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    Die Pädo-Dateien

    Die Pädo-Dateien

    In Bozen steht eine Mann aus Kastelbell wegen Besitzes von Kinderpornos vor Gericht. Ein Gutachter belastet ihn schwer.  

    (tom) Warum der Angeklagte nicht den Weg eines gerichtlichen Vergleichs oder eines verkürzten Verfahrens gewählt hat, ist nicht bekannt. Nun muss er sich jedenfalls – trotz einer eindeutig erscheinenden Beweislage – in einem öffentlichen Prozess vom Vorwurf des Besitzes von Kinderpornos verteidigen.

    Im November 2013 wurde im Rahmen einer großangelegten internationalen Ermittlung die IP-Adresse von Aldo F., eines heute 52-jährigen Bewohners der Gemeinde Kastelbell-Tschars, ausgemacht.

    Über diese war offenbar umfangreiches verdächtiges Material aus dem Netz geladen worden. Die Ermittler beschlagnahmten in der Wohnung des Mannes einen Computer eine externe Harddisc und einen Fotoapparat.

    Beweismaterial, das inzwischen eingehend geprüft wurde.

    Mit der sogenannten Carving-System, das es ermöglicht, auch gelöschte Dateien nachträglich zu rekonstruieren.

    Der Polizeiinspektor Salvatore Tarantino sagte nun im Prozess gegen F. am Landesgericht Bozen aus. Laut seiner Expertise wurden auf den Speichermedien des Angeklagten im Zeitraum zwischen April und November 2013 insgesamt 2.616 Dateien mit kinderpornographischem Material gespeichert. Jeweils Aufnahmen, die Kinder beim Geschlechtsverkehr mit Erwachsenen zeigen.

    Das war nicht alles: Auf den Datenträgern des Angeklagten wurden auch 414 Video-Dateien mit einschlägigem Material sichergestellt – 358 davon schienen als gelöscht auf.

    Der Prozess gegen den Mann aus Kastelbell wird am 22. Februar fortgesetzt. 

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