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    Lebenslanges Lernen

    Rund 500 Pädagogen waren in dieser Woche an der Fakultät für Bildungswissenschaften, um das zentrale Thema „Lebenslanges Lernen von frühester Kindheit an, vom Kindergarten bis zur Universität” zu diskutieren.

    „Unser Berufsbild der Pädagogen ist wie die gesamte Gesellschaft im Wandel“, resümiert Dekanin Prof. Liliana Dozza. „Daher haben wir mit unserem Schwerpunktthema auf dem Jahreskongress der italienischen Pädagogenvereinigung einen Nerv getroffen.“

    Wurde vor Jahren das Lebenslange Lernen stets auf das Ende der schulischen Karriere angesetzt, fasst die Pädagogik das Thema heute viel weiter: „Wir sprechen auf diesem Kongress von den verschiedenen Methoden des Lebenslangen Lernens, dem Portfolio für Lernende wie Lehrende und blicken auf Vorträge von sehr jungen Forschern wie bekannten Pädagogen, werfen also einen Blick auf alle Lebensphasen durch die Augen der Pädagogen verschiedensten Alters“, unterstreicht Prof. Elisabetta Nigris von der Universität Milano-Bicocca.

    siped_2015_1Sie koordiniert italienweit die Studiengangsleiter der Ausbildung im Primarbereich. „Was mich auf unserem Kongress hier in Brixen begeistert, ist der Umstand, dass wir zwar auf eine Vielfalt an Meinungen treffen, aber kompakt wie nie auftreten.“

    Siped stellt für die Pädagogen die wichtigste Jahresveranstaltung dar und ist der Moment des Austausches mit Kollegen von Universitäten aus ganz Italien: „Als Organisatoren vor Ort haben in diesem Jahr auch eine Brücke zur Region geschlagen, indem wir einen Programmteil mit Präsentationen zu regionalen Themen angeboten haben“, erläutert Prof. Dozza das Konzept.

    „Dies hat eine hohe Beteiligung für einzelne Workshops mit sich gebracht.“

    Den Auftakt von Siped 2015 machte am Donnerstag, 3. Dezember das Schwerpunktthema Weiterbildung in den ersten Lebensjahren von Prof. Liliana Dozza. Prof. Edwin Keiner, Prodekan an der Fakultät für Bildungswissenschaften in Brixen, ließ seine langjährige internationale Erfahrung einfließen: Lebenslanges Lernen zwischen Politik, Pädagogik und Bildungswissenschaften in Europa.

    Das Tagungskonzept sah eine Vielzahl paralleler Workshops vor, um es den Pädagogen zu ermöglichen, ins Gespräch zu kommen und sich über aktuelle Themen wie „digitale Medien im Kindergarten“ oder „Plurilinguismus und Interkulturalität“
    auszutauschen. An allen drei Tagen wird zu den übergreifenden Themen „Multilab“, „Die Schule forscht“ und „Die Schulen der Region stellen sich vor“ diskutiert.

    Die Tagung endet am Samstag mit einem runden Tisch von 9 bis 13 Uhr. Susanne Elsen und Gerwald Wallnöfer, beide Professoren in Brixen, werden das Thema „Für ein systemisches Modell von kontinuierlicher Weiterbildung: die kulturellen und wissenschaftlichen Aussichten” diskutieren.

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    Kommentare (8)

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    • ......

      Liebe Pädagogen, ihr seit leider der Trendprophezeiung der Zukunftsberufe, gezielt geplanter Trend füg ich hinzu, auf den Leim gegangen. Wechselt Beruf. Ist besser für alle.

    • George

      Wäre auch nicht für den …… Pünktler schlecht seinen Beruf, ja, mindestens seine Einstellung zu wechseln. sonst kommt er in Zukunft auch nicht mehr an.

    • bergbauer

      lebenslanges lernen..so ei Blödsinn wann soll man dann arbeiten? mit der anzahl der ganzen schulen und Studenten haben die Irrenhäuser gewaltigen zulauf bekommen….genie und whnsinn liegen nahe beinander

    • ......

      Es tut weh, ich weiss, aber lieber Kinder die von ihren Eltern erzogen werden, mitsamt der Vielfalt der unterschiedlichen Charakteren, als tausende beschäftigte hobbypädagogem mit “ Mal so Mal so“ Richtlinien. Jede Generation gibt’s nur einmal, 2 haben wir schon ruiniert, es reicht.

    • LUDWIG

      Muss denn unsere Gesellschaft vor lauter Pädagogen noch mehr verblöden? Warum dürfen Kinder nicht mehr Kinder sein und müssen wie kleine Erwachsene funktionieren? Schämt euch allesamt, nicht mit meinen Kindern!

    • George

      Jede/r lernt sein Leben lang. Wer das nicht wahrhaben will, dem fehlt wirklich die Wahrnehmung bzw. das Quäntchen Intelligenz, um das zu begreifen. Nicht lebenslanges Lernen ist zu hinterfragen, sondern das Wie und das Was.

    • hanzi

      Fakt ist leider, dass die ganze „Bildungsindustrie“ sich im Laufe der Jahre derart akademisiert hat, dass sie sich leider fast gänzlich von der Realität entfremdet hat. Man kann sich auch zu Tode diskutieren.

      Bildung ist wichtig, sehr wichtig. Doch sehe ich bei unserem schulischen „Führungspersonal“ nicht den Funken einer Hoffnung, die Anforderungen der neuen Arbeitswelt zu verstehen und somit gerecht zu werden. Leider

      Das Südtiroler Schulsystem ist Mittelmaß, deshalb man sich nicht wunder sollte warum nur Mittelmaß produziert wird.

      Man kann ein einfaches Thema wie Bildung auch derart kompliziert machen, dass es am Ende niemand mehr versteht.
      Unser Bildungssystem hat sich im Laufe der Jahre leider zu einer Bühne von akademischen Wichtigtuern und persönlichen Eitelkeiten entwickelt.

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