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Dreiste Betrüger

Irreführende Geschäftspraktiken (Foto: Handelskammer/Shutterstock)

Irreführende Geschäftspraktiken (Foto: Handelskammer/Shutterstock)

In Südtirol häufen sich die Fälle irreführender Geschäftspraktiken und die Methoden der Betrüger werden immer dreister.

Neben den bereits üblichen Posterlagscheinen flattern den heimischen Betrieben nun auch undurchschaubare Rechnungen ins Haus. Die Beträge variieren von ein paar Hundert bis zu mehreren Tausend Euro, teilt die Handelskammer in einer Aussendung mit.

Immer ausgefeilter werden die Betrugsversuche, denen die Südtiroler Unternehmen ausgeliefert sind. Derzeit zirkulieren Rechnungen mit äußerst vagen und allgemeinen Angaben. Wer sich zu Recht gegen eine Zahlung entschließt, kommt spätestens zwei Wochen darauf ins Grübeln, wenn das erste Mahnschreiben eintrifft.

Im Zweifel ist es sinnvoll nicht einfach zu bezahlen, sondern sich vorher bei der Handelskammer oder der AGCM, der italienischen Schutzbehörde für Markt und Wettbewerb, zu erkundigen, rät die Handelskammer.

„Einigen Unternehmen wurde bei Nicht-Bezahlung sogar mit gerichtlichen Schritten gedroht“, informiert Handelskammerpräsident Michl Ebner. „Betroffen sind vor allem mittlere und kleinere Gastbetriebe sowie Unternehmen, die kürzlich Änderungen und Eintragungen im Handelsregister vorgenommen haben.“

Eine weitere aktuelle Masche ist der telefonische Verkauf von vermeintlich gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitssicherheitsunterlagen, wobei auch hier meist der Zeitpunkt einer kürzlich vorgenommenen Änderung im Betrieb genutzt wird um den Eindruck der Rechtmäßigkeit bzw. Notwendigkeit zu erwecken.

Ein paar einfache Grundregeln ermöglichen es, unlauteren Geschäftspraktiken vorzubeugen. Die Kontrolle von Absender und Zahlungsgrund reichen manchmal aus, um hinter einen Betrug zu kommen. Auch eine schnelle Suche im Internet kann dazu beitragen, irreführende Aktivitäten zu entlarven.

Die AGCM veröffentlicht außerdem laufend jeden gemeldeten Betrugsversuch online.

Derzeit zirkulieren vor allem Rechnungen von der Avron International Media, der IPDM – Internet Publishing & Demand Management, der Euro Branchen Online, dem Portale Imprese s.r.l. und dem Euro Media Online Service, um nur einige von vielen zu nennen.
Betroffene Unternehmen haben die Möglichkeit eine entsprechende Meldung online durchzuführen, unter www.agcm.it, oder über die Grüne Nummer 800 166 661 mitzuteilen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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