Du befindest dich hier: Home » News » Die schlaue Arbeitslose

    Die schlaue Arbeitslose

    Diese Bild verschickte die Frau über Facebook

    Dieses Bild verschickte die Frau über Facebook

    Eine Sozialhilfeempfängerin aus Bozen hat sich mit einem Facebook-Eintrag Probleme aufgehalst: Die angeblich so arme Frau urlaubt vier Monate im Jahr in Kambodscha.

    Die Frau wohnt in Bozen in einer Sozialwohnung.

    Seit Jahren bezieht die Frau außerdem Sozialbeiträge, weil sie, eigenen Angaben zufolge, finanziell nicht über die Runden kommt.

    Nun hat die Frau einen möglicherweise verhängnisvollen Fehler begangen:

    Über Facebook hat die Frau am 1. Jänner 2016 ihre Neujahrswünsche gepostet – samt Fotos, und zwar aus ihrem Winter-Domizil in Kambodscha.

    Der Hintergrund:

    Ein weiteres Facebook-Foto

    Ein weiteres Facebook-Foto der in Kambodscha urlaubenden Frau aus Bozen

    Die Frau, die angeblich arm wie eine Kirchenmaus ist, verbringt jedes Jahr vier Monate in Kambodscha am Strand. Im Winter.

    Nun war es ein Ex-Freund der Frau, der diesen mutmaßlichen Fall von Sozialbetrug an Sozial-Landesrätin Martha Stocker und an die Finanzpolizei weitergeleitet hat.

    Die detaillierte Dokumentation mit Hintergrundinformationen, Dokumenten und Facebook-Einträgen wurde TAGESZEITUNG Online zugespielt.

    Die Frau hat es demnach ziemlich krass getrieben.

    Laut Eingabe soll ein Freund der Frau während deren Abwesenheit die Sozialhilfe kassiert und mit dem Geld eine Kreditkarte aufgeladen haben, mit der die Frau in Kambodscha Geld beheben konnte.

    Laut WoBi-Kodex müssten die Mieter von Sozialwohnungen eine allfällige Abwesenheit von mehr als drei Monaten dem Institut melden.

    Das habe die Frau nicht getan, heißt es in der Eingabe.

    Laut Eingabe sei diese Frau keineswegs so hilfsbedürftig, da sie schwarz arbeite bzw. Einkünfte illegaler Art habe.

    Die Finanzpolizei überprüft nun die in der Sachverhaltsdarstellung dargelegten, schwerwiegenden Vorwürfe gegen die Sozialhilfeempfängerin aus Bozen.

    Kurios:

    Die Mitarbeiterin einer bekannten sozialen Einrichtung in Bozen sucht – laut der TAGESZEITUNG Online vorliegenden, mit viel Beweismaterial unterlegten Sachverhaltsdarstellung – täglich die Wohnung der in Kambodscha „überwinternden“ Sozialhilfeempfängerin auf, um deren Katze zu füttern.

    Die Mitarbeiterin der in der Eingabe genannten sozialen Einrichtung wisse über den Sozialbetrug Bescheid.

    Auch Nachbarn hatten sich gewundert, dass sich eine Sozialhilfeempfängerin jedes Jahr einen viermonatigen Urlaub in Kambodscha leisten kann.

    In ihren Facebook-Einträgen schrieb die Frau selbst, sie sei „incognito“ in Kambodscha.

    Wenn die Frau im Februar aus ihrem Winter-Paradies zurückkehrt, könnte sie eine böse Überraschung erleben.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (10)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • gerecht

      die kommt nicht mehr zurück …

    • schiesspulfer

      Die Geschichte stinkt zum Himmel!
      Allerdings, wenn man als IS-Terrorist mit Sozialhilfe in Südtirol leben kann, dann lässt es sich wahrscheinlich als Südtiroler in Kambodscha mit der ital. Sozialhilfe gut leben.

      • latemarbz

        Darin liegt eine Logik: Kambodscha ist wahrscheinlich eines der ärmsten Länder in Südostasien. Wenn sie nicht in Hotels wohnt, lebt sie dort sicher billiger. Eine andere Frage sind die Kosten des Flugs. Jedenfalls machen es auch viele europäische Senioren so, die den Winter billiger und angenehmer (wer die Wärme liebt) als hier, in einem südlichen Land verbringen. Schlimm ist, dass ihr hier auch für diese Zeit eine warme Wohnung gratis zur Verfügung steht und sie das als selbstverständlich nimmt und dass sie anscheinend die Sozialhilfe erschwindelt und dabei anscheinend noch von einen Fachperson unterstützt wird!

        • schiesspulfer

          Wenn sogar Terroristen Sagen: Kommt nach Südtirol, hier braucht man nicht arbeiten und bekommt alles gratis. Dann wieso arbeiten eigentlich noch die Einheimischen???

          Jeder hat seinen Staat und dort gehört er auch hin!

    • politikverdrossener

      SUPERSCOOP !!! habt Ihr wirklich nichts Besseres?

    • morgenstern

      Das gesamte Sozialsystem ist extrem reformbedürftig. Wie denn sonst kann es zu solchen Auswüchsen kommen.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen