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„Um den Schlaf gebracht…“

Der freiheitliche Pius Leitner übt Kritik an der europäischen Flüchtlingspolitik – und greift dabei auf ein bekanntes Zitat von Heinrich Heine zurück.

Der freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner, zeigt sich in einer Aussendung überzeugt davon, dass die Flüchtlingsproblematik auch im eben angebrochenen Jahr 2016 das beherrschende Thema in der europäischen Politik sein werde.

Dabei kommen ihm die Worte aus Henrich Heines „Nachtgedanken” in den Sinn: Denke ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht. An die Stelle Deutschlands will Leitner Europa setzen, das dabei sei, sich selber abzuschaffen.

In der Aussendung schreibt Leitner:

„Derzeit herrscht viel Unwissenheit vor und der Eindruck festigt sich, dass bewusst nicht mehr zwischen Armutsflüchtlingen, Wirtschaftsflüchtlingen und tatsächlich Verfolgten unterschieden wird. Anstatt an einer oberflächlichen Tränendrüsenpolitik und am Einreden eines schlechten Gewissens festzuhalten, sollte die Politik Klartext reden und den Menschen reinen Wein einschenken. Dazu gehört auch, dass Missbrauch entschieden bekämpft wird, um nicht länger jene zu benachteiligen, die Hilfe und Unterstützung notwendig haben. Würden all jene Personen ausgewiesen, die nachweislich keinen Flüchtlingsstatus haben bzw. das Gastrecht missbrauchen, wäre ausreichend Platz für die tatsächlich Asylberechtigten.“

Da Südtirol erfahrungsgemäß meist dem Beispiel Deutschlands folge, seien weitere Maßnahmen zu befürchten, für welche die Bürger wenig Verständnis aufbringen dürften, glaubt der Freiheitliche. „Sollte das Übel nicht an der Wurzel bekämpft werden und sollte Europa weiterhin auf eine Quotenregelung setzen, dürften die Wanderströme aus Afrika erst dann aufhören, wenn wir in Europa – dank der Masseneinwanderung – dieselben Zustände haben wie heute in Afrika selbst, dann wäre Europa abgeschafft!”, schließt Leitner.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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