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    Die Schnee-Macher

     

    T_2015_2TechnoAlpin  feiert sein 25-jähriges Bestehen. Im Vorjahr hat das Unternehmen 145 Millionen Euro umgesetzt.

    TechnoAlpin ist einer der weltweit größten Anbieter innovativer Beschneiungslösungen und feiert 2015 sein 25-jähriges Bestehen. Das Bozner Unternehmen plant und baut seit 1990 schlüsselfertige Anlagen für Skigebiete und entwickelte bereits etliche Patente, die heutzutage Standards in der Beschneiung darstellen. Passend zum Jubiläum verzeichnete TechnoAlpin heuer das erfolgreichste Geschäftsjahr der Firmengeschichte.

    Vor Kurzem konnten die meisten Skigebiete ihre Saisonstarts trotz der relativ warmen Temperaturen plangemäß durchführen. Ohne Beschneiungsanlagen wäre Planungssicherheit – und damit wirtschaftliche Sicherheit – für Skigebiete und folglich ganze Regionen heute kaum mehr möglich. Schneegarantie sowie konstante Schneequalität auch bei einer hohen Beanspruchung der Piste werden von den Wintersportlern vorausgesetzt.

    TechnoAlpin liefert dafür seit einem Vierteljahrhundert weltweit die benötigten Beschneiungssysteme. Das 1990 in Bozen gegründete Unternehmen zählt inzwischen zu den internationalen Vorreitern im Bereich innovativer Beschneiungslösungen und ist aktuell für mehr als 1.800 Skigebiete in 48 Ländern der Welt tätig.

    Rekordjahr für TechnoAlpin

    „Wir versuchen immerzu, Innovationsmotor in der Branche zu bleiben, darin sehen wir Jahr für Jahr unsere Herausforderung. Das Herzstück ist unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung. 2015 bestätigt unseren Weg: Heuer feiern wir nicht nur unser 25-jähriges Bestehen, sondern zugleich dürfen wir auch auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken“, betont Geschäftsführer Erich Gummerer.

    2014 erwirtschaftete die TechnoAlpin Gruppe einen Umsatz von rund 145 Millionen Euro – 2015 ist ähnlich erfolgreich. Darüber hinaus wurden zahlreiche neue Projekte gestartet. TechnoAlpin konnte heuer fast 5.000 Schneeerzeuger verkaufen und damit so viele wie noch nie zuvor – davon alleine 1.000 Stück des leistungsstärksten Modells TF10.

    „Seit der Gründung unseres Unternehmens haben wir ca. 90.000 Schneeerzeuger produziert. Wir können mittlerweile weltweit auf fast 470 Mitarbeiter zählen, davon mehr als 280 in Bozen. Binnen eines Jahres haben wir insgesamt 77 neue Arbeitsplätze geschaffen. Von größter Bedeutung ist seit jeher der Servicegedanke, den wir gegenüber unseren Kunden hochhalten. Unser internationales Netzwerk besteht inzwischen aus 12 Niederlassungen und 25 Handelspartnern“, konstatiert Gummerer.

    Auch in diesem Jahr gründete TechnoAlpin auf einigen strategisch wichtigen Märkten neue Niederlassungen, etwa in Skandinavien, Russland und der Türkei. „In puncto Geschäftsdiversifizierung haben wir zuletzt ebenfalls neue Schritte gesetzt: So planen und liefern wir die gesamte Technologie für Indoor-Beschneiung und Snowfactory. Beim ersten Geschäftsfeld haben wir derzeit drei laufende Projekte für Skihallen in Ägypten und China, das zweite findet seine Einsatzbereiche in vielen Events, nordischen Anlagen und kleineren Pistenabschnitten“, erläutert Erich Gummerer.

    Im Wandel der Zeit

    Die Art der Beschneiung hat in den vergangenen 25 Jahren eine erstaunliche Entwicklung hingelegt. TechnoAlpin ist es dabei gelungen, sich als Innovationsführer am Markt zu behaupten. „Unser Ziel bei der Konzipierung unserer Anlagen und Systeme ist es seit jeher, viel Schnee bei möglichst wenig Energieverbrauch zu produzieren. Ein Beispiel: Für dieselbe Menge an erzeugtem Schnee benötigt man heute um rund 30 Prozent weniger Energieaufwand als noch vor zehn Jahren“, so Juris Panzani, Produktmanager von TechnoAlpin.

    In den Anfangstagen der technischen Beschneiung waren die ersten händischen Schneeerzeuger nur in mobiler Ausführung verfügbar und durch Ziehen verstellbar – es gab lediglich die Möglichkeit einer punktuellen Beschneiung zusätzlich zum Naturschnee. Heutzutage verfügen die großen Skigebiete über vollautomatische Anlagen für flächendeckende Beschneiung, die über eine moderne Steuerungssoftware bedient werden.

    TechnoAlpin ist seit Jahrzehnten Partner etlicher größerer und kleinerer Skigebiete auf dem gesamten Planeten. „2015 war erneut ein sehr spannendes Jahr für uns. Insgesamt wurden 389 Projekte in 35 Ländern realisiert, darunter großteils im alpinen Raum, Skandinavien und Osteuropa – aber auch in ‚exotischeren‘ Staaten wie Chile, Argentinien und Neuseeland“, berichtet Josef Dusini, Leiter Contract Management von TechnoAlpin.

    Kunstprojekt zum Jubiläum

    Das 25-Jahr-Jubiläum von TechnoAlpin hat mit einer Installation von Hubert Kostner auch seinen künstlerischen Niederschlag gefunden. Der Künstler aus Kastelruth bespielt nunmehr den verkehrsintensivsten Kreisverkehr Südtirols „Grutzen“ an der Autobahnausfahrt Bozen Süd mit seinem neuesten Projekt „T 2015“ – dabei handelt es sich um eine riesige gelb leuchtende Torte mit 25 zu Kerzen umfunktionierten Schneelanzen.

    „Die Plattform hat einen Durchmesser von 22 m und soll einerseits TechnoAlpin zum Jubiläum gratulieren, andererseits symbolisiert die Torte auch den sprichwörtlichen Kuchen, von dem alle in der Tourismusregion Südtirol naschen dürfen. Der touristisch erschlossene Winter ist ohne technische Schneeerzeugung nicht überlebensfähig. Diese Realität verdichtet sich auf der Torte. Die als Tortenverzierung im Rautenmuster angebrachten Skisohlen transportieren die Berglandschaft ideell in eine neue Umgebung“, erklärt Hubert Kostner.

    Das Projekt soll beispielhaft für die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Kunst wirken. Das Objekt ist bis Anfang 2016 zu sehen. TechnoAlpin ist jedoch daran interessiert, den Kreisverkehr längerfristig als Kunstplattform zu fördern.

     

     

     

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