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    Sprach-Befruchtung

    imageWeniger italienische Literaturgeschichte, kostenlose Auslandsaufenthalte für Englischlehrer und mehr Sprachen im Kindergarten: Das neue Maßnahmenpaket zur Förderung der Mehrsprachigkeit.

    von Heinrich Schwarz

    Am Dienstag hat die Landesregierung das Maßnahmenpaket zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der deutschen Schule genehmigt – am Freitag wird Bildungs-Landesrat Philipp Achammer die Details präsentieren. Die TAGESZEITUNG hatte bereits Einblick in das zehnseitige Dokument, das in den nächsten fünf Jahren für einige Veränderungen an den Schulen sorgen wird.

    Grundsätzlich zielt das Paket nicht nur auf den Zweitsprachunterricht ab – wie es das letzte Paket getan hat –, sondern auch auf die Förderung der Erstsprache und weiterer Sprachen. Dazu heißt es im Paket: „Mehrere Sprachen befruchten sich gegenseitig und können das Sprachbewusstsein erhöhen.“

    Ein äußerst interessanter Punkt betrifft den Zweitsprachunterricht: Laut Maßnahmenpaket kommt es zu „einem Paradigmenwechsel von einem auf Literaturgeschichte ausgerichteten Zweitsprachunterricht zu einem kommunikationsorientierten Unterricht“.

    Als Literatur sollen Gegenwartstexte oder sprachlich aufbereitete Texte aus der Vergangenheit verwendet werden.

    Warum sollte man sich auch auf schwer zu verstehende Werke aus dem Mittelalter konzentrieren, wenn man noch mit den grammatikalischen und sprachlichen Grundlagen Probleme hat?

    DEN VOLLSTÄNDIGEN ARTIKEL LESEN SIE IN DER FREITAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

     

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    Kommentare (22)

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    • Puschtra

      Ein 1. Schritt in die richtige Richtung.
      Das Ergebnis von 13 Jahren Unterricht in unserer „Fremdsprache“ würde ich aus eigener Erfahrung mit der Note 4 bewerten. Unzählige Maturanten sind nicht in der Lage fehlerlos 2 Sätze in Italienisch zu sprechen oder zu schreiben.
      Der „Sprachunterricht“ wird hoffentlich bald nach erfolgreicheren Methoden erfolgen.
      Ich finde es zumindest interessant, dass meine Kinder besser englisch sprechen und schreiben können als in Italienisch. Und dafür waren nur etwa die Hälfte der Unterrichtsstunden nötig und es hat auch keine zusätzlichen teuren Kurse oder Nachhilfen dafür gebraucht.

    • Spaltpilz

      Wer nach 13 Jahren Italienisch – Unterricht keine 2 richtige Sätze formulieren kann, ist außer untalentiert auch noch unwillig. Unterrichtsmethoden hin oder her.

      • scotch

        Vielleicht sollten wir Mentalitaet wechseln dazu. In der Schweiz spricht die Mehrheit nahtlos viele Sprachen und koennen auch Schweizerdeutsch in vielen Rahmen benutzen. Es ist bestimmt auch in Suedtirol dasselbe moeglich, besonders wenn die Italiener nicht nur mit anderen Italiener, die Suedtorioler nut mit Suedtiroler, die Ladiner nur mit Ladiner Umgang haben,

      • ......

        Wenn eine gesamte Bevölkerung daran scheitert, gibt’s zwei Mögliche Gründe. Alle blöd, oder es soll nicht sein. Doppelsprachigkeit macht Autonomie der Minderheit sinnlos. Es benötigt zwei Völker dafür.

    • christian waschgler

      Wir sind längst alle mehrsprachig „oschtia“

    • Kassandra

      Englisch wird nach der Fremdsprachdidaktik unterrichtet Italienisch hingegen nicht, sondern nach der ZWEITSPRACHDIDAKTIK mit italienischsprachigen Lehrern. Englisch unterrichten in der Grundschule meist deutschsprachige Lehrer, deren Sprache den Kindern vertraut ist und sich daher eine emotional bessere Ausgangslage einstellt, die prägend auch für den späteren Spracherwerb ist. Italienisch als Zweitsprache unterrichtet geht hingegen völlig an der Realität vorbei, da keine zweisprachigen Vorkenntnisse vorhanden sind und daher der Ansatz völlig falsch ist . Italienisch müsste ( wie Englisch) als Fremdsprache unterrichtet werden, besser noch (wie Englisch) von einer Lehrerin die derselben Muttersprache wie der des Kindes angehört. Dies wäre zunächst der korrekte Ansatz in der Grundschule. DARAN LIEGT ES. Aber politisch ist das offensichtlich nicht gewollt, sonst würde man nicht weiterhin zwei Sprachen auf unterschiedliche Art vermitteln. Laut SVP darf Italienisch für unsere Kinder eben keine Fremdsprache sein, sondern gefälligst in jedem Fall und für alle eine Zweitsprache. Punkt. Deshalb sind die im Artikel angeführten „Maßnahmen“ wieder nur das übliche Bla Bla, das keinem Schüler Nennenswertes bringt.

      • ......

        Da ist was dran. In der Volksschule sind pro Woche mehr nichtsbringende italienischstunden, als Mathe. Warum das? Mathematik ist grundlegend wichtig! Warum tut man das den Kindern an? In Geschichte wird nicht Geschichte gelehrt, sondern irgendwas, Geografie auch nichts, warum nur?

    • Daniel

      Grundsätzlich wird immer noch ein negatives Umfeld bezüglich der italienischen Sprache politisch direkt oder indirekt gefördert und das wirkt sich auf das schlechte Erlernen des Italienischen aus. Würde man die Erlernung einer neuen Sprache immer positiv sehen, wie beim Englischen, weil sie allemal eine neue Welt eröffnet und folglich immer eine große Bereicherung des geistigen Horizonts des Menschen darstellt, wäre natürlich auch beim Italienischen der Erfolg genauso gut wie beim Englischen.

    • Silvia

      Eine Fremdsprache muss grundsätzlich immer von einer Lehrperson unterrichtet werden, die diese Sprache als Muttersprache beherrscht, um die Sprache möglichst naturgetreu und erfolgreich rüber zu bringen. Was Kassandra behauptet ist vollkommene Unkenntnis der Sachlage und wissenschaftlich längst widerlegt.

    • Kassandra

      @ Silvia
      Das emotionale Wohlfühlgefühl das kleine Kinder einer Lehrerin der eigenen Muttersprache gegenüber aufbringen bewirkt den größeren Lernerfolg als das absolut korrekte Beherrschen einer Sprache als Muttersprache einer Lehrerin. Kinder lernen nur erfolgreich über die emotionale Schiene. Weil diese meist (nicht immer) nicht vorhanden ist, entwickelt sich von klein auf ein negatives „Gefühl“ der italienischen Sprache gegenüber, das wie so vieles andere im Kindesalter eingeprägte, für das weitere Leben bestimmend bleibt. Wie gesagt, bei kleinen Kindern ist das Emotionale wesentlich wichtiger als das technisch Korrekte. Und das ist kein Unsinn, wer das behauptet hat vom Lernverhalten kleiner Kinder keine Ahnung. ZUSÄTZLICH ist der Ansatz eines Zweitsprachunterrichts total falsch weil er von einem falschen Ansatz ausgeht. Italienisch ist mit Fremdsprachdidaktik zu unterrichten genauso wie Englisch, das übrigens in der Grundschule meist von einheimischen Lehrer unterrichtet, die oft in der Klasse noch ein anderes Fach (z.B. Mathematik) unterrichten.

    • Monica

      @ kassandra:
      Du hast wohl keine Kinder, aufgrund deiner Äußerungen kann man davon ausgehen, und leierst theoretisches Zeugs herunter, das aus einer gewissen politisch-religiös verkrampften Weltanschauung herrührt, wie halt die katholische Kirche, die sich als Familienexperte aufspielt, ohne selber eine praktische Ahnung davon zu haben und ihrem Personal, die dann im Konkreten die Experten sein sollen, sogar eine eigene Familie verbietet. Also bitte!

      • ......

        Die Risultare sagen eigentlich alles Monica. Vor 15 Jahren hätte man darüber diskutieren können, jetzt hingegen, sieht man, dass was falsch läuft….wer das leugnet hat tatsächlich ein Problem.

    • Rosa

      Kinder interessieren sich für alles Neue, das gilt besonders auch für neue Sprachen wie Italienisch und Englisch, sie freuen sich, sich darin ausdrücken zu können, das emotionale Wohlgefühl ist dabei vollkommen.
      Problematisch ist allerdings der Religionsunterricht, wo den Kindern ein abstraktes Schuldgefühl vermittelt wird, wo sie zu geborenen Sündern abgestempelt werden, das schon ist eine immense Belastung für die Kinder, deshalb gehört ein solcher Unterricht auch aus der öffentlichen Schule verbannt.

    • Kassandra

      @Monica
      Ihre persönlichen Anspielungen und Vermutungen (die übrigens allesamt nicht stimmen) seien dir vergönnt, haben aber mit dem Thema überhaupt nichts zu tun. Aber egal, Vermutungen haben es halt so an sich, dass sie nicht beweisbar sind. Deshalb rate ich dir die Tatsachen zu beobachten: Wieviele Stunden und Jahre erhalten die Kinder Italienisch, wieviele Englischunterricht? Richtig, Italienisch deutlich mehr. Welche Personen unterrichten in der Grundschule (vor allem in der Peripherie) Italienisch, welche Englisch? Richtig, Italienisch wird von Muttersprachlern unterrichtet, die nicht der Muttersprache der Kinder angehören, beim Englischunterricht ist es genau das Gegenteil. Nach welcher Methode wird Italienisch und nach welcher Englisch unterrichtet? Richtig, Italienisch nach der Zweitsprach- Englisch nach der Fremdsprachdidaktik. Wo gibt es mehr Erfolge in kürzerer Zeit? Richtig, die Antwort überlasse ich dir. Aber auch wenn die Dinge auch noch so offensichtlich sind, wenn es politisch nicht gewollt ist, dann darf es nicht sein, auf Kosten der Kinder.

      • ......

        Ganz genau so ist es. Die Kinder verstehen kein Wort der Lehrerin, nur Bruchstücke, weil diese darauf beharrt nur in italienisch zu sprechen. Die Hälfte der Klasse versteht, weil
        Doppelsprachig oder ganz italienisch, leider haben sie das strickte Verbot aller Lehrer sich in italienisch untereinander zu unterhalten. Damit wäre auch das spielerische Lernen
        Abgehakt…..

    • Veronika

      Kassandra, du wiederholst dich nur und bestätigst deine vollkommene Inkompetenz in der Materie. Du hast mal in diesem Forum erklärt, dass du Religionslehrerin warst, das erklärt einiges. Übrigens, bezüglich Religionsunterricht in den öffentlichen Schulen bin ich der gleichen Meinung wie Rosa.

    • Kassandra

      @Veronika
      Ich vermisse immer noch Gegenargumente, die meine angebliche Inkompetenz bestätigen würden. Übrigens, ich war nie Religionslehrerin und habe dies auch nie behauptet. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Was dies übrigens mit dem Thema zu tun hat, verstehen auch nur Eingeweihte :-).

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