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Die Küchen-Psychologinnen

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Damit hatte Arno Kompatscher wohl nicht gerechnet: Weil er während der Haushaltsdebatte Brigitte Foppa „Küchenpsychologie“ vorwarf, setzten sich am Donnerstag gleich drei Abgeordnete mit Schurz in den Landtag.

(ar)Für Brigitte Foppa war es ein eindeutiger „Stilabfall“, den sich Landeshauptmann Kompatscher am Mittwoch im Landtag leistete. Mit der Kritik der Grünen-Obfrau am Landeshaushalt konfrontiert, setzte der LH zum Gegenangriff an – und konterte:

Ich habe mich bei Ihrem Vortrag recht amüsiert, Kollegin Foppa – und zwar im Sinne von gut unterhalten. Aber es war schon viel Küchenpsychologie dabei, wenn Sie unsere Politik mit einem heranwachsenden Kind vergleichen.

Noch am gleichen Tag beschwerte sich die Abgeordnete in sozialen Netzwerk über den Kompatscher-Sager – und erntete viel digitale Solidarität. Bestenfalls „stillos“ sei der Vergleich, ein Ausrutscher, schlimmstenfalls aber stark frauenfeindlich.

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Doch nicht nur Facebook-Freunde zeigten sich mit Brigitte Foppa solidarisch, gleich zwei Frauen aus dem Freiheitlichen Lager erschienen am heutigen Donnerstag mit blauer Schürze zur Artikeldebatte. Ulli Mair und Tamara Oberhofer gaben der Grünen-Obfrau Schützenhilfe.

Für Ulli Mair gehe es bei der ironischen Aktion aber nicht nur um „Solidarität mit Brigitte“, wie sie selbst sagt – sondern auch darum, auf „die Arroganz und Präpotenz des Landeshauptmanns aufmerksam zu machen.“

Ein sichtlich amüsierter LH grinste – und ging, leicht peinlich berührt, zum offiziellen Teil über.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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