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    „Es geht mir besser“

    DSC_0626Alex Schwazer hofft, dass das Doping-Kapitel für ihn nun abgeschlossen ist. Und er sich für Olympia qualifiziert.

    TAGESZEITUNG Online: Herr Schwazer, das war (der gestrige, Anm. d. R.) Ihr voraussichtlich letzter Auftritt vor Gericht.

    Alex Schwazer: Es war nicht leicht für mich hier herzukommen und auszusagen. Auch beim letzten Mal nicht. Jetzt geht es mir besser.

    Die Verteidiger haben versucht, ihnen zu unterstellen, Sie hätten für ihre Aussagen gegenüber der Staatsanwaltschaft einen Skonto bekommen?

    Ich habe keinen Skonto bekommen, das ist beinahe zum Lachen. Als ich meine Aussage in um die Vorfälle im Frühjahr 2012 erweitert habe, wurde bereits gegen die nunmehrigen Angeklagten ermittelt. Ich habe immer alles gesagt, nach dem man mich gefragt hat.

    Sie haben durch Ihre Aussagen vom März dieses Jahres und im Gerichtssaal den Sportarzt Pierluigi Fiorella belastet.

    Persönlich hatte ich immer ein gutes Verhältnis zu ihm. Es tut mir leid, dass ich ihn hineingezogen habe, denn gedopt habe ja ich. Aber ich bin mir das schuldig, ich bin nun für die totale Transparenz.

    Sie hätten sich vom Leichtathletikverband benutzt gefühlt. Was meinten Sie damit?

    Man hat mich allein gelassen, Fiorella hat sich auf Distanz gehalten, sobald ich ihm das Doping-Geständnis gemacht habe. Die Sportärzte sind ja eine ganze Berufskarriere lang im Geschäft, wir als Athleten nur für einige Jahre. Ich hoffe, dass die Athleten in Zukunft besser betreut werden. Und für mich, dass ich mich nun ganz dem Sport widmen kann. Ich möchte ja zu Olympia.

    Dafür müssen Sie sich erst qualifizieren.

    Ja, nach dem Ablauf meiner Sperre möchte ich mich bei einem Weltcuprennen qualifizieren. Wo es stattfinden, entscheidet die IAAF am 7. Jänner. Mit Sicherheit nicht, wie geplant, in Russland. Ich bin aber überzeugt, das Russland bei der Olympiade vertreten sein wird.

    Interview: Thomas Vikoler

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    • Was Alex Schwazer am Mittwoch vor Gericht ausgesagt hat.
    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (15)

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    • ......

      man ist sich schon bewußt? dass der Herr hier, durch Rispili, weiss der Teufel warum, eine offizielle geopolititische Erklärung abgegeben hat? italien kooperiert nicht mit Russland. Schon schlimm, dass man die Hinterwäldler Staatsanwaltschaft, die natürlich das gleiche Gewicht hat wie die römische, und diesen Verzweifelten Hinterwäldler Weltmeister, der natürlich das selbe Gewicht wie jeder weltweite Weltmeister auch hat, benutzt um die Botschaft zu geben.

    • flizzer

      Wenns nach mir geht braucht die Sumperkugl nicht zu Olympia – im Gegenteil, wenn er es schaffen sollte hoffe ich dass er kläglich scheitert!

      Und was sich der Kollege Schwazer schuldig wäre, in meinen Augen: Zu seinem Wort stehen und mit dem Sport nix mehr am Hut haben wollen, die Klappe halten, seine Fehler nicht auf alle möglichen anderen Personen ausweiten und das Urteil so akzeptieren.

    • mirian

      von mir aus kann er auch daheim bleiben.. bin da ganz bei FLIZZER!
      immer dieses gejammere.. die eigenen Freundin mitreinziehen ist ja ein absolutes No-Go und dann noch den Rest der Bande.. und das nur , dass es ihm besser geht… wenn man nicht die Nerven hat Fremdzugehen, dann soll man bei der Frau daheim bleiben… er kann jetzt heim gehen stricken…

    • Moidl

      Eine anständige Arbeit lernen und a Ruah isch.

    • Wilma

      Der Mann hat in der Bewältigung seiner Probleme bisher keinen besonders guten Eindruck hinterlassen.

    • Betrachter

      Ich kann mich nur euch anschließen, ich denke der Mann weis nicht was er will.
      Durch andere hineinziehen wir wohl die eigene Haut nicht besser.
      Das Gejammer lassen und wenn es dennoch sein muss, im Beichtstuhl.
      Besser Arbeiten und so das Geld verdienen, dann schaut die Sache etwas anders aus.

    • MarkP

      Ich bin immer dafür, jemanden eine zweite Chance zu geben. Aber in diesem Fall, ist für mich der Bogen überspannt (PROF. da kannst du mir sagen was du willst).

      Er hat gedopt, wurde erwischt und hat eine Strafe aufgebrummt bekommen. Er hat es bereut. Das ist okey so. Aber danach eine Farce an Lügenmärchen. Zuerst war er es ganz allein, die Freundin unschuldig. Er spricht von Transparenz, aber nach und nach kommen immer mehr Leute ins Spiel. Dann gibt er dem Druck die Schuld und will nie mehr lau.. ähem gehen. Und dann ist irgendwie doch das ganze System Schuld. Und jetzt ist er ganz heiß auf Olympia. Irgendwann ist auch mal Schluss, mit diesem Jammermärchen.

      Wie gesagt: ich gebe jedem eine zweite Chance. Aber um die zu erhalten, muß man auch wirklich mit der vollkommenen Wahrheit ans Licht.

    • schnellermichl

      Er sagte er sei doch kein Napoletaner, wenn ich mich recht erinnere. Bevor er weinend zugegeben hat gedopt und gelogen zu haben. Jeder einzelne Bürger der Stadt Neapel sollte um Entschuldigung gebeten werden für diese Aussage. Damit sollte das Kapitel geschlossen sein und der Tiroler keine weitere Aufmerksamkeit bekommen.

    • Flötzinger

      Auf geht’s Alex, ich hoffe dass es klappt mit Rio!

    • Josef

      Lieber Alex….
      „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht,
      auch wenn er dann die Wahrheit spricht“.

      Es wäre besser, wenn du Ruhe geben würdest!

    • PROF:

      @MarkP
      Ganz genau,Schwazer hat sich eine zweite Chanche verdient,wie schon viele andere Sportler vor ihm.
      Wissen wir vielleicht ob Schwazer von der Staatsanwalt bedrängt wird Alles auszupacken?
      @ Josef
      Hast sicher einen “ Heiligenchein“ weil du noch nie eine Notlüge gebraucht hast.

    • Wusler

      Sehr geehrter Herr Schwazer:

      Sie haben mit ihrer Aktion die Karriere einer der erfolgreichsten Athletinnen Italiens vernichtet – Carolina Kostner war makellos bis dahin – und jetzt? Jetzt wird man die Eisprinzessin ewig in Erinnerung behalten im Zusammenhang mit Doping.

      Sie wollen ernsthaft wieder an olympischen Spielen teilnehmen?
      Mit welcher Berechtigung?
      Sie sagen jetzt in Interviews: „die haben alle gewußt dass ich dope haben aber nichts unternommen“ – ja und? Haben „die“ sie gezwungen diese verbotenen Mittel einzunehmen? Ich glaube nicht, das haben sie sich selbst eingebrockt.

      Es tut mir immer Leid wenn eine Karriere wegen einer derartigen Dummheit den Bach runter geht, aber Doping geht gar nicht. Damit bringt man eine ganze Sportart in Verruf – allein diese Verantwortung sollte genug sein.

      Ich finde man müsste alle Dopingsünder lebenslänglich vom jeweilgen Sport ausschliessen, ohne Wenn und Aber.

      • Armin

        Ganz genau.Das war mal ein Vorbild.Jetzt ist er mir nur in Erinnerung als ein weinerlicher schluchzender Andere verpfeifender Waschlappen….Jämmerlich und schade.Besser er zieht sich aus der öffentlichkeit zurück.Besser für alle

    • Susanne

      Man wird selbst nicht besser, indem man andere schlechtredet!

    • SemperIuvat

      Zum Artikel: „Skonto?“(wenn, donn „sconto“) wia wars mit Strafnachlass/Strafmilderung?
      Zu die gonzn Kritiker: Der Alex hot oane der höchstmeglichn Strofn gekriag, de man verhängen hot kennen; ondre kassieren 1-2 Jahr fürs selbe Vergehen und des, obwohl er vom Onfong on zumindest semi-kooperativ wor. Höchstwohrscheinlich wor sell sein größter Fehler. Oanfoch nix sogn hat er solln, hat sein Anwalt besser wissen müssen. Und wenn schon plappern, dann die gonzen italienischen „paraculisti“, Trainer und Ärzte miteingnummen olle glei mitverpfeifen. Ober olls leichter gsog als geton und so hom mir des Theater jetzt seit bold 4 Johr.
      Wünsch ihm, dass er sich für Rio qualifiziert und noamol SAUBER die Spiele gwinnt.
      GOGO Alex

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