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    Der schöne Daum

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    Fotos: Ivan Muselli/Guilherme Costa/Active Model Management Toronto/Elle Italia

    Vom Journalisten-Sohn zum Model-Star: Wie der jüngste Sprössling des ehemaligen RAI-Journalisten Eberhard Daum in der internationalen Mode-Szene für Furore sorgt.

    (ar) Wie misst man eigentlich Schönheit? „Bei den Männern“, sagt Gabriel Daum, „wird in der Breite nicht so sehr auf Zentimeter geachtet – nur groß sollte man sein.“ Und auch ein paar Tausend Follower auf Instagram könnten nicht schaden.

    In den letzten Wochen hat Gabriel Daum, (18 Jahre, 188 cm, 745 Follower) eine ganze Reihe von derartigen Regeln in- und auswendig gelernt. Der Grund: Gabriel, Sohn der Rai-Journalisten Eberhard Daum und Marlis Steinkasserer, hat geschafft, wovon manche Südtiroler und Südtirolerinnen (!) ein Leben lang träumen. „Ich hatte Glück, ich wurde im Sommer einfach so entdeckt“, sagt Gabriel und lacht: „Ein Agentur-Scout sprach mich am Flughafen in Bergamo an, weil er davon ausgegangen war, dass ich bereits Model bin.“ Das Angebot? Ein paar Fotoshootings, ein Vertrag, das volle Programm. Geschmeichelt lehnte der Schüler ab. „Ich war daran überhaupt nicht interessiert“, erinnert sich Gabriel heute, „als Südtiroler wird man nicht gerade auf die Modewelt vorbereitet.“

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    Einen Kurztrip nach Barcelona und viele SMS später ließ sich Gabriel dennoch zu einem Test-Shooting überreden. „Es machte mehr Spaß als erwartet“, sagt Daum heute, „und die Fotos landeten schon bald in der ganzen Welt.“ In nur wenigen Monaten wurde das „New Face“, wie sich Gabriel selbst sieht, für eine Prada-Kampagne und die Hochzeitsbeilage der italienischen „Elle“ abgelichtet, und für „United Colors of Benetton“ stand er auf dem Laufsteg. Weitere Aufträge sind schon in Aussicht: „In der vergangenen Woche habe ich drei Tage lang Castings in Paris absolviert“, sagt Gabriel, „davon hängen eventuelle Jobs während der Fashion Week ab.“ Die Folge: Arbeitstage, die teilweise von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts andauern.

    Noch besucht Daum Junior die Maturaklasse – wie lässt sich das mit dem Modelleben vereinen? „Momentan ist es mega-stressig.“ Und was sagt Papa Eberhard dazu? „Meinen Eltern ist wichtig, dass die Schule an oberster Stelle steht“, sagt Gabriel, „Das weiß meine Agentur, weil sie ja auch mit vielen 16-jährigen Models arbeitet.“

    Dass das Geschäft für derart junge „Supermodels“ nicht nur Chancen bietet, ist auch Gabriel bewusst. Beispiele für Gefahren gebe es schließlich genug: „Drogen sind auf jeden Fall relativ verbreitet“, sagt der Schüler, „Wer den ganzen Tag nur auf die Ergebnisse eines Castings wartet, braucht sie vielleicht zum Zeitvertreib. Mich interessiert das aber nicht.“ Für eine erfolgreiche Karriere sei das auch eher hinderlich.

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    Apropos: Wie misst man eigentlich Erfolg? „Bis zu 1.000 Euro am Tag sind bei einem Auftrag schon drin“, sagt Gabriel Daum, „aber wenn man nur einen Job pro Monat bekommt, ist das nicht viel.“ Und mit 35 müsse man diese Karriere ohnehin an den Nagel hängen. Dann schon lieber studieren, sagt Gabriel, „modeln geht auch nebenbei.“

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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