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Käpt’n Schael

schaelDer Generaldirektor des Sanitätsbetriebes Südtirol, Thomas Schael, hat die Jahresziele der Gesundheitsbezirke festgelegt. Die wichtigsten Punkte.

Der Verantwortliche des Presseamtes im Sanitätsbetrieb ist offenbar sehr angetan von seinem „Käpt’n“.

Der Generaldirektor des Sanitätsbetriebes Südtirol, Thomas Schael, hat am Dienstag die Jahresziele der Gesundheitsbezirke festgelegt.

Das Sabes-Presseamt resümiert im Seemanns-Deutsch:

„Wer will, dass ein Segelschiff in die richtige Richtung fährt, muss nicht nur die Anker lichten und die Segel hissen, sondern mit fester Hand den Kurs vorgeben.“

Die Anker für die Jahresplanung 2016 sei bereits im Sommer dieses Jahres hochgezogen worden. Auf der Grundlage der Vorgaben von Seiten des Landes fand Ende September in Bad Bachgart eine große Betriebsklausur statt, in der – Bezirk für Bezirk – die Jahresschwerpunkte und Ziele besprochen wurden.

Im November wurden die Bezirksziele konkret ausformuliert, wobei teilweise auch die Rückmeldungen der Bezirke berücksichtigt werden konnten.

Seit Dienstag sind die Ziele nun verbindlich beschlossene Vorgabe.

Generaldirektor Thomas Schael:

„Die Zielvereinbarung mit den Bezirksdirektoren ist das wichtigste Steuerungsinstrument, das wir im Südtiroler Sanitätsbetrieb haben. Aus diesem Grund haben wir heuer erstmals einen Betriebsbeschluss pro Bezirk gefasst, wodurch den Zielen auch rechtlich das nötige Gewicht verliehen wird.“

Welches sind nun die Jahresschwerpunkte und Ziele, die der Betrieb den Bezirken zugeteilt hat?

Zum einen gibt es gesamtbetriebliche Ziele, die landesweit umzusetzen und unter Umständen für die Bezirke unterschiedlich gewichtet worden sind, zum anderen hat jeder Bezirk noch bezirksspezifische Vorgaben. Der inhaltliche Bogen reicht von der Verbesserung der Angemessenheit und Qualität, der Bürgerorientierung, des Zuganges zu den Leistungen über die Optimierung der Organisation und der Prozesse bis hin zu Personal- und Kompetenzentwicklung, der Forschung, der Optimierung des Informatiksystems und der Datenflüsse sowie der Einhaltung des Budgets.

Alle Bezirke gleichermaßen betrifft beispielsweise die Verringerung der so genannten Hospitalisierungsrate. Konkret bedeutet dies, dass die ordentlichen stationären Aufnahmen reduziert werden müssen, indem diese entweder in tagesklinischer oder ambulanter Form erbracht werden. Weiters sollen die Krankenhausaufnahmen in der Folge von Notfällen verringert werden, indem die Kurzzeitbeobachung in den Notaufnahmen (OBI) verstärkt wird.

Auch die Gesundheitsvorsorge wird 2016 ausgebaut, beispielsweise durch die Ausarbeitung einer Strategie zur Erhöhung der Grippe-Durchimpfungsrate oder der Durchführung eines Screening-Programmes für Diabetiker.

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Verbesserung der Betreuungskontinuität und die Gesundheitsversorgung vor Ort. So soll die „Integrierte Hausbetreuung“ verstärkt werden: Die enge Zusammenarbeit von Hausarzt, Hauskrankenpflege und Sozialdiensten soll weiter verbessert und intensiviert werden, damit chronisch Kranke so gut und so lange wie möglich zu Hause versorgt werden können.

Auch das betriebsweite Netz der Palliativbetreuung wird verbessert. „Besonders freut mich“, so Generaldirektor Thomas Schael, „dass wir im kommenden Jahr auch die Palliativbetreuung für Kinder aufbauen können“.

Für das Krankenhaus Schlanders ist der Start eines Schwerpunktes für Handchirurgie geplant, Bruneck wird die endoskopische Bandscheibenchirurgie wiederaufnehmen, in Brixen startet ein Pilotprojekt zur Angemessenheit der Antibiotika-Therapie und in Bozen die Zentrale interdisziplinäre Beobachtungsstation auf der Notaufnahme.

Im Verwaltungsbereich ist geplant, die landesweite Wäscherei in Pfatten in Betrieb zu nehmen und ein neues betriebsweites Logistik-Konzept zu erarbeiten.

Die Segel für die Fahrt 2016 sind also gehisst. Und der richtige Kurs, wie kann er gehalten werden, fragt das Sabes-Presseamt.

„Wir haben alle drei Monate Plan-Ist-Vergleich-Treffen auf unserer Agenda; das Betriebscontrolling monitorisiert in enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen Stabstellen und betrieblichen Abteilungen die Entwicklung. Nicht zuletzt ist aber auch ein Teil des Leistungslohnes der Bezirksdirektoren an die Erreichung der betrieblichen Vorgaben gekoppelt“, erläutert Generaldirektor Thomas Schael.

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