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    Neue Jenesiener Bahn

    Bildschirmfoto 2015-12-22 um 15.54.23Die neue Jenesiener Seilbahn mit der Talstation an der Talferbrücke soll in fünf Jahren in Betrieb sein. Sie kostet über 25 Millionen Euro.

    Mit der Talstation an der Talferbrücke, einer Mittelstation an der aktuellen Talstation und der bestehenden Bergstation soll die neue Seilbahn Bozen-Jenesien geplant als Pendelbahn 270 Personen pro Stunde transportieren.

    Vom Bozner Zentrum aus leicht erreichbar soll die neue Seilbahnanlage als einspurige Pendelbahn mit nur einer Kabine bis zur heutigen Talstation der Jenesiener Seilbahn verlaufen und von dort mit synchronisiertem Umstieg auf eine klassische Pendelbahn auf der bereits bestehenden Strecke. „Beide Seilstücke sind dabei synchron getaktet, damit es für die Fahrgäste keine Wartezeiten beim Umsteigen gibt“, erklärt Mobilitätslandesrat Mussner.

    Für das gesamte Einzugsgebiet sei eine gut funktionierende Seilbahn eine Aufwertung und Attraktion, so Landeshauptmann Arno Kompatscher.

    Wenn es keine Probleme bei den raumordnerischen Voraussetzungen gebe, könne das Vorhaben innerhalb von fünf Jahren umgesetzt werden, so Kompatscher.

    Landesrat Mussner unterstreicht, dass Seilbahnen nicht nur besonders innovative und besonderes umweltfreundlichsten Fortbewegungsmittelsmittel seien, sondern wie im Falle der Jenesiener Seilbahn aus dem Jahr 1937 auch besonders traditionsreiche.

    Die neue Talstation auf der Grieser Seite neben der Talfer Brücke wird neben den Dienst- und Lagerräumen sowie den seilbahntechnischen Anlagen auch einen Infopoint und Geschäftsfläche beherbergen ebenso wie 100 überdachte Fahrradabstellplätze, interne Abstellplätze für Räder und e-Bikes (zugänglich mit Südtirol-Pass), einen Warteraum und drei sogenannte Kiss-and-Ride-Parkplätze.

    Von der Talstation verläuft die Pendelbahn auf einer Länge von 1601 Metern mit einer Kabine bis zur Mittelstation, wo es zusätzlich zu den Einrichtungen der Talstation auch Parkplätze und Aufladestationen für e-Autos gibt und von dort aus mit zwei Kabinen auf einer Länge von 2566 Metern bis zur Bergstation.

    Bei der Bergstation gibt es ebenfalls einen Infopoint und Geschäftsflächen sowie 50 überdachte Fahrradabstellplätze, interne Abstellplätze für Räder und e-Bikes (zugänglich mit Südtirol-Pass), einen Warteraum und 100 Parkplätze.

    Je nach Mobilitätsbedarf, Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit kann auch eine weitere Zwischenstation mit Halt auf Anfrage auf halber Strecke im Kreuzungspunkt der Fahrzeuge auf einer Stütze mit Aufzug verwirklicht werden. Somit könne ein zusätzliches Wandergebiet für Bozen und Jenesien erschlossen, und die Bürger könnten beispielsweise von Gries ausgehend die Zwischenstation über die Guntschna-Promenade erreichen und mit der Seilbahn fast bis zum Auszugspunkt zurückkehren. Auch ergäbe sich die Möglichkeit einer Busverbindung von/nach Afing, so die Techniker.

    Die Kabinen der Seilbahn Bozen-Jenesien sollen jeweils bis zu 45 Personen Platz bieten und somit 270 Personen pro Stunde transportieren können. Die Fahrzeit von der Talstation bis zur Mittelstation wird rund drei Minuten dauern, jene von der Mittelstation bis zur Bergstation rund sieben Minuten.

    DER HINTERGRUND: Südtirol ist ein Pionierland im Seilbahnsektor:

    Die erste öffentliche Seilbahn der Welt, Bozen-Kohlern ging 1908 in Betrieb.

    Im Raum Bozen gab es bereits vor dem 1. Weltkrieg weitere drei Standseilbahnen, Kaltern–Mendel (1903), Bozen–Virgl (1907), Bozen–Guntschna (1912) sowie eine Zahnradbahn, Bozen–Klobenstein (1907).

    Heute gibt es drei Seilbahnen in Bozen: Bozen–Oberbozen, Bozen–Kohlern und Bozen–Jenesien. Keine Stadt in Europa hat so viele Seilbahnanlagen im urbanen Verkehrsnetz, heißt es vom Landesamt für Seilbahnen.

    „Mit kundenfreundlichen durchgehenden Fahrplänen und der neuen Talstation, die in Zentrumsnähe rückt, können noch mehr Pendler und Touristen die Seilbahn nutzen, die derzeit pro Jahr bis zu 80.000 Personen transportiert; außerdem werden die Betriebskosten wesentlich verringert und die Fahrgastzahlen dabei merklich gesteigert“, betont Mussner.

    Auf seinen Antrag hat die Landesregierung am Dienstag die technischen Eigenschaften des Bauvorhabens festgelegt. Insgesamt sollen rund 25,4 Millionen Euro in den Neubau der Seilbahn investiert werden. Nach dem Bau sollte sich der Betrieb aber selbst tragen, sagt der Landeshauptmann.

     

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    Kommentare (12)

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    • Herrgott

      Die Jenesier fahren fast alle mit dem Bus, die Bergstation ist nämlich viel zu weit weg vom Dorf. Ein Wahnsinn, was da an Steuergeldern verschleudert wird.

    • PROF:

      Hergott, kein Wansinn sondern ein grosser Flop und Blödsinn, wird sicher so nicht gebaut. Mit Zwischenstation auf halber Strecke? ich bekomme ein Lachkrampf.
      Aber vielleicht schwebt den Politikern auch der Gedanke,später die Seilbahn von der Talferbrücke aus weiter zum Flugplatz zu bauen,dann kann man schneller auf den Salten gelangen. Es wollten schon vor vielen Jahren ganz gescheite Politiker auf den Salten eine Landebahn für Flugzeuge bauen.

    • BATMAN

      An diesem Beispiel sieht man ganz deutlich, dass das menschliche Bewusstsein, insbesondere das unserer Politiker, mit dem technischen Fortschritt nicht mithalten konnte.

    • Gourmet

      na toll, eine neue Seilbahn mit einer Stundenkapazität von 270 Personen für ein Kuhdorf mit knapp 3.000 Einwohner und Umsteigemöglichkeit zum Schafstall Afing ( für den Landtagspräsidenten ?? ).
      Warum nicht gleich weiter mit einer U- Bahn zum Möltner Kaser und von dort einen Flirtzug zu den Stoanernen Mandln?

      Na ja, wer hat der tut ! 🙂

      • chris

        Di Jenesier selbst sind gegen der Seilbahn und es stimmt dass keine Leute di Woche fahren, aber ich verstehe Ihr Kommentar nicht, wie können Sie so herablassend sein?

        • chris

          100 Leute wollt ich schreiben.. 🙂

        • Mike

          es sollte nicht herablassend klingen sondern war nur als Metapher gemeint. Ich wollte damit nur sagen, dass es nicht sehr viel bringen wird für so eine kleine Gemeinde mit so weit verstreuten Fraktionen eine neue Seilbahn zu bauen, die in einer Stunde soviel Personenkapazität hat, die es niemals brauchen wird.
          Wem nützt eine Talstation an der Talferbrücke wenn die Arbeitsplätze in Bozen Süd angesiedelt sind und die Sonntagsausflügler fahren doch auch lieber mit dem Auto nach Schermoos und zu anderen Parkplätzen.
          Verkehrstechnisch gibt es in Südtirol sicher andere Prioritäten als dieses Lieblingsspielzeug vom Widmann.

    • PROF:

      Gourmet, mit deinem Kommentar bezüglich Kuhdorf und Schafstall,du selbst wirst sicher in einem SAUSTALL wohnen.

    • Gourmet

      nein Prof, ich wohne nicht neben dir. 🙂

    • verglühender stern

      schöne grüße aus dem überetsch! danke lieber herr kompatscher und lieber herr mussner dass sie auch uns mit einer metrobushaltestelle beglückt haben!!!
      freue mich schon auf den morgigen stauwahnsinn!!!!

    • THEMA

      Wir haben immer noch viel zu viel Geld. Aber nicht für die Menschen sondern für die Betonlobby.
      Jedem Dorf seine Feuerwehrhalle für 1 Million, jedem Tal sein Museum, 80 Millionen für die
      Strasse ins Passeier, 25 Millionen für Jenesien (!), u.s.w. Es wäre eine endlose Liste.
      Aber die Integration der Mindestrenten ist in einer Schublade verschwunden, für die Landesangestellten wird der Vertrag auf die lange Bank geschoben, um ja einstweilen nich zahlen
      zu müssen. Jeder Monat ist Gewinn für die Landskassen und das Geld kann eben bei der Seilbahn,
      und Baulobby ausgegeben werden. Da rollt ja der grosse Rubel, vielleicht fällt etwas ab.

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