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    Die 150 Obdachlosen

    Die 150 Obdachlosen

    Die Caritas kümmert sich auch um die rund 150 „obdachlosen“ Flüchtlinge. Die Bevölkerung wird um Mithilfe durch Spenden ersucht.

    Nicht alle Flüchtlinge, die sich in Südtirol aufhalten, haben das Glück, in den Flüchtlingshäusern aufgenommen zu werden.

    An die 150 Flüchtlinge leben derzeit so gut wie auf der Straße.

    „Das hat natürlich Folgen für ihre Gesundheit und ihre Psyche. Hier ist Barmherzigkeit gefragt“, schreiben die beiden Caritas-Direktoren Franz Kripp und Paolo Valente anlässlich des Welttages der Migranten und Flüchtlinge, welchen die katholische Kirche an diesem Sonntag begeht.

    Die Caritas bietet diesen Flüchtlingen täglich eine warme Mahlzeit, die Möglichkeit zum Duschen und Beratung an. Zumal sich die Zahl der Hilfesuchenden letzthin deutlich erhöht hat, bittet die Caritas die Bevölkerung um Mithilfe durch Spenden.

    „Derzeit sind in Südtirol knapp 900 Asylsuchende, welche vom Staat zugewiesen wurden, in Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Damit sind im Moment alle Plätze belegt, mehr gibt es zur Zeit leider nicht“, erklären Kripp und Valente die derzeitige Situation.

    Neben den vom Staat zugewiesenen Flüchtlingen gibt es aber noch diejenigen, welche auf eigene Faust nach Südtirol kommen und hier ihren Asylantrag stellen, ohne vorher staatliche Aufnahmeeinrichtungen passiert zu haben.

    „Das Asylverfahren läuft für sie zwar weiter, als Unterkunft bleiben ihnen aber zur Zeit nur die Notschlafstellen, welche von der Gemeinde Bozen und der Landesverwaltung eingerichtet wurden. Diese Einrichtungen stehen ihnen nur in der Nacht zur Verfügung. Den Großteil des Tages sind diese Personen deshalb gezwungen, im Freien zu verbringen, sofern sie nicht irgendwo privat Unterschlupf finden, mit den dementsprechenden Folgen für die Gesundheit, Hygiene und besonders auch die Psyche.“

    In diesem Zusammenhang greifen die beiden Caritas-Direktoren die Botschaft von Papst Franziskus zum Welttag der Migranten und Flüchtlinge auf, der die Antwort auf die „Herausforderung Migranten und Flüchtlinge“ im „Evangelium der Barmherzigkeit“ sieht, in welchem u.a. das Obdachgeben für Fremde festgeschrieben steht. „Aus dieser Perspektive ist es wichtig, die Migranten nicht nur von ihrem legalen oder illegalen Status her zu betrachten, sondern vor allem als Personen“, mahnt der Papst.

    Eben deshalb bemüht sich die Südtiroler Caritas darum, den Flüchtlingen auf der Straße ein halbwegs menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen: In der Essensausgabe Santa Chiara am Bozner Silvius Magnago-Platz, in welcher Weise viele Freiwilligen aus den Pfarreien von Bozen täglich mithelfen, erhalten sie einmal am Tag (abends) eine warme Mahlzeit, im Haus Migrantes in der Nähe der Rombrücke können sie sich einmal wöchentlich waschen und duschen und in der Flüchtlingsberatungsstelle in der Marconistraße erhalten sie Hilfestellung in rechtlichen und bürokratischen Dingen.

    „Der Zulauf zu diese Dienste ist groß. So nehmen die Essensausgabe im Moment ca. 150 Personen täglich in Anspruch; rund die Hälfte davon sind Asylsuchende.

    Und auch in der Flüchtlingsberatung hat sich die Zahl der Hilfesuchenden im vergangenen Jahr knapp verdoppelt (von 430 im Jahr 2014 schnellte die Zahl im Jahr 2015 auf 758 Personen hoch).

    Oft sind das auch die einzigen Momente, an denen sich die Asylsuchenden nicht völlig alleingelassen fühlen. Der psychische Druck für jemanden, der auf der Straße lebt und nicht weiß, wie es weitergehen soll, ist enorm groß“, verweisen die beiden Caritas-Direktoren auf die prekäre Situation, in welcher sich diese „obdachlosen“ Flüchtlinge befinden.

    Wer die Arbeit der Caritas für die Flüchtlinge unterstützen möchte, ist gebeten, dies über eine Spende zu tun. Überweisungen sind entweder online unter www.caritas.bz.it oder über die Bank an die Caritas mit dem Kennwort „Flüchtlingsarbeit und Integration“ möglich.

    Spendenkonten der Caritas Diözese Bozen-Brixen:
    Intesa Sanpaolo, IBAN: IT18 B0306911619000006000065
    Raiffeisen Landesbank, IBAN: IT42 F0349311600000300200018;
    Südtiroler Sparkasse, IBAN: IT17 X0604511601000000110801;
    Südtiroler Volksbank, IBAN: IT12 R0585611601050571000032.

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    Kommentare (5)

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    • franz

      “„Das hat natürlich Folgen für ihre Gesundheit und ihre Psyche. Hier ist Barmherzigkeit gefragt“, schreiben die beiden Caritas-Direktoren Franz Kripp und Paolo Valente anlässlich des Welttages der Migranten und Flüchtlinge, welchen die katholische Kirche an diesem Sonntag begeht.“
      Wenn man davon ausgeht, dass von den sich bei den sich in Südtirol befindlichen “Flüchtlingen “ zu 90 % um Nichtkriegsflüchtlingen handelt, sollte sich die Caritas dafür einsetzen, dass Wirtschaftsflüchtlinge wieder dorthin zurückgeschickt werden von wo sie herkommen, dann wäre genügend Platz für Kriegsflüchtlinge.
      Die Forderung nach Barmherzigkeit zum Thema Flüchtlingsschicksal, dramatisch und so gut passend in die Zeit, in der in wachsendem Maß Kritik an der irrsinnigen Masseneinwanderung nach Europa und besonders Deutschland und Italien und Südtirol geübt wird.
      Nur Sollte sich Die Caritas bewusst sein , dass es Grenzen zum Gutmenschentum gibt.
      Die Caritas sollte sich übrigens auch dafür einsetzten dass Einheimische arme bedürftige Menschen wie Mindestrentner usw. die gleichen Rechte bekommen wie die Gäste “Flüchtlinge.“ 32.5 € / TAG und Mann für Unterkunft -Essen- Kleidung- Strom- Heizung-Internet- Tel. – IPHON -+++
      Mindestrentner -Arbeitslose-Esodati-müssen selbst damit zu Recht kommen. “„Das hat natürlich Folgen für ihre Gesundheit und ihre Psyche. Hier wäre Barmherzigkeit gefragt“, liebe Caritas.

    • gerecht

      Zuerst den Einheimischen helfen …
      dann allen anderen (Faß ohne Boden) …
      auch sollte ein SPENDENKONTO für die Flughafenbefürworter,
      damit die weiterhin gratis in die Freizeit kommen,
      während die Schwei(n)zer Kontos unberührt bleiben …

    • liebe caritas
      fragen sie doch zuerst den bischof?

    • franz

      Caritas fordert Barmherzigkeit von den Bürgern und die Volksvertreter inklusive ex Integrationsministerin Kyenge schmeißen das Geld beim Fenster raus bzw. genießen ihren “Urlaub‘ auf den Fiji.
      La gita della Kyenge alle isole Fiji. Spese folli, soldi nostri: le cifre
      La missione non è stata a prezzo di saldo: costo stimato di 1.230.702 euro per soli tre giorni, dal 15 al 17 giugno scorso. Ma per partecipare al meeting sono servite un’eternità di ore di volo, dal cuore del Vecchio continente fino al paradiso delle Fiji, un tour de force che ha
      http://www.liberoquotidiano.it/news/politica/11868251/kyenge-e-deputati-isole-fiji-soldi-pubblici.html

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