. Man sollte Sie für solche Forderungen rund um Bozen Tag für Tag die Berge abtragen lassen, denn mit diesen in solcher Aufstellung nützt auch die längere Flugpiste nichts. Sie würden sich wahrscheinlich wie Sisyphus vorkommen und es wäre die gerechte Strafe für ihr aufscheiderisches Gerede. 😀

          • einereiner

            @andreas
            nicht jeder ist ein SVP-Senfomat wie du, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat.
            Die Bauern erkennen viel besser als andere Wirtschaftstreibende (und die Angestellten sowieso), wann ein Projekt wirtschaftlicher Blödsinn ist.
            Wo wäre Leifers wenn damals die Bauern nicht gegen das Shopping Center gewesen wären? Genau….in der Insolvenz.

        • josef.t

          „“Wirtschaftshanseln““
          Seit sich unser “ Agrarland “ zu einem Touristen- und Industrieland
          entwickelt hat, gibt es einen vorher nie dagewesenen Wohlstand……
          Die Hälfte der EU Haushaltsgeldern gehen nachweislich, in die
          Landwirtschaft………
          Ob die “ Euros “ und der “ Regen “ wirklich durch “ beten “ vom
          Himmel fällt ???
          Durch einen Streik vom Flugbegleitpersonal in Frankfurt, sind
          um die 900 Flüge an einem Tage gestrichen worden, würde der
          Verzicht auf ein paar Flugzeuge in Bozen die Umwelt retten ???

          • einereiner

            @josef.t
            die Hälfte der EU Haushaltsgelder geht in die Landwirtschaft….das ist auch logisch, da nur die Landwirtschaft auf EU Ebene bezuschusst wird, alle anderen werden auf nationaler Ebene bezuschusst.

            • josef.t

              @einereiner; logisch ?
              Ein Drittel “ Überproduktion „, wird mit Steuergeldern wieder
              entsorgt……..

    • criticus

      Warum Egoismus wenn jemand seinen Standpunkt verteidigt? Manchmal haben „Neinsager“ mehr gerettet als die die sich jeden Blödsinn aufquatschen lassen. Bravo Herr Alessandrini!

      • andreas

        Außer Vermutungen und die Behauptung, dass die Landwirtschaft gewaltige Einschränkungen hinnehmen müsste, welche er mal erklären sollte, ist er hauptsächlich dagegen, weil die Bauern keinen Vorteil hätten.
        Sobald es aber 3 Tropfen mehr regnet als üblich sind die Bauern die ersten, welche Solidarität von der Gesellschaft erwarten und auch bekommen.

        Etwas bedachtere Äußerungen und mehr Sinn für das Gemeinwohl, würden der privilegierten Kaste vielleicht nicht schaden.
        Die Sonne geht nicht nur wegen den Bauern auf, glaube ich jedenfalls, manche Bauern sehen es aber anscheinend anders.

        Anbei ein Link zur Erklärung was Egoismus ist.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Egoismus

        • latemarbz

          Also hast es eben gegen die Bauern! Dann werden dich Argumente nicht erreichen!?

          • andreas

            Ich habe nichts gegen Bauern, deshalb kann man die Aussagen von Alessandri aber trotzdem komplett daneben finden.

            Es argumentiert nicht mit fundierten Aussagen, sondern mit pauschalen Weltuntergangsszenarien, welche er garantieret nicht belegen kann, da sie maßlos übertrieben sind.

            Dein Beispiel vom Russen sagt gar nichts über die Notwendigkeit des Flughafens aus und natürlich ist eine Erhöhung von 2 auf 6 eine Vervielfachung der Flüge, doch die absolute Zahl von 6 ist immer noch recht überschaubar.

        • george

          Und die paar Flugwilligen von und nach Bozen, sind die etwa die Gemeinwohlapostel oder bei weitem mehr die privilegierte Kaste als jene, die Alessandrini hier vertritt? Die Bauern, die Bauern: immer nur diese Verallgemeinerung! Dann sollen einmal jene, die so reden, hinaufgehen auf die steilen Hänge und dort sich Tag für Tag abrackern, wie es immer noch viele Bergbauern und Gehilfen bei uns tun und damit saubere Landschaft erhalten und einen enormen Mehrwert für den Tourismus und bequeme Ausflügler aus den Talsohlen schaffen, die sonst nur dort zwischen den Apfelplantagen im Smog ihrer ach so „gesund“ produzierten Abgase „trekken“ und ihren erholsamen Ausgleich schaffen müssten.

    • dr.sheldoncooper

      wikipedia ist keine seriöse zitierbare quelle.
      anbei ein link zum besseren verständnis, andreas:
      https://www.wissenschaftliches-arbeiten.org/zitieren/wikipedia.html

      • andreas

        🙂 Hast grad was Neues gelernt, was hier jetzt mitteilen möchtest?
        Um Egoismus zu erklären, braucht es keine fundierte wissenschaftliche Quelle, Wikipedia erfüllt hier seinen Zweck vollkommen.

    • franz

      Wenn es nach den Vorstellung der grünen Fundis bzw. den Gegnern des Flughafen gehen würde, die grundsätzlich gegen alles sind dann müsste man auch die Autobahnen schließen, die Lärmprobleme entlang der Inntalautobahnen im Bereich Wipptal lässt die dortigen Anrainer zur Verzweiflung bringen.
      Wer gegen den Flughafen ist wie die Grünen Allesverhinderer, der fördert automatisch den Verkehr auf Autobahnen . So gesehen ist es doch ein totaler Schwachsinn, den Flughafen zu verhindern damit jeder mit seinen Auto bis Innsbruck-Mailand oder München fahrt anstatt zusammen mit den Flugzeug bis zu ihren Zielflughafen zu gelangen.
      Abgesehen davon , dass Infrastrukturprojekte die von allgemeinen Interesse sind, Großteils mit Steuergeldern finanziert werden darf man nicht vergessen , dass wir zum Glück viele große gutgehenden Unternehmer in Südtirol haben die hier ihre Steuern bezahlen bzw. vielen Menschen Arbeit bieten. Und so gesehen diesen Flughafen indirekt mit ihren Steuern finanzieren.
      Und für diese Unternehmen ist der Flughafen in Bozen und für die Verbindung zum Rest der Welt und zu ihren Partnern überlebenswichtig :Beispiel Technoalpin die mit ihren Sitzen in China usw. .innerhalb 1 Jahr über 70 Stellen geschaffen hat. Oder Fri-El-Green Power.
      http://www.ff-online.com/ausgaben/47-261/gebrueder-gostner/

    • kurtduschek

      Dieser „andreas“ springt doch jeden an, der nicht seine Meinung teilt! Das Mitdiskutieren macht so keine Freude, schade, denn das Thema wäre interessant.

    • dr.sheldoncooper

      der andreas geht sich sicher selber auch auf die nerven…

    • alfonszanardi

      Die Aussagen des Alessandrini entsprechen genau dem Argumentationsstand der Flughafengegner – und dieser ist schwach, äusserst schwach.

      Ich möchte es nur an einem Beispiel vorführen: Der Bauer sagt: 1% mehr Tourismus sei nichts angesichts der Kosten. Fälscher könnte er nicht liegen:
      Der jährliche Umsatz des Tourismus in Südtirol ist 3 Mrd. Eur, 1% Mehrleistung entsprechen 30 Mio. Eur. Der Flughafen kostet 2,5 Mio im Jahr. Also erwirtschaftet die Investition allein im Tourismus eine Rendite von 1200% im Jahr.

      Noch Fragen, Herr Alessandrini?
      Nur Dagegen-Sein ist kein Argument.

      • saustall_kritiker

        HAHAHAHA. Wenn dem so wäre, warum finanziert dann der Tourismus den Flugplatz nicht eigenhändig? Warum müsste der Steuerzahler wieder dafür aufkommen?
        Als Steuerzahler weigere ich mich, wieder jede Menge Geld in dieses traditionsreiche Millionengrab zu versenken, anstatt das Geld für notwendigere Sachen (z.B. Sanität, Bildung) zu verwenden. Und ich nehme an, die Mehrzahl der anderen Steuerzahler auch… Daher finde ich die Volksabstimmung soooooooooo wichtig.
        Es geht nicht um „Dagegen-Sein“, sondern um Vernunft und Hausverstand. Und diese beiden Eigenschaften habe ich leider Gottes bisher bei keinem Flugplatz-Bozen-Befürworter gesehen.

        • alfonszanardi

          Der Tourismus finanziert den Flugfhafen schon jetzt LOCKER. Mit Jährlich geschätzten 1,2 Mrd. Steuerzahlungen nämlich. Was sind dagengen 2,5 Mio. im Jahr? Nix.
          Du weigerst dich den Flughafen zu sunbventionieren? Aber gegen zigmal-teurere Umfahrungen hast du nichts? ZB Auer 70 Mio., St. Christina 30 Mio. Allein mit diesen beiden kann man den Flughafen 40 Jahre betreiben.
          Es fehlt den Flughafen-Gegnern leider an schlagkräftigen Argumenten.
          Auch Umweltbelastung greift nicht: Gegen 35.000 PKW und 5000 LKW nur auf der A22 täglich sind 6 tägliche Flüge irrelevant.
          Was kannst du mir als FAKTEN nennen? Hausverstand ist übrigens kein Argument.
          Aber ich verstehe deine Logik schon: wo es keine Argumente gibt muss das Volk eben auch jenseits der Vernunft reinfahren dürfen.

      • george

        Ein nicht funktionierender Flughafen erwirtschaftet gar nichts, außer Schulden, Herr ‚alfonszanardi‘. Das haben wir ja schon in der Vergangenheit zur Genüge gesehen. Da können Sie Zahlen zitieren, wieviel Sie wollen. Oder sind die Defizite eines Herrn F. Staffler u. a. etwa anderswie entstanden? Erzählen Sie uns bitte keine Märchen.

        • alfonszanardi

          Wenn sie in der Lage sind nachprüfbare Argumente zu liefern tun sie es bitte. Sie können meine ja zu entkräften versuchen bitte.
          Ansonsten liefern sie nur Polemik und das unterstützt meine These dass die Gegner keine Argumente haben.

        • alfonszanardi

          Und Apropos Schulden:
          Es handelt sich hier keineswegs um Schulden sondern um Steuergeld mit dem der Flughafen subventioniert wird. Genauso subventioniert wie die Freiwillige Feuerwehr, der Bus- und Zugverkehr, der Strassenverkehr und der Trachten- und Schützenverein.Und diese Subvention ist bei einem Landeshaushalt von über 5,3 Mrd. EUR nicht mal ein halbes Promille.
          Mich interessieren Trachten- und Schützenvereine auch eher weniger, aber in einem demokratischen Sinne habe ich nichts dagegen. Das sollten sich auch mal die Gegner zu Gemüte führen, vor allem wenn sie, wie ich vermute, ausser einer gewissen Lärmbelästigung keine wirklich belastbaren Argumente haben.

          • george

            @alfonszanardi
            Aha, es sind nicht Schulden, sondern Steuergelder? Das ist eine lustige Interpretation! Und sind die Schulden von F. Staffler dann etwa Steuergelder, die nicht ausgezahlt wurden?
            @andreas
            Sie haben ja noch die abstruseren Theorien: Seit wann sind Fluggesellschaften in ihrer Geschäftsbringung von Flughäfen völlig abgekoppelt? Ein gut funktionierender Flughafen wirft doch auch für die dort frequentierenden Flugesellschaften ein gutes Geschäft ab, oder brauchen Flugesellschaften zum Geschäftemachen plötzlich keinen Flughafen mehr? Ein schlecht oder gar nicht funktionierender Flughafen, an welchen sich eine Fluggesellschaft auf Gedeih und Verderb anhängt, führt diese in die Pleite (siehe Insolvenz von Air Alps). Oder ist das etwa nicht so? Wieso finden sich für Bozen keine Fluggesellschaften mehr? Oder haben sich etwa solche plötzlich massenhaft angemeldet um den Flugbetrieb in Bozen/Leifers zu übernehmen? Man hört nichts davon.

            • alfonszanardi

              Mit Verlaub aber sie scheinen nicht zu wissen wovon sie schreiben.
              A) Der Flughafen wird mit Steuergeld subventioniert. Dieses wird von Unternehmen und Arbeitnehmern erwirtschaftet.
              B) DIe privaten Schulden des Herrn Staffler haben damit nichts zu tun, sie werden auch nicht vom Steuerzahler getragen.

        • andreas

          @george
          Die Verluste der Unternehmer wie Staffler entstanden mit der Fluggesellschaft und nicht mit dem Flughafen. So objektiv solltest Du sein dies zu unterscheiden.

          Der Flughafen wird wohl nie rentabel sein, dass ist schon klar, die Subventionen sind aber überschaubar und der volkswirtschaftliche Gewinn übersteigt die Subventionen bei weitem.

      • latemarbz

        Der Meraner Tourismus-Manager Thomas Aichner hat vor wenigen Monaten gesagt: Der Südtiroler Tourismus braucht den Flughafen nicht unbedingt. Das selbe sagte letzthin Franz Staffler (Hotel Greif, Hotel Laurin) und Multi-Unternehmer in einem Zeitungsinterview. Stefan Pan hat laut Medienmeldung betont, dass es mehr Flugtaxis braucht. Und dafür reicht der Flugplatz so wie er jetzt ist!
        Eine Bemerkung zu Thomas Aichner: er ist letzthin in den Posten des Verwaltungsratspräsidenten einer neuen Landesgesellschaft gehievt geworden (sicher hochdotiert) und seitdem ist er entschieden für den Ausbau! Kompatscher hatte anscheinend hochkarätige Argumente!!

      • latemarbz

        Die Argumente des Alessandrini sind nun nicht die Überzeugendsten. Wahrscheinlich wurde er während des „Bamschneidens“ angerufen, ganz unvorbereitet.
        Der Meraner Tourismus-Manager Thomas Aichner hat vor wenigen Monaten gesagt: Der Südtiroler Tourismus braucht den Flughafen nicht unbedingt. Das selbe sagte letzthin Franz Staffler (Hotel Greif, Hotel Laurin) und Multi-Unternehmer in einem Zeitungsinterview. Stefan Pan hat laut Medienmeldung betont, dass es mehr Flugtaxis braucht. Und dafür reicht der Flugplatz so wie er jetzt ist!
        Eine Bemerkung zu Thomas Aichner: er ist letzthin in den Posten des Verwaltungsratspräsidenten einer neuen Landesgesellschaft gehievt geworden (sicher hochdotiert) und seitdem ist er entschieden für den Ausbau! Kompatscher hatte anscheinend hochkarätige Argumente!!

      • einereiner

        @alfonszanardi
        Bitte lieber Flughafenbefürworter beantworte mir eine Frage:
        Warum sollte eine Fluglinie Bozen anfliegen, wenn es dort keine zwei funktionierenden Instrumentenanflüge gibt bzw. je geben wird?
        Wer diese Frage nicht beantworten kann, sollte bei der Diskussion um den Flugplatz den Mund halten. Somit wären das 99,99% der Diskutierer.

        • alfonszanardi

          In Bozen gibt es ein versetztes ILS aus dem Süden, der Anflug von Norden ist auf Sicht vorgesehen.
          Es ist ähnlich wie in Innsbruck, wo aus dem Osten ein versetzes ILS vorhanden und aus dem Westen ein manueller Endanflug nötig ist.
          Dennoch wird der Flughafen Innsbruck regelmässig angeflogen.

    • andreas

      @george
      Thermen Meran
      Museion
      Trauttmansdorff
      Stadttheater Bozen
      Ötzi Museum
      Stadtmuseum Bozen
      Welches dieser Projekte ist notwendig?
      Ich sags Dir, gar keines und trotzdem wurden sie mit Steuergelder gebaut und werden teilweise bis an ihr Lebensende stark subventioniert, da z.B. das Stadttheater nie rentabel sein kann.
      Bezahlen bei diesen Projekten die Nutzer die gesamten Kosten?

      Alessandrini spricht von den Bauern in Bozen, Überetsch, Unterland und Jenesien und da würde ich wohl die Obstbauern meinen, auch wenn es auf Jenesien ein paar Viehbauern gibt.

      • george

        @andreas
        Ja und? Was wollen Sie damit sagen? Gehen in diese Strukturen etwa auch nur jene rein, „welche nicht unbedingt auf jeden Euro schauen müssen“, also die „Nichtsparfüchse“ und die „privilegierte Kaste“, wie Sie sich so zynisch ausdrücken. Oder sind die von Ihnen aufgezählten Infrastrukturen solche, die alle interessieren/betreffen und wo auch alle (auch jene mit kleinem Geldbeutel) es vermögen hinein zu gehen und wo auch echte Bildung, Kultur und Wissenschaft vermittelt werden.

        • andreas

          Bist Du also der welcher als einziger die Weisheit hat zu entscheiden ob es sich um eine gute oder eine schlechte Investition handelt?
          Bildungs- und Kuturförderung sind also gut, Wirtschaftsförderung schlecht?
          Mir scheint als wäre Neid Deine Motivation um gegen den Flughafen zu sein.

    • franz

      “nicht funktionierender Flughafen erwirtschaftet gar nichts, außer Schulden, Herr ‘alfonszanardi’. Das haben wir ja schon in der Vergangenheit zur Genüge gesehen. Da können Sie Zahlen zitieren, wieviel Sie wollen. “ (….)

      Wenn ein nicht funktionierender Flughafen nicht’s erwirtschaften würde, dann kann er auch keine Schulden erwirtschaften.
      Einen Grünen etwas anhand von Zahlen zu erklären ist sinnlos, george schreibt ja“ Sie können Zahlen zitieren, wieviel Sie wollen“ er meint damit wohl er versteht das sowieso nicht. 🙂
      Für ihn ist ja auch die Umleitung der Etsch bei Marling zur Stromerzeugung eine Fehlleitung. Na ja. 🙂 die Grünen sehen eben alles etwas anders. 🙂

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