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    Der freie Nippel

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    Weil das Brixner Kunstprojekt „L_st“ nackte Frauenbrüste zeigt, darf es seine Aufführungen nicht in sozialen Netzwerken bewerben. Die Initiatoren schlagen zurück – und eröffnen den „Kampf gegen die neue Prüderie.“

    Von Anton Rainer

    Seit mittlerweile sechs Jahren arbeiten die Südtiroler Künstlerinnen Anna Heiss und Nora Pider an gemeinsamen Theater-, Tanz- und Performanceprojekten: oft provozierend, gerne polarisierend und hin und wieder nackt.

    Das jüngste Projekt der jungen Brixnerinnen trägt den Titel „L_st – filling the void“ – und verzichtet, wie der Name verrät, nicht nur auf einen Vokal, sondern auch auf allzu blickdichte Bekleidung. Pider, die in der im September uraufgeführten Kollaboration als Tänzerin auftritt, zeigt den „Dialog mit Musik und Publikum“ als Frau, „die durchaus sexuell emanzipiert ist und über ihre Sexualität verfügt.“

    Nackte Haut, die auf Südtirols Bühnen polarisiert – und auch im Internet nicht vor Kontroversen schützt.

    Die Anzeige für einen Live-Mitschnitt, der die Werbetrommel für die kommenden Dezember-Aufführungen rühren sollte, unterband Facebook  unwiderruflich. Der Grund: Verdacht auf Pornografie. „Werbeanzeigen“ so die Reaktion des sozialen Netzwerks, „dürfen weder für den Verkauf noch die Nutzung von Produkten oder Diensten für Erwachsene werben; hierzu zählen u.a. Spielzeuge, Videos, Veröffentlichungen, Live-Shows oder Produkte zur Potenzsteigerung.“

    Das Kunstprojekt in einer Reihe mit Viagra? Für die Gruppe ein Affront, den man nicht auf sich sitzen lassen will.

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    Kommentare (12)

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    • Andreas

      2 Mädels aus der Provinz wollen also die schon tausende Male ergebnislos geführte Diskussion mit Facebook nochmals führen um für ihre „Kunst“ zu werben?

      Es steht jedem zu prüde zu sein und wenn bei FB diese Regeln gelten, können die beiden Damen dies akzeptieren oder noch einfacher, FB meiden.
      Es gibt einige Dinge die die Welt nicht braucht, z.B. die Pest, diese Show bzw. Kunst hat wohl eine ähnliche Relevanz.

      Es ist immer wieder erstaunlich wie die vermeintlich Toleranten intolerant sind, in dem sie die Meinung anderer nicht akzeptieren.

      • Dr. Engelbert Dollfuß

        Der Informationsgehalt des Artikels: Die Südtiroler „Künstlerinnen“ Anna Heiss und Nora Pider arbeiten hin und wieder gerne nackt.

        • Andreas

          Lustig, wenn die Kampfemanzen den Männern unterstellen, dass wir sie nur auf ihren Körper reduzieren und hier eine Dame der ganzen Welt sich so präsentieren will, wie Gott sie schuf und die Welt das aber gar nicht sehen will. 🙂

          • JJ

            Sie sind also für die Verschleierung der Frau vor dem unkontrollierbaren männlichen Auge?
            Extrem, wären Frauen eine andere Rasse als Männer, rassistische Aussage, nur um das mal in Perspektive zu setzen.

            Und Sie schreiben stellvertretend für die WELT? Alles klar.

            • Dr. Engelbert Dollfuß

              Gewisse Körperpartien sollten durchaus verschleiert bleiben! Das ist ästhetischer!

    • Guenther

      Da kann ich Andreas nur zustimmen.

    • sogeatsnet

      Lieber Andreas
      Es gibt Tage, da braucht es noch etwas anderes auch nicht 😉

    • X

      Die Leute vergessen zu leicht, dass Facebook ein Privatunternehmen ist und seine Regeln (die jeder von vorneherein akzeptiert, der sich dort einloggt) durchsetzen kann, wie einen Wirt einen Gast vor die Tür setzt, wenn er sich nicht ordentlich aufführt!
      Wer sich öffentlich dagegen auflehnt, zeigt, dass er noch die einfachsten Sachen kapieren muss, bevor er in einen weltweiten (und grottenschlechten) „Dialog mit Musik und Publikum“ zu treten beabsichtigt.

    • bergbauer

      oh teifl,i war Long schun für an swingerclub……im schönen Südtirol….

    • krakatau

      Wenn Künstler Innen oben nichts haben muss man weiter unten etwas zeigen

    • Alexander

      Ober mindestens an guatn Sound!!!

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