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    Das Ei mit der Rai-Gebühr

    Das Ei mit der Rai-Gebühr

    Die Rai-Fernsehgebühr wird heuer erst im Juli über die Stromrechnung bezahlt. Die Gebühr wurde auf 100 Euro reduziert.

    Für das, was die (nationale) Rai und manchmal auch Rai Südtirol bieten, müsste man eigentlich eine Tele-Tirana-Taler einführen.

    Dennoch: Wer ein Fernsehgerät besitzt, kommt nicht umhin, dem Staatsfunk, der anderen westeuropäischen öffentlich-rechtlichen Sendern, sogar dem „kleinen“ ORF in jeder Hinsicht hinterherhinkt, eine Jahresgebühr zu entrichten.

    Neu ist: Heuer wird die Gebühr über die Stromrechnung eingehoben – in der Bevölkerung herrscht noch viel Unwissenheit.

    Tagtäglich werden, nämlich, die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) von zahlreichen BürgerInnen kontaktiert, die mehr über die Bezahlung der Rai-Fensehgebühr wissen möchten.

    Diese wird nicht wie die Jahre zuvor Ende Jänner fällig ist, sondern sie wird ab Juli 2016 mit der Stromrechnung in Raten eingehoben – und: die Gebühr wurde auf 100 Euro jährlich reduziert wurde.

    Leider sei die zur Verfügung gestellte Information ungenügend, kritisiert die VZS in Bozen.

    Während in anderen Jahren im Jänner eine Kampagne für die Bezahlung der Fernsehgebühr in den Rai-Programmen lief, wird die Reform der Einhebung der Fernsehgebühr nicht entsprechend und in dem Maße kommuniziert.

    Über die Gebühren-Infonummer „Risponderai“, 199123000 können Auskünfte eingeholt werden. Unter www.contattalarai.rai.it/ kann man auch einen Rückruf vormerken. Informationen findet man auch unter www.abbonamenti.rai.it. Auch diesbezüglich wird die Zweisprachigkeit nicht gewährleistet.

    Die BürgerInnen zählen anscheindend zur zweiten Klasse, nachdem für die Betriebs-Abbonements sehr wohl Informationen in fünf Sprachen zur Verfügung stehen.

    Dazu der VZS-Geschäftsführer Walther Andreaus:

    „Es geht nicht an, dass für die sicher notwendige Information auch noch bezahlt werden muss. Rai und Agentur der Einnahmen sollten dringend eine kostenlose Grüne Nummer, in beiden Landessprachen, einrichten um die zahlreich auftauchenden Fragen zu beantworten. Als Verbrauchervereinigung bemühen wir uns, bei der Gestaltung der notwendigen neuen Formulare mit einbezogen zu werden.“

    Hervorzuheben sei auch, dass derzeit ein Widerspruch gegen die Anlastung auf der Stromrechnung – etwa weil man kein entsprechendes Gerät besitzt – verfrüht ist: dieser Widerspruch müsse genau in der vom Gesetz vorgeschriebenen Form erfolgen, und man warte im Moment noch darauf, dass die entsprechenden Instrumente zur Verfügung gestellt werden.

    Ein „formloses“ Einschreiben an den Stromanbieter, mit welchem man mitteilt, kein Gerät zu besitzen, sei somit wirkungslos.

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    Kommentare (4)

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    • itler

      Ich habe keinen TV ud kein Radio. Habe mich deshalb schon vor Jahren (als ich den TV verschenkt habe) von der Gebühr befreien lassen (zeitaufwändig/kostspielig). Nun muss man das wieder machen (falls überhaupt möglich) und soviel ich gelesen habe sogar jedes Jahr aufs neue.
      Habe auch der Verbraucherzentrale geschrieben, die meinten nur ich sollte bei der RAI anrufen…

    • saustall_kritiker

      Am meisten Glück haben aber die, die gar keine Stromrechnung bekommen, weil die Stromrechnung über einen einzigen Zähler im Mehrfamilienhaus (in Südtirol oft sprachabweichend Kondominium genannt) abgewickelt wird und der Strom somit vom Hausverwalter für alle gemeinsam an die Stromfirma bezahlt wird. HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA.
      Der Hausverwalter verteilt dann aufgrund interner, der Stromfirma nicht bekannter Zähler die Stromspesen anlässlich der Jahresabrechnung an die einzelnen Wohnungseigentümer. In diesem Fall fällt nicht nur die Grundgebühr günstiger aus HAHAHAHAHAHA, sondern auch die Raigebühr entfällt HAHAHAHAHAHAHA wohl. Sie kann doch nicht der kollektiven Stromrechnung angelastet werden, die der Hausverwalter bezahlt.
      So geht’s, wenn man eine Neuerung mit großer Oberflächlichkeit einführt….

      • yannis

        eine Ungerechtigkeit hoch drei !

        In DE zahlt jeder Haushalt der im Melderegister der Kommune steht, die sog. GEZ Gebühr, unabhängig davon ob er eine oder zehn Glotzen und auch gar keine in seiner der Wohnung hat.
        Auch die den Fernseher angeblich verschenkt oder sonst was haben, schauen deshalb immer noch Glotze, dann halt via Internet, somit ist die Gebühr die pro Haushalt anfällt absolut das gerechteste Modell.
        Genauso verfährt man mit der Grundgebühr für die Energieversorgung, entweder hat jede Wohnung einen eigenen Zähler, oder es wird bei den betreffenden „Kondominium“ die Anzahl der Wohneinheiten mit dem Satz der Grundgebühr multipliziert. Auch wieder gerechter gegenüber der Einfamilienhaus-Bewohnern

    • peter

      So eine Sauerei, hier wird eine Fernsehgebühr eingehoben, unter dem Motto: „Friss oder Stirb“; egal ob jemand ein TV besitzt oder nicht.

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