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    „Durni? Warum nicht …“

    „Durni? Warum nicht …“

    Der Bozner SVP-Stadtobmann Dieter Steger kann sich jetzt plötzlich eine Kandidatur von Luis Durnwalder vorstellen.

    Er hat es nicht leicht.

    Der Bozner SVP-Stadtobmann Dieter Steger sucht seit Wochen verzweifelt nach einem Spitzenkandidaten bzw. einer Spitzenkandidatin für die Gemeinderatswahlen im Frühjahr 2016.

    Die Zeit drängt, denn bis Mitte Jänner sollte die SVP den Mann oder die Frau gefunden haben, der/die für die SVP im Mai oder im Juni die Kastanien aus dem Feuer holen soll.

    Aus Dieter Stegers engstem Umfeld heißt es, er habe „einen Kandidaten gefunden“.

    Nachdem sein erster Vorschlag publik geworden war (die TAGESZEITUNG enthüllte vor Monaten, dass Dieter Steger die ehemalige Wahlkampfberaterin von LH Arno Kompatscher, Susanne Barta, lancieren wollte), hüllt sich der SVP-Stadtobmann in Schweigen.

    Andere SVP-Quellen behaupten dagegen: Nein, der Stadtobmann habe noch keinen Kandidaten gefunden. Einige Freiberufler, die Steger kontaktiert habe, hätten abgelehnt, weil sie keine Lust auf den (Vollzeit-)Job eines Vizebürgermeisters haben.

    Wie verzwickt die Lage ist, belegt eine Aussage, die Dieter Steger am Samstag gegenüber der Tageszeitung „Alto Adige“ gemacht hat. Da schließt der Stadtobmann der Volkspartei plötzlich eine Kandidatur Luis Durnwalders nicht mehr aus.

    Dieter Steger sagt auf die Frage, ob er sich einen Kandidaten Durnwalder vorstellen könne:

    Ja, das wäre ein interessantes Angebot, wenn es vom PD mitgetragen würde.

    Sprich: Wenn der PD einen deutschsprachigen Bürgermeister-Kandidaten „schlucke“, könnte dies eine praktikable Lösung sein, so Steger sinngemäß.

    Allerdings schränkt der Stadtobmann ein:

    Vom PD habe es bislang keine Signale gegeben, die darauf hindeuteten, dass die Partei einen deutschsprachigen Bürgermeister-Kandidaten unterstützen wolle.

    Auch LH Arno Kompatscher hatte zuletzt in Sachen Durnwalder-Kandidatur immer wieder eine „Warum net?“-Losung verwendet.

    Insider aber wissen: Das war pure Höflichkeit.

    Nicht auszudenken, wie es im Gebälk knistern würde, wenn es LH Kompatscher künftig mit seinem Vorgänger als Bürgermeister von Bozen zu tun bekäme. Da wären die Konflikte vorprogrammiert, die beiden politischen Charakter wären, so glauben wichtige Leute in der Partei, nicht kompatibel.

    Sicher ist: Der oder die von Dieter Steger Ausgewählte braucht Stehvermögen.

    Der SVP-Stadtobmann sagt in dem Interview auch, dass die Bozner Wahlen wohl von zwei großen Themen geprägt werden: Flughafen und Benko-Projekt. Gerade vor diesem Hintergrund braucht die SVP einen starken Kandidaten bzw. eine starke Kandidatin.

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