Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » Die Schimmel-Plage

    Die Schimmel-Plage

    Schimmel im Winter: Wie man in der kalten Jahreszeit der Schimmelbildung vorbeugen kann.

    Zwischen Heizen und Lüften: gerade in der kalten Jahreszeit ist Schimmel oft ein Problem.

    Die Sporen der Schimmelpilze dringen beim Lüften in die Innenräume ein, was unter normalen Bedingungen keine Probleme verursacht. Wenn die Sporen jedoch auf feuchte Materialien gelangen und sich dort vermehren, stellt es sehr wohl ein Problem dar.

    Ein Infoblatt des Departments für Gesundheitsvorsorge bringt nun Vorkehrmaßnahmen auf den Punkt.

    Das Vorhandensein von Feuchtigkeit zu Hause ist normal, sie entsteht durch die Menschen selbst und durch häusliche Tätigkeiten. Jede Person gibt durch Ein- und Ausatmen mehr als einen Liter Wasser am Tag an die Umwelt ab.

    Die Vorbeugemaßnahmen gegen Schimmelbildung:

    Mit folgenden einfachen Maßnahmen ist es möglich, Schimmelbildung auch in alten bzw. schlecht gedämmten Gebäuden zu vermeiden:

    • Luftwechsel: Je nach Jahreszeit sind mehrmals am Tag Fenster und Türen für einige Minuten weit zu öffnen.
    • Bad und Dusche: Nach dem Baden oder Duschen immer die Fenster weit öffnen oder den Badlüfter einschalten.
    • Küche: Die Küchentür während der Zubereitung der Speisen schließen und den Raum lüften um zu verhindern, dass sich der Dampf in der Wohnung ausbreitet.
    • Temperatur der Innenräume: Alle Räume gleichmäßig heizen. Türen zu kühleren Räumen sind geschlossen zu halten, so kann keine warme und feuchte Luft in kältere Räume gelangen und sich dort bei den Wänden als Feuchtigkeit niederschlagen.
    • Wäsche: Die Wäsche nicht in der Wohnung trocknen. Sollte dies nicht möglich sein, ist der Raum gut zu lüften; als Alternative kann ein Wäschetrockner verwendet werden. Auch nach dem Bügeln ist der Raum immer zu lüften.
    • Pflanzen und Blumen: In den Räumen sollten nicht zu viele Pflanzen und Blumen gehalten werden, sowie andere Feuchtigkeitsquellen wie z.B. Luftbefeuchter.
    • Einrichtung: Möbel sind einige Zentimeter (5-10 cm) von den kalten Außenwänden zu positionieren oder anders anzuordnen.
    • Staub: Die kritischen Zonen sind von Staub zu befreien. Dieser begünstigt oberflächlichen Schimmelbefall.

    Das Faltblatt ist auch auf Englisch und Arabisch erhältlich.

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (2)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • Peace

      Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Hauptursachen für Kondensatbildung und spätere Folgeschäden durch Algen und Pilze nicht bei einem Fehlverhalten der Wohnungsnutzern, sondern bei gravierenden Fehlern in der Planung und Ausführung der Bauarbeiten zu suchen sind.

      Viele Architekten und Geometer stossen an Ihre Grenzen wenn es um bauphysikalische Ausführungsdetails 1:1 bis 1:10 geht, richtig erfahrene Bauleiter sind hierzulande eine Seltenheit, die Klimahaustechniker müssten regelmässigere Kontrollen während der ganzen Bauzeit durchführen und bei den Handwerkern ist auch leider viel zu oft eine schlechte Grundausbildung und Fachkenntnis zu beobachten. Z.B. müssten Planer und Industrie mittlerweile auf Kippbeschläge bei Fenstern komplett verzichten, denn diese verursachen im Winter enormen Schaden.

      Wer in höheren Lagen wohnt kennt ausserdem das Problem, dass es im Winter oft sehr trocken ist (ca. 20 – 40% rel. Luftfeuchtigkeit), da braucht man einen Luftbefeuchter sonst trocknen einem in der Nacht die Luftwege aus oder Holzparkettbeläge schrumpfen und spalten sich. 50 bis 60% rel. Luftfeuchtigkeit im Raum muss jedes korrekt geplantes und ausgeführtes Bauwerk unproblematisch verkraften können.

      • sogeatsnet

        Die Kondensatbildung und somit Schimmelbildung ist sehr wohl auch vom Benutzerverhalten abhängig. Das bestausgeführte Gebäude nutzt gar nichts, wenn keine Luftwechsel erfolgen!
        Außerdem bezieht sich diese Maßnahmenliste auf alte bzw. schlecht gedämmte Gebäude – und die sind im Verhältnis zu neuen Gebäuden immer noch in viel größerer Anzahl vorhanden.

        Ein anderes Problem ist m.M.n. der ganze Klimahauswahn. Irgendwann werden wir noch an den gesetzlich vorgeschriebenen Klimahauskategorien ersticken.
        Gesunder Hausverstand anstelle der i-tüpflmäßigen Kategorienberechnungen, welche eh nur auf dem Papier stimmen und mit der Realität kaum etwas gemein haben, wäre wesentlich wichtiger und einfacher.
        Heute jemanden dieses Kategoriedenken aufzuzwingen scheint mir recht zweifelhaft. Wer würde schon freiwillig ein schlecht gedämmtes neues Haus errichten?
        Beim Altbestand gilt es anzusetzen, aber mit Maß und Ziel und dabei den Hausverstand nicht vergessen.
        Jede Rentabilitätsberechnung ist von vorneherein zu vergessen. Rein Euro-mäßig wird sich eine energetische Sanierung nämlich kaum rechnen… Es geht in erster Linie m.M.n. einzig und allein um den Wohlfühlfaktor und zweitens um unser Gewissen.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen