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    Kein Feuerwerk

    Foto: Bjørn Erik Pedersen

    Foto: Bjørn Erik Pedersen

    Paul Rösch, der Umweltschützer: Auf Initiative des Bürgermeisters verzichtet die Stadt Meran heuer auf ein großes Silvesterfeuerwerk.

    Die Stadt Meran verzichtet zum heurigen Jahreswechsel aus Umweltschutzgründen auf ein Silvesterfeuerwerk. Die Initiative ging von Bürgermeister Paul Rösch aus.

    „Der Weltklimagipfel in Paris führt uns derzeit vor Augen, dass wir alle einen Beitrag zum Umweltschutz leisten müssen“, erklärt Rösch. Es gebe eine Fülle von Gründen, wieso der massive Einsatz von Feuerwerkskörpern zu vermeiden sei.

    Rösch weiter:

    „Feuerwerke gelten als eine der größten Feinstaubquellen überhaupt. In der Silvesternacht werden die Grenzwerte regelmäßig um ein Vielfaches überschritten. Vor allem Säuglinge, Kleinkinder und Menschen mit Atemwegserkrankungen leiden unter den Auswirkungen. Außerdem werden in großem Umfang Schwefelverbindungen, Stickoxide, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid freigesetzt. Verschiedene hochgiftige Bleiverbindungen und andere Schwermetalle gelangen ebenso in die Umwelt wie der krebserregende Stoff Hexachlorbenzol.

    Der nächtliche Lärm der Silvesterböller versetzt überdies alle Tiere in höchsten Alarmzustand. Die minutenlang andauernden Explosionen erzeugen einen Stress, dessen Auswirkungen noch mehrere Tage danach messbar sind.“

    Der Bürgermeister zeigt sich überzeugt, dass der Meraner Verzicht auch für andere Städte eine Vorbildfunktion haben könne und erinnert die Bürger daran, dass das Abschießen von privaten Feuerwerken in der Stadt hochgefährlich und verboten sei.

    Derzeit werden überdies mehrere Alternativen geprüft, die ohne Lärm und Schadstoffausstoße auskommen sollen.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (20)

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    • Tier- und Umweltfreund

      Kann dem Meraner Bürgermeister zu dieser Entscheidung nur gratulieren. Hoffentlich ziehen auch andere Städte bzw. Gemeinden nach.
      Herzlichen Dank Paul Rösch!! Auch im Namen der Tiere und der Umwelt……

      • Garuda

        @Tierfreund

        Sie haben zwar Recht was die Tiere und Feuerwerk betrifft, Sie sind aber genauso Nutznießer des Tourismus und den damit in Südtirol zusammenhängenden Wohlstand, denn sonst könnten Sie neben sich nicht auch noch ein Haustier mitversorgen.

        Und ja: Es gibt andere Lösungen, um die Tiere diesem Stress nicht auszusetzen, als aus purer Parteiideologie gegen alles und jeden zu wettern und zu schimpfen.

    • obsi

      Kommt doch alle nach Leifers, hier hat die neue Gemeindeverwaltung für Sylvester ein großes Spektakel mit Feuerwerk und Feiern bis 4 Uhr vorgesehen. Bisher konnten wir auf diese sinnlosen Veranstaltungen verzichten.

    • Meister

      Luschtig wia verschiedn die Prioritäten sein. In Dorf Tirol werd sogor zum Schweizer! Nationalfeiertog fleißig mit Erlaubnis der Geimeinde geballert wia bled – ober zem tianse holt olls für die lieben Gescht.

    • ergo

      Grüme Spaßbremsen. Alles verbieten.

    • Garuda

      Das sind die Neuerungen eines Herrn Rösch?

      Ein Bettelverbot für Arme und eine Absage des Feuerwerkes für die italienischen Gäste, die mit Sicherheit die größte Gästegruppe zu Silvester in Südtirol und damit auch in Meran darstellen?

      Es hat schon mit der McDonalds Angelegenheit begonnen und mit der Aussage von 4 Polli geegipfelt.

      Liebe MeranerInnen: jetzt habt ihr das, was ihr euch durch die Wahl verdient habt: wie meint ein italienisches Sprichwort: … perde il pelo, ma non il vizio?

    • Franz

      Irgendwo muss ja gespart werden, wenn man schon mit der Wohlfahrtsozialhilfe für Flüchtlinge – Clandestini und Jihadisten großzügig Beiträge vergibt.
      Herr Rösch verfährt nach dem Motto was Kümmert mich das Geschwätz von Gestern oder wie Angela Merkel: der Wille des Volkes interessiert mich nicht!
      Zwar hat sie das nicht so gesagt Sie hat gesagt: „Umfragen sind nicht mein Maßstab“. Im Endeffekt läuft das aber auf dasselbe hinaus, denn Umfragen sollen ja den Willen des Volkes repräsentieren. Das juckt Merkel nicht.
      http://web.de/magazine/politik/fluechtlingskrise-in-europa/bundeskanzlerin-angela-merkel-bild-interview-30988896
      Oder Marie Antoinette
      Marie Antoinette war als Maria Antonia Josepha Johanna geborene Erzherzogin von Österreich sowie Prinzessin von Ungarn, Böhmen, der Toskana.
      Als ihr Volk hungerte, meinte sie:
      “Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen!“
      Marie Antoinette ignorierte den wachsenden Hass und realisierte die Tragweite der gegen sie agierenden Polemik nicht., ähnlich ist es beim Meraner Bürgermeister.

    • Andreas

      Rösch wird die Meraner zu besseren Menschen machen 🙂
      Für das Silvesterfeuerwerk Säuglinge, welche um diese Zeit tendenziell im Bettchen liegen und im Winter eher mit geschlossenen Fenstern schlafen, als Rechtfertigung herzunehmen, ist eine recht amüsante Argumentation.
      Wer will schon Babys schaden?

    • kurt duschek

      Ein Kompliment an den Bürgermeister!
      Es sind halt nur die „kleinen Sachen, welche die Koalitionspartner dem Bürgermeister zugestehen. Bei den „großen Sachen“ wie jetzt die Änderungen im Statut betreffend der direkten Demokratie, da wir von der SVP mit dem Hammer zugeschlagen. 20 % Quorum und 5% Unterschriften für die Einreichung eines Referendums! Dies war sogar der zuständigen Kommission suspekt und sie versenkte den Vorschlag des Ausschusses. 1x NEIN und alle anderen Mitglieder haben mit ENTHALTUNG gestimmt.

      So gesehen hätte ich lieber ein Feuerwerk zu Sylvester aber eine bürgernahe Regelung der Direkten Demokratie in Meran!

    • George

      Garuda blödelt schon wieder über seine Nicht-Mitgesinnten. Das ist seine wichtigste Beschäftigung. Gesundheit und Wohlergehen scheinen für Garuda Femdwörter zu sein, soweit es nicht ihn betrifft. Machen sie sich ihr Feuerwerk in ihrer Wohnung, wenn es schon so gut ist, wie Sie glauben.

    • kurt duschek

      kleine Umfrage / piccolo sondaggio

      Sylversterfeuerwerk Meran – Fuochi d’artificio a San Silvestro

      NEIN – NO (85%, 88 Stimmen / Voti)
      JA – SI (15%, 15 Stimmen / Voti)
      Keine Meinung – Non so (3%, 3 Stimmen / Voti)

      abstimmen / votare http://meran-denkt.info/sylvester-2016/

    • Alex

      Sollte lieber mit den Gebläse beim Blätterkehren aufhören,denn das macht sicher mehr Feinstaub

      • Franz

        Genau, das Laub könnten ja seine “Gäste“ die in den Unterkünften mit allem drum und dran auf Kosten des Steuerzahlers Unterkunft finden kehren, anstatt vor den Supermärtkten zu betteln. ( Vor jeden Supermrakrt findet man so eine schwarze Gestalt ) sorry “Gast“ von Bürgermeister Rösch wie sie Frau Stocker nennt.
        Übrigens das betteln verbietet Herr Bürgermeister Rösch, anscheinend nur den wirklich Armen, das gilt nicht für seine schwarzen Gäste , sie sind ja nicht so arm, mit Unterkunft Essen.Kleidung Tel. IPHON +++

    • Yannis

      viel Lärm um nichts ! aber bei diesen Punkt kann man den Herrn Rösch nur voll zustimmen, wer braucht denn diesen Dreck aus China ? oder brauchen wir ihn deshalb dass wir wenigstens in der Silvesternacht einmal so eine Umweltbelastung haben wie sie in Peking jeden Tag herrscht ?
      In DE geht der Trend auch in die Richtung des Verbots solcher Narreteien, in der Gemeinde „Lechbruck“ am Lechsee ist dieser Unsinn schon seit Jahrzehnten verboten.
      Am dortigen Campingplatz z.B. wird Silvester ausgiebig von den Touristen gefeiert aber ganz ohne diesen Schwachsinn und trotzdem oder gerade deshalb fühlen sich alle wohl !

    • Alex

      Ober boll die gonzen Busse und Camper in dor gonzen Stodt manondgrattlen , zemm will von Feinstaub koaner nix wissen , zemm isches wurscht .
      Mit der Wohl vo den Bürgermeister hom sich die Meraner ihr eigenes Grob gschaufelt !!!

    • Alex

      Gerade meldet die Kurverwaltungspresidentin,Meraner Hoteliere zahlen dieses Feuerwerk,was geht das dann den Rösch an?Soll lieber am Weihnachtsmarkt das Zebra spielen oben am Sandplatz da fehlt noch so ein Vieh.

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