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    Der verwarnte Primar

    schaelGeneraldirektor Thomas Schael schlägt wieder zu: Er hat den Bozner Primar Christian Wiedermann verwarnt.

    von Artur Oberhofer

    Der Brief mit der Protokollnummer 0129953 ging am 18. Dezember 2015 aus der Generaldirektion des Südtiroler Sanitätsbetriebes ab.

    Der Empfänger: Christian Wiedermann, Primar der Abteilung Innere Medizin am Regionalkrankenhaus in Bozen.

    Generaldirektor Thomas Schael verwarnt den Primar.

    Der Grund: Christian Wiedermann hatte sich erlaubt, der Gesundheits-Landesrätin einen Brief zu schreiben. Seit Schaels umstrittenen Maulkorb-Erlass vom Oktober 2015 ist die direkte Kommunikation von Bediensteten des Betriebes mit der Gesundheits-Landesrätin strikt untersagt.

    Erst vor Weihnachten hatte die TAGESZEITUNG den Fall Perkmann aufgedeckt. Gegen den Primar der Abteilung für Gefäß- und Thoraxchirurgie, Reinhold Perkmann, hat Thomas Schael ein Disziplinarverfahren anstrengen lassen, weil der – wie nun auch sein Kollege Wiedermann – es gewagt hatte, die Landesrätin schriftlich auf Missstände im Betrieb hinzuweisen.

    Wohl wegen des Sturms der Entrüstung, den die TAGESZEITUNG-Enthüllungen zum Fall Perkmann ausgelöst hatten, hat es Generaldirektor Thomas Schael im Fall von Primar Wiedermann (vorläufig) bei einer Verwarnung belassen.

    LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE:

    • Was im Schael-Brief an Primar Wiedermann steht
    • Und: Wie es im Fall Reinhold Perkmann weitergeht.
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    Kommentare (29)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • baerig

      Vorschlag:
      Die „Meute“ ( Primare) sollten ALLE an Frau Stocker EINEN Brief schreiben, unter anderem vielleicht auch einen
      „Liebesbrief oder Dankes- oder Beileidsbrief……….,.,dannn hätte „Pratenkapitän“ Schäl endlich was “ gscheits zu tun“!

    • sepp

      der herr gehört sofort entlassen un ddie landesrätin gleich mit

      • andy

        dieser Herr ist so von der SVP gewollt!
        er soll die Drecksarbeit leisten, die kein SVPler machen will.
        Deswegen hat man einen Deutschen genommen, der das macht und dana wieder geht!
        So muß sich die SVP die Hände nicht schmutzig machen und erreicht ihr dreckiges Ziel doch!

    • prof

      …oder vielleicht einen Kündigungsbrief ?
      Wäre nur schade bezw. eine Katastrofe für alle Patienten,welche das Krankenhaus bezw. Ärzte in Anspruch nehmem müssen.

    • yannis

      Damit steigert der Schael die Motivation der Mediziner, zum Wohle der Patienten ungemein.!!

    • drago

      Was bezwecken diese Primare mit den Schreiben an die Landesrätin? Wollen Sie ihren Vorgesetzten anschwärzen? Oder wollen Sie Verantwortung abschieben? Könnte es sein, dass die Landesrätin auch aus diesem Grund mit dem Handeln des Generaldirektors einverstanden ist (weil sie nicht Mitverantwortung für operative Mängel durch die Kenntnis davon übernehmen will)? Im übrigen ist in jedem Betrieb der Angestellte verpflichtet, eventuelle Mißstände, die er nicht selbst beheben kann, dem Vorgesetzten zu melden (betriebsintern) und nicht einem Politiker). Mit Betriebsinterna nach außen zu gehen, stellt nunmal in jedem Betrieb (öffentlich oder privat) einen Vertrauensbruch dar, der disziplinarisch geahndet wird. Gilt natürlich nicht für strafrechtlich relevante Bestände.

      • roadrunner

        Genau so sehe ich das auch. Mir ist ein solches Vorgehen total unverständlich.

        • andreas

          Gruppendynamik, die Primare sehen sich als die Guten und nehmen scheinbar an, dass jedes Mittel recht ist um auf sich aufmerksam zu machen.
          Im vermeindlichen Schutz der Gruppe ist es leichter sich über Regeln hinwegzusetzen.
          Dass sie damit ihrem Gegenüber keine Möglichkeit für einen Kompromiß geben, ohne komplett das Gesicht zu verlieren, lassen sie aber anscheinend außer acht.

          • roadrunner

            Die Primare haben gefälligst ihre Abteilung zu leiten und deren ärtzlichen Pflichten nachzukommen. Wenn Sie meinen, sie können es besser, so sollten sie sich das nächste Mal für die Stelle als Sanitätsdirektor bewerben.
            Ich frage mich, ob all diese Schreier hier auch bei ihrem Arbeitsplatz so vorgehen würden. Wohl eher nicht, denn da wären sie ihrn sehr schnell los….

    • gerecht

      Steht demnächst Schäel und Stocker & co. selber am OP tisch?
      bringt auf jedenfall Einsparrungen,
      und Schael’s seine Prämie um die so mit angst bangt …
      die Patienten brauchen alle keine Gesund mehr,
      sondern nur mehr den Leichenbestatter …

    • yannis

      @drago,
      wenn jemand bei seinen Vorgesetzten der ihn „vorgesetzt“ wurde, nichts erreicht bleibt nur der Gang zu dessen Vorgesetzten und dies ist nun mal die Landesrätin.

      • mairwalter

        @yannis
        So und nicht anders verläuft das Dilemma Sanität! Eine Zwei Schienen Bürokratie, wo die eine Hand nicht weiß, was die andere gerade im Sinn hat! Schafft man die „Landespfuscherei“ mit Laien und inkompetenten Sesselfurzern einmal ab, hat man nicht nur IMMENSE finanzielle VORTEILE zur Verfügung, sondern EIN Gesundheitssystem! Der Erfolg würde nicht nur solche Kaspereltheater eines Macht geilen Schael ausgrenzen, sondern Fachleute entscheiden lassen, was für eine Abteilung gut oder schlecht ist. Solange sich eine total überforderte,inkompetente und „Renten reife“ Landesrätin in Sachen Gesundheit durch den AMTSSCHIMMEL Schael auf der Bürokratie Schiene bewegt, wird es nie zu einer Verbesserung des Gesundheitssystems in Südtirol kommen!

        • roadrunner

          Wer bist du denn um beurteilen zu können, dass alles nur Laien, Sesselfurzer sind? Sag mal: Kennst du dich – mit einem der komplexesten Themen- aus? Bist du Arzt, Manager eines Konzerns oder dergleichen? Woher nimmst du dir das Recht so zu urteilen? Ich würde mich für solch unqualifizierte Aussagen gründlich schämen…

      • roadrunner

        Der direkte Vorgesetzte ist Schäl und nicht Stocker. Des Weiteren haben sie sich nicht diesen Personen zugewandt, sondern der Presse. Inakzeptabel sowas.

    • mairwalter

      @roadrunner
      „Eines der komplexesten Themen! ????
      Was ist da so komplex? Fakt ist, dass die Bürokratie den Arzt,ihn statt zu unterstützen, mit internen Regeln und Maßnahmen, seine Arbeit behindert! Man muss nicht Arzt oder Manager sein, um die Missstände in diesem Bereich zu wissen! Patient zu sein genügt vollkommen! Wenn man Bekannte und Freunde als Ärzte hat, die einem von diesem Dilemma erzählen,fällt es einem leicht die so hoch gepriesene „TRANSPARENZ“, von der im Bereich Sanität immer groß geschwafelt wird, in Frage zu stellen. Bis vor kurzem haben Land und Sanität noch mit ZWEI vollkommen verschiedene EDV Techniken gearbeitet.Und tun es auch heute noch! Deshalb war auch Informationen über Patienten mehr als mangelhaft, aber vor Allem nicht einsehbar.
      >>Primare haben ihrer Pflicht ihrer ärztlichen Pflicht nach zu kommen<<<
      Was ist wenn "Schreiberlinge" sich anmassen zu entscheiden, wie viele Personal eine Abteilung braucht? Wie viel Material zu verwenden ist? Manager eines Konzerns übergehen meistens das Wesentliche und sind auf eigenem Erfolg, auf Kosten der"Angestellten" bedacht! Wer einmal, z.B mit der Abteilung der Primars Perkmann zu tun gehabt hat, so wie ich und die Kommentare der Krankenschwestern und Oberärzte,nur so nebenbei mitbekommen hat, der versteht das Handeln des Primars! Wenn man Jahre lang auf taube Ohren stößt,da man seine Arbeit so effizient wie möglich gestalten möchte, dann ist die logische Konsequenz nur eine: Man wendet sich an die Öffentlichkeit! Immerhin ist und bleibt die Sanitätseinheit eine ÖFFENTLICHE EINRICHTUNG und sollte auch als solche verstanden werden..

      • andreas

        Respekt, in so wenig Zeilen, so viel Unsinn unterzukriegen, muss Dir auch erst mal jemand nachmachen.

      • roadrunner

        Kurzum: du brüllst weil alle anderen brüllen und gemeinsam lässt es sich natürlich noch lauter brüllen, ob man Recht hat oder nicht, ist egal. Ein Primar hat sich um seine Abteilung zu kümmern und nicht um die Geschäftsführung des Sanitätsbetriebes. Dafür sind sie nicht qualifiziert! Das Thema wird von den Primaren politisch missbraucht, weil sie um ihre Privilegien bangen, nicht die Politiker. Abteilungen müssen geschlossen werden um sie einheitlich effizienter zu machen. Als Beispiel nehmen wir die Urologie in Bozen: Pro Turnus gibt es 2 Krankenschwestern, die bis zu 12 Stunden am Tag schuften. Es kommt vor, dass diese sogar eine Chemo verabreichen müssen, da kein diensthabender Arzt dort ist. Per Telefon werden ihnen die Anweisungen gegeben. Bei Nachfrage bei der Gewerkschaft, ob eine Krankenschwester überhaupt eine Chemo verabreichen darf, wil niemand eine Aussage treffen. Sie muss es aber trotzdem tun.
        In anderen Krankenhäusern gibt es Ärzte in überfluss. Bis zu 6 Krankenschwestern, bei denen sich 4 die Däumchen drehen. Ist das in Ordnung? Es ist gut und richtig dass jetzt Schäl aufräumt. Da muss endlich Effizienz einkehren. Die Ärzte und Primare sollen gut bezahlt werden, meinetwegen auch über 10000 Euro im Monat. Aber sie sollen auhören, sich wie Divas zu benehmen.
        Ich hätte da noch genug Interna, welches ich dir aufzählen könnte. Vorher möchte ich aber wissen, ob du nur Stammtischgeplodere auspackst oder wirklich Missstände kennst.
        Ach ja: wenn das alles so einfach ist, warum bewirbst du dich nicht für die Stelle? Qualifiziert dafür dürftest du wohl sein. Hast Bwl oder dergleichen sicher studiert…

    • mairwalter

      @andreas
      Respekt, In so wenig Zeilen so viele Gegenargumente unterzukriegen,muss Ihnen auch erst mal jemand nachmachen. 🙂

    • mairwalter

      @Wenn jemand annimmt lesen zu können, es aber nicht imstande ist und nur mit banalen Sätzen um sich wirft, dann sind Argumente vergebene Mühe! 🙂
      Ps Siehe oben…(Bekannte und Freunde als Ärzte)

    • sepp

      mairwalter wegen sesslfurzer Andreas isch besser nett aufregen

    • george

      Jeder Mensch hat in einer öffentlichen Anstellung das Recht über Missstände die Öffentlichkeit zu informieren, außer es sei denn, dass er Daten preisgibt, die per Gesetz dem Amtsgeheimnis unterliegen. Wir sind doch nicht in einem absolutistischem System zu Hause. Bestimmte Herrscher hier in Südtirol und entsprechende Nachläufer scheinen aber zunehmend wieder mehr einem solchen System nachzulaufen.

    • george

      @topgun
      Welche Grammatik würden Sie hier anwenden? Etwa die von Johannes Erben?
      Tollkühne Bemerkung, Herr Linguist. Sie wollen die poetische Freiheit des Ausdrucks doch nicht in starre Zwänge bringen?

      • topgun

        @george

        Mein einziges Ziel ist es, dass Sie endlich aufhören, in jedem zweiten Beitrag Rechtschreibung und Grammatik anderer zu kritisieren, obwohl wir uns hier nicht in einem Rechtschreib/Grammatik-Forum befinden!

        Und da habe ich jetzt (übrigens ohne spezielle Ausbildung diesbezüglich) halt ein ein paar Mal aufgezeigt, dass Sie bei weitem auch nicht so perfekt sind, wie Sie glauben!

        Einen Satz,wie den oben zitierten, als „poetische Freiheit“ einzustufen und gleichzeitig andere zu kritisieren, ist Überheblichkeit in reinster Form!

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